#19 Die, in der Katja versucht nackt zu sein

Shownotes

Was haben Sophies Oberlippe und Katjas Waden gemeinsam? Sophie leistet Kinderarbeit für die Weltmission und Katja bekommt (verdient) einen Orden.

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00:00:00: Diese Geste mit zwei Mal auf die Nasenspitze tupfen, das ist so bisschen wie so ein Insider-Move und den kenn ich nur aus Gilmar Girls, wo Rory und Richard zusammen Logan verarschen und die live in Death Brigade.

00:00:13: Ja.

00:00:14: Und die Rory steht ums Eck und beobachtet das.

00:00:17: Und der Richard... Er tut seine Dinge, was er tun sollte, und geht dann vorbei und tupft sich nur zwei auf die Nase, und sie tupft sich auch auf die Nase.

00:00:24: Jetzt,

00:00:24: wo du sagst, hab ich ein Gefühl auf die Nase.

00:00:27: Das ist so.

00:00:28: dieses, if you know, you know.

00:00:29: So dieses, du wirst mit dabei.

00:00:31: Stimmt.

00:00:32: Wobei ich ja grundsätzlich mit auf die Nase tippen, das find ich ja das Allerschlimmste, wenn es jemand bei einem macht.

00:00:37: Also wenn ich jetzt zum Beispiel hergehe und sage, na dann, schönen Abend noch.

00:00:41: Und dann hat niemand gesehen, weil das ist ja ein Podcast.

00:00:46: Ich hab dir gerade auf die Nase getippt.

00:00:48: Ja, wenn man das so bei jemandem

00:00:51: so

00:00:52: bei sich selber, genau.

00:00:54: Und das fand ich einen total schönen Move und das hat mir voll gefallen.

00:00:56: Und ich hab mir jetzt überlegt, ich übernehme das jetzt einfach.

00:00:58: Ja, schön, dass du es mit mir teilst, weil ich hätte auch Lust, das zu übernehmen.

00:01:02: Das sind offiziell die Nasentipsis.

00:01:05: Well, let me tell you something, mister.

00:01:08: I'm rich.

00:01:11: Millionaire, a millionaire, a touch mat.

00:01:16: What?

00:01:17: Beautiful, beautiful.

00:01:17: We must be beautiful.

00:01:19: Reich, aber schön, mit Katja Kokolores und Sophie Highfire Loll.

00:01:26: Liebe Freundin, du kannst nicht weiter durch dieses Jahr schreiten, ohne dein Jahresleuchtwort.

00:01:34: Mama Highfire Loll hat geliefert, sie

00:01:36: hat nicht geliefert.

00:01:38: Und jetzt geht's los.

00:01:41: Katja, dein Jahresleuchtwort.

00:01:42: Ich

00:01:42: bin total aufgeregt.

00:01:46: Dein Jahresleuchtwort ist Segen.

00:01:50: So, das hat mir meine Mutter mitgeteilt.

00:01:51: Dann habe ich mir gedacht, Segen.

00:01:53: Okay, Segen ist ihr Jahresleuchtwort.

00:01:55: Was ist denn eigentlich Segen?

00:01:58: Und dann bin ich in die Recherche gegangen.

00:02:00: Ich bin abgetaucht.

00:02:01: Ich habe das Keyboard meines Laptops benutzt und habe recherchiert.

00:02:06: Ich muss hier schon einhaken.

00:02:08: Wirklich?

00:02:09: Ja.

00:02:10: Also ich finde es ja total schön, dass du in die Recherche gehst, weil das ist normalerweise so mein Feld.

00:02:15: Und ich finde es schon voll schön, wenn es jemand tut, weil ich liebe ja Recherche.

00:02:19: Aber das, was mich viel mehr irritiert hat, was du gerade gesagt hast, ich habe in das Keyboard meines Laptops.

00:02:25: Sophie, wir kennen uns jetzt einige Jahre.

00:02:28: Ich wusste nicht tatsächlich, dass du ein Laptop hast.

00:02:34: Du sagst selber, du bist eine sehr analoge Person.

00:02:37: Ich dachte immer, wenn du irgendwas mal am Computer machen musst, wie du es ja auch dann immer kennst, dann habe ich immer das Gefühl, dass du irgendwo hingehst zum Menschen in deinem Umfeld und dir ein Computer leist.

00:02:50: Mir war nicht klar, dass du ein Laptop hast.

00:02:52: Doch, ich habe ein Laptop und bis vor ungefähr zwei Wochen hieß das Konto Max-Muster-Mann.

00:03:02: Aber jetzt habe ich

00:03:02: ein

00:03:09: Laptop unten Passwort.

00:03:13: Und so fasziniert gehen wir jetzt weiter in dein Jahresleuchtwort Segen.

00:03:19: Und dann haben wir gedacht, Segen, was heißt das eigentlich?

00:03:22: Und ist denn eigentlich Segen immer etwas Religiöses?

00:03:27: Ich weiß jetzt gar nicht, ob ich dich so auf der religiösen Ebene so kriege oder ob das dann was ist.

00:03:33: Wann sage ich Segen?

00:03:34: Zum Beispiel, ach, das ist jetzt aber ein Segen, wenn irgendwas Gutes passiert ist, vielleicht auch was...

00:03:39: Ja, der Geldsegen, den gibt es oder... Was für ein Segen, dass ich dich treffe.

00:03:48: Ein Segen ist ein unglaublich schönes Wort.

00:03:50: Das ist nur positiv.

00:03:53: Oft auch ein bisschen zu glücklicher, zuvollmäßig, serendipitimäßig.

00:03:56: Genau.

00:03:57: Und jetzt habe ich mir gedacht, ist es immer was Religiöses.

00:04:01: Jetzt tendenziell eher religiös assoziiert.

00:04:05: Ja.

00:04:06: Worauf ich gestoßen bin, ist, die Bedeutung von Segen ist, alles Gute, das Gott einem schenkt, damit klar, religiös.

00:04:15: Also jetzt, retrospectiv denke ich mir, ist es schon recht klar, warum ich diese Antwort bekomme.

00:04:22: Also nochmal, alles Gute, das Gott einem schenkt, ist der Segen.

00:04:26: und diese Information fand ich auf der Webseite jesus.de.

00:04:33: Katja, schau mal, du kannst es für dich jetzt so auslegen, wie du möchtest.

00:04:37: Du kannst dir entweder denken, wow, ich bin ein Segen, ich bin das Einzig Gute, das Gott uns allen schenkt.

00:04:45: Ich kann ein Segen für alle anderen

00:04:47: sein.

00:04:49: Oder das bedeutet vielleicht auch für dich, dass das ein gesegnetes Jahr wird, mit wo viele gute Sachen passieren werden.

00:04:56: Was ja auch wiederum passt zu den Zahlen, zu unserem Zahlen-Ding, wo wir wieder zu den Spannern...

00:05:04: Das

00:05:04: ein-a-ein-seier.

00:05:06: Das gesegnete ein-a-ein-seier.

00:05:08: Im ersten Moment jetzt bei Segen.

00:05:10: konnte ich irgendwie erst mal gar nichts damit anfangen, weil ich es tatsächlich sehr christlich assoziiere, aber natürlich erst mal danke an Mama.

00:05:18: High Fire Lol.

00:05:19: Vielen, vielen Dank, bussi.

00:05:21: Grüße gehen raus.

00:05:25: Aber ich nehme das mit und denke mir jetzt einfach, dass das ein Zeichen dafür ist, dass das Segen kommen, wo ich ihn mir auch wünsche, wo ich ihn brauche.

00:05:36: Es war so ein guter Segen und das passt schon und ich fühle mich, glaube ich, dadurch auch beschützt.

00:05:41: Ja,

00:05:42: voll schön.

00:05:42: Vielleicht ist es auch die Rampe mutig zu sein.

00:05:44: Yes,

00:05:45: hello.

00:05:45: Ich war jetzt auf so einem Frauennetzwerkevent und dann haben wir eine Vorstellungsrunde gemacht und dann war die Anforderung sich vorzustellen und zu sagen, wo sein Fokus in diesem Jahr, der individuelle Fokus in diesem Jahr drauf liegt.

00:06:04: Und ich hab mir, oh, um Gottes Willen, Fokus.

00:06:09: Und dann war ich dran und kennst du das, wenn so die Runde rumgeht und du kriegst schon ein bisschen davor, schon ein bisschen so nasse Hände und bist ein bisschen aufgeregt und so weiter.

00:06:18: Und dann hab ich mir gedacht, Flucht nach vorne.

00:06:21: Ich sag jetzt einfach, was ich mir wünsch.

00:06:26: Wobei das ja vielleicht auch desimpliziert.

00:06:29: Also weißt du, weil das braucht man ja dann auch unterbewusst oder unbewusst.

00:06:33: Mich darauf konzentriere

00:06:34: ich auch.

00:06:34: Genau.

00:06:35: Und dann habe ich einfach unser beider Fokus genommen.

00:06:39: Das soll ja hier ein Erfolgspot sein.

00:06:40: Ich habe gesagt, mein Fokus ist im Jahr ist es im Jahr und ich bin bereit, berühmt zu werden.

00:06:47: Alle ist richtig gemacht, Madame.

00:06:50: Wir sind ja auch bereit.

00:06:52: Ja, total.

00:06:53: Ja, also ich, ja.

00:06:55: Ja, Punkt.

00:06:57: So, und jetzt sage ich dir mal was.

00:06:58: Ich bleibe nämlich gleich beim Thema.

00:07:00: Ich habe dir nämlich noch was mitgebracht und zwar ist mir was aufgefallen.

00:07:03: Also, die Zeugengehoves werden immer schöner.

00:07:10: Die Zeugern Jehovas werden immer attraktiver.

00:07:13: Und zwar normschön attraktiver.

00:07:15: Es ist wirklich unglaublich.

00:07:17: Es ist

00:07:17: irre.

00:07:17: Hat sie an der Tür geklopft und ihr habt gesagt, guten Tag, möchten sie über Gott sprechen?

00:07:21: Und du hast gedacht, bist du schön?

00:07:22: Und du hast gesagt, ja, alles.

00:07:24: Das wäre so, hallo, geht es Ihnen schlecht?

00:07:26: Ja, wollen Sie über Gott sprechen?

00:07:28: Nein, so wäre wahrscheinlich der Austausch.

00:07:30: Die machen doch immer erst mal auf die Emotionales Suche.

00:07:32: Sind Sie auf der Suche nach Antworten?

00:07:34: Nein, aber ... Ich bin auf der Suche nach Fragen.

00:07:38: Ich erinnere mich noch daran, dass mich meine Mutter öfters geschimpft hat, als kleines Kind, wenn die Zeugen Jobers unterwegs waren.

00:07:43: Die hatten immer so kleine, goldene Häftchen dabei, quasi so ...

00:07:48: Der Wachturm.

00:07:49: So heißt die Bibel von denen.

00:07:51: Ah, ich wollte das gerade sagen, die Shortwirschen der Bibel.

00:07:57: Und ich hab mich ja das Kind gefreut, wie du dich immer als Kind freust, wenn du was geschenkt bekommst.

00:08:01: Also hab ich diese goldenen Büchlein immer angenommen und die haben sich dann irgendwann bei uns auf der Toilette auf den Zeitpunkt stapelt, mitgestapelt.

00:08:09: Ja, die kamen bei uns, ja genau, die kamen bei uns früher, wo ich noch Kind war in meinem Heimathaus.

00:08:16: Als ich noch Kind war, haben die wirklich Klingelputzen gespielt, die kamen ständig irgendwie vorbei.

00:08:21: Und weil ich immer freundlich zu denen war, kamen die immer öfter, bis die Mama irgendwann gesagt hat, Sophie, Entweder rufst du mich an die Tür, wenn die wiederkommen.

00:08:29: Ich war so ein scheiß Peoplepleaser, schon immer in meinem Leben gewesen.

00:08:33: Und versuchte es gerade abzulegen.

00:08:35: Dann hab ich mich immer mit denen unterhalten.

00:08:37: Mit mir kann man sich auch gut unterhalten.

00:08:40: Die fanden das herrlich.

00:08:41: Dann kam die immer wieder, bis meine Mutter meinte, entweder sag ich denen, sie brauchen nicht mehr kommen, oder du redest jetzt mal an Tacheles mit denen.

00:08:49: Ich denke, meine Mutter hat mit ihnen gesprochen.

00:08:53: Ich weiß jedenfalls nicht.

00:08:54: Und sie kamen irgendwann nicht mehr.

00:08:56: Die werden immer schöner, diese Menschen, die hier durch die Stadt laufen.

00:09:00: Heute sind wieder zwei ausgesprochen attraktive junge Männer an mir mit ihrem, die haben ja dann so ein Ding hinter sich her.

00:09:04: So ein Kaffeechen.

00:09:05: Ja, nee, das sind so Aufsteller mit Rollen unten dran.

00:09:08: Und da stellten die ihre Prospekte rein.

00:09:09: Bist

00:09:09: du dir sicher, dass es die Zeugen Jehovas waren oder waren es die Adventisten?

00:09:14: Huy.

00:09:15: Mhm.

00:09:16: Weil ich kann nämlich nur die Adventisten,

00:09:19: Adventistinnen,

00:09:22: Die hier jetzt bei uns mit diesen Aufstellern mit den Rollen dran rumgehen.

00:09:26: Ja.

00:09:27: Und ich habe ja mal in der WG gewohnt, wie wir schon mathematisiert haben.

00:09:31: Ja.

00:09:32: Und dann haben wir ein Zimmer ausgeschrieben und dann hat sich eine Adventistin auf dieses Zimmer beworben.

00:09:38: Und wie das halt so ist zu Studentinnenzeiten, wonach entscheidest du, ob jemand in die WG passt oder nicht?

00:09:45: Wer kann am schnellsten Bier saufen?

00:09:48: Genau, oder wer antwortet grundsätzlich auf die Frage, möchtest du was trinken?

00:09:52: Ja!

00:09:54: Wasser, Tee, Bier, Vodka,

00:09:57: Bier sagt es

00:09:58: hat schon mal gewonnen.

00:10:00: Aber wenn du sagst, wenn du gleich nach hartem Alkohol verlangst, dann ist es ja auch mit einer finanziellen Ressource verbunden und Bier war immer leisbarer.

00:10:07: Das heißt, die angenehmsten potenziellen WG-Kolleginnen waren tendenziell die, die entweder gesagt haben, in so einen ranzigen Weißwein oder halt Bier.

00:10:18: Zurück zur Adventistin kurz.

00:10:20: Jedenfalls hier auf die Frage, was möchtest du trinken?

00:10:23: Möchtest du was trinken?

00:10:24: Mit Ja geantwortet.

00:10:26: Und auf die Frage möchtest du Bier trinken?

00:10:29: Sehr vehement mit Nein.

00:10:32: Dann war die Frage irgendwie Kaffee.

00:10:35: Nein.

00:10:37: Und dann wollte sie nur Wasser.

00:10:39: Und dann saßen wir beisammen.

00:10:43: Und dann hat sie irgendwie so Stück für Stück ausgepackt, dass sie halt Adventistin ist.

00:10:48: was ja grundsätzlich in Ordnung ist.

00:10:50: Aber sie hat versucht, meinen damaligen sehr potenten Mitbewohner zu bekehren, der dann irgendwann nicht schreiend, aber gedanklich schreiend den Tisch verlassen hat.

00:11:01: und sie hat dann danach noch sehr, sehr oft angerufen, weil sie hätte so gern dieses WG-Zimmer und sie möchte ja schon gerne wohnen, aber und das war das Interessante, also sie hat sich angeboten für dieses WG-Zimmer, hat aber beim gleichen Atemzug ihren Einzug mit gewissen Auflagen.

00:11:16: versehen, wie wir uns quasi zu verhalten haben.

00:11:20: Damit das in ihr

00:11:21: Leben passt.

00:11:22: Also jetzt, jetzt nach einem schönen studentischen Abend, spontan einen Coitus im Nachbarzimmer zu vollziehen, werde nicht möglich gewesen.

00:11:32: Was, dass sie das nicht machen will, der hat ja niemand gezwungen.

00:11:36: Das

00:11:36: ist keiner in der WG machen.

00:11:37: Ja,

00:11:37: genau.

00:11:40: Die zeigst du mir, die Studenten WG, in der nicht gepumpt wird.

00:11:44: Okay,

00:11:45: genau.

00:11:45: Wo bleibt der Spaß?

00:11:46: Wo bleibt der Spaß?

00:11:48: Ja, also wir haben ihr dann dankend abgesagt.

00:11:51: Genau, das war mein kleiner adventistischer Exkurs.

00:11:53: Das

00:11:53: passt ja schon wieder wie Arsch auf Eimer, würde meine Großmutter sagen.

00:11:56: Die gute Frau ist drei neunzig.

00:11:58: Also, Adventisten, Zeugen Jehovas ist mir wurscht, die sehen großartig aus, die gehen missionieren.

00:12:04: Das war mein Gedanke heute.

00:12:05: Als die so gut aussehen, dann mir vorüber liefen, dachte ich mir...

00:12:08: Von dir würde ich mich auch missionieren

00:12:09: lassen.

00:12:09: Nein, nein, ich dachte mir nur so... Also, da die Leute missionieren wollen, lasst einmal alle in Ruhe ihren Scheiß machen.

00:12:16: Blah, blah.

00:12:17: Das habe ich mir gedacht, kurz.

00:12:19: Und dann habe ich mir in der nächsten Sekunde gedacht.

00:12:22: Und jetzt mach sie den Kopf zu, Frau Heifeier-Loll, weil du bist ja selbst schon missionieren gegangen, Frau.

00:12:29: Frau Heifeier-Loll, du darfst gar nichts sagen.

00:12:32: Und dann vieles mir, nämlich wie Schuppen aus meinen gedächtlichen, gedächtnissen Augen, vieles mir herunter.

00:12:37: Ich war, ich bin für die Weltmission.

00:12:40: war ich schon unterwegs und hab Gelder eingetrieben.

00:12:44: Keinen Scheiß.

00:12:45: Und jetzt sage ich dir, was ich gesagt hab an den Türen.

00:12:48: Wir bitten euch, ihr wisst es schon, um Gaben für die Weltmission.

00:12:55: Nun öffnet will ich eure Hände und gebt uns eine große Spende.

00:12:59: Das war mein Satz.

00:13:00: Ich war nämlich die Sternträgerin.

00:13:04: bei den heiligen drei Königen.

00:13:06: Und das war mein Satz.

00:13:07: Jetzt hab ich

00:13:07: gemacht.

00:13:08: Ich

00:13:08: war Missionarin schon in meinem Leben.

00:13:11: Würdest

00:13:12: du die Sternsinger?

00:13:14: Natürlich!

00:13:17: Natürlich!

00:13:18: Du gehst von Haus zu Haus, stellst eine Szene aus einem religiösen Geschehen nach, ja, verkleidest dich.

00:13:26: Ich

00:13:26: hab das irgendwie immer wieder in Wandertheater empfunden.

00:13:29: Ja, das

00:13:30: ist auch die schönere Heran oder die schönere Blickweise.

00:13:34: Und dann gehen die Kinder mit ihren großen Augen und mit ihren süßen, matschigen Stiefelchen im Januar von Haus zu Haus.

00:13:41: Ich weiß noch, was wir gesagt haben.

00:13:42: Wir grüßen dieses Haus und wünschen euch allen von Herzen das göttliche Wohl.

00:13:46: gefallen.

00:13:47: Christus möge im Hause wohnen.

00:13:49: Für jede Wohlt hat euch reich belohnen.

00:13:51: Dann hat noch der dritte König was gesagt und dann kam ich.

00:13:56: Zuletzt, so ist es Brauch und Sitte trete ich hervor.

00:13:59: Mit einer Titel.

00:14:02: Nein, mit einer Bitte.

00:14:05: Wir bitten euch, ihr wisst es schon um Gaben für die Weltmission.

00:14:08: Habe ich gesagt.

00:14:09: Ich war Missionarin und das finde ich gar nicht so cool eigentlich.

00:14:14: Wir haben das über die Pfadfinder gemacht, das waren katholische Pfadfindervereine, das war einfach so ein Ding, es hat auch ultra viel Spaß gemacht.

00:14:20: Aber jetzt habe ich da heute seit langem mal wieder darüber nachgedacht und eigentlich, weiß ich nicht, also heute würde ich nicht mehr zum Sternsingen gehen.

00:14:28: Aber was hat dich denn motiviert damals?

00:14:31: Also ist das einfach, weil du in der Gruppe warst und das aus der Gruppendynamik raus entstanden?

00:14:35: Oder weil du tatsächlich tief katholisch warst?

00:14:38: Ich war ja sowieso immer nur evangelisch.

00:14:40: Ich bin ja gar nicht

00:14:40: katholisch.

00:14:41: Warum durftest du da mal den katholischen Pfad finden und machen?

00:14:43: Ja, weil wir einen saugeilen katholischen Pfarrer hatten und immer noch haben, ist immer noch derselbe dort am Ort, der einfach extrem offen lebt, der Ökumene lebt und der einfach mit dem... Wandel der Zeit mit geht und keine Grenzen macht in Religionen.

00:15:00: Und mitgemacht habe ich, weil es natürlich ein riesen Pfann war.

00:15:03: Es war saukuhl, wir haben uns verkleidet, wir sind da losgestiefelt und, und das bringt mich jetzt zum nächsten, von schön, die schönen Zorngehovers zu Reich, beziehungsweise auch Arm.

00:15:16: Wir sind da durchs komplette Dorf gewandert.

00:15:20: Es waren mehrere Tage, wir waren mehrere Teams und haben wirklich

00:15:23: geguckt,

00:15:24: dass wir...

00:15:24: Dass euch

00:15:25: hier

00:15:25: kein Haus durch die Lappen geht.

00:15:27: Zum

00:15:27: einen, dass uns keins durch die Lappen geht und zum anderen auch, weil die Leute wollten, dass wir kommen.

00:15:33: Also man hat schon gewartet, wann kommen die Sternsinger?

00:15:36: Sternsingerinnen eigentlich.

00:15:38: Und so sind wir so durch die Stadt gezogen.

00:15:42: Wir hatten immer noch eine erwachsene Person dabei, die uns auf der Gitarre begleitet haben.

00:15:45: Wir haben mehr Stimmig dann dieses, dieses drei herrliche Königsliter gesungen.

00:15:50: Schön.

00:15:50: Das von Dolly Parton.

00:15:52: Wie geht das?

00:15:53: Keine Ahnung, keine Ahnung.

00:15:56: Ich weiß

00:16:01: es nicht.

00:16:02: Ah, die waren beide Stikern.

00:16:05: Die Kernsinger,

00:16:07: die

00:16:10: Sternsinger.

00:16:11: Jetzt laufen wir da durchs komplette Dorf durch.

00:16:14: Und auch in einem Dorf, oder Dorf ist gemein, es ist ja eine Stadt, es ist ja auch offiziell eine Stadt.

00:16:19: Ich sage immer, Dorf, da wurde ich ja schon so oft geschimpft von den Stadtbewohnern, von den Einheimischen aus dem Ort, wo ich komme.

00:16:26: Schon oft, haben die Leute, ich habe mal in einem Artikel, den ich für die myself gegeben habe, damals, als ich nach meinem Caféhaus hatte, bin ich interviewt geworden.

00:16:36: Und da habe ich auch von einem Dorf gesprochen, da kamen aber einige, einige Ureinwohnerinnen zu mir, da meinte ich, wir sind eine Stadt.

00:16:44: Also, auch in einem kleinen Ort, in einer kleinen Stadt gibt es unterschiedliche Viertel, würde ich fast sagen.

00:16:52: Es gibt das Neubauviertel, wo die Familien... Die Kiez!

00:16:55: Naja, so ein bisschen schon.

00:16:56: Es gibt dann da, wo die ganzen Leute wohnen, die sich halt ihre neuen Häuser bauen und dann gibt es aber auch Sozialbauwohnungen und es gab auch ein paar große Häuser, wo wirklich viele Parteien drin gelebt haben und wir sind überall hingegangen und waren natürlich scharf auf Süßkram.

00:17:14: Weil, wenn da die Kinderlein stehen und singen und das so hübsch machen und das auswendig aussteigen.

00:17:18: Hast du da so schön Kreidetafel schreiben gelernt?

00:17:21: Wahrscheinlich

00:17:21: habe ich es da gelernt.

00:17:22: CMB.

00:17:23: Wie war das mal?

00:17:24: Christoph Matthias und Bertram.

00:17:26: Nein, Michael Balthasar.

00:17:28: Aber du weißt doch, oder Frau Quismas darin?

00:17:31: Aber

00:17:31: Caspar Mellcher-Balthasar, das ist nur ein Zufall, dass es auch CMB ist.

00:17:35: Weil es heißt eigentlich, Christos Mesonen Benedikat irgendwie so Christus

00:17:42: singt.

00:17:44: Und es gab halt Süßkram.

00:17:47: Die Leute haben Geld gegeben, natürlich.

00:17:49: Wir haben ja um reiche Spenden für die Weltmission

00:17:52: gebeten.

00:17:56: Und dann gab es Süßkram.

00:17:58: alle drauf gewartet haben, dass die Sternsingerinnen vorbeikommen, hatten die halt das schon zu Hause liegen.

00:18:03: Die haben nur drauf gewartet, dass wir kommen und haben halt wirklich den geilsten Schelter

00:18:06: abgeräumt.

00:18:07: Heutzutage hat sich das ja aufgeteilt mit Sternsingen und Halloween.

00:18:10: Ja, genau.

00:18:11: Jetzt ist das ja getrennt.

00:18:12: Aber damals war das unser Halloween.

00:18:14: Das war wirklich unser Halloween.

00:18:16: Wir sind nicht mit kleinen Kürbissen losgegangen, sondern halt mit unseren Sternjutebeuteln, aber wurscht.

00:18:23: Und am Ende dann wurde alles aufgeteilt.

00:18:25: Dann sind wir aber auch in so ein Geriesen, wie so ein Hochhaus, würde ich jetzt mal beschreiben, wo ganz, ganz viele Parteien wohnen.

00:18:33: Und auch Menschen, die halt nicht sich in ein Haus bauen, sondern halt in einer kleinen Sozialbau-Wohnung leben.

00:18:39: Und es öffnet uns eine Frau auf die Tür.

00:18:42: Und ich war super jung, ich war zehn oder elf oder so, als ich das gemacht habe, okay?

00:18:48: Und die öffnet die Tür.

00:18:49: und da habe ich das erste Mal bin ich mit Messi-Tum in Kontakt gedrehten.

00:18:54: Die konnte kaum die Haustüre öffnen, diese Frau.

00:18:58: Und ich war erst mal ein bisschen geschockt.

00:19:01: Und wir waren alle so ein bisschen geschockt, weil da kam auch den ganz unangenehmen Geruch aus der Wohnung.

00:19:06: Und die Frau sah nicht so gepflegt aus, die uns da die Tür geöffnet hat.

00:19:10: Und wir waren alle erst mal so kurz so verunsichert.

00:19:13: Und unsere Leiterin, also unsere, die mit uns das gemacht hat, die Frau, nennen wir sie Sally.

00:19:19: Ähm, die hat uns einen sehr eindeutigen Blick zugeworfen.

00:19:24: Und zwar, Leute, wir machen jetzt unsere Show.

00:19:28: Egal, was für eine Haustür rausgeht.

00:19:31: Ich würde meinen, es war ein strenger Blick.

00:19:34: Und dann hat sie uns zugenickt.

00:19:35: Und dann haben wir unser Programm abgefahren.

00:19:37: Oder Performance.

00:19:38: Genau, unsere Performance.

00:19:39: Wir haben unsere Sprüche gesagt.

00:19:41: Wir haben unser Liedchen mehrstimmig gesungen.

00:19:44: Wir haben umgaben für die Weltmission.

00:19:46: Ich komme einfach nicht klar drauf, dass ich

00:19:48: Missionarin

00:19:49: bin.

00:19:51: Und diese Frau, das ist auch was, was ich nicht vergessen kann, hat sich so gefreut, meinte, maah, und ich war schon seit Tagen, dass sie vorbeikommt.

00:19:59: Die letzten zwei Jahre war ich quasi nie da, ist keiner vorbeigekommen, oder ob wir sie auf dem Türstock schreiben und irgendwo anders, wollte sie es auch noch mit der Kreide hingeschrieben haben.

00:20:08: Und sie hatte keine Spende für die Weltmission, aber was sie hatte.

00:20:12: war ein halbes Hähnchen in Aluminiumfolie.

00:20:16: Und das hat sie uns mitgegeben.

00:20:18: Sie hat uns ein halbes Brathähnchen in eine Aluminiumfolie gegeben.

00:20:25: Beim Schenkel hat der Knochen oben schon rausgeschaut, weil sie schon hingessen gehabt hat.

00:20:30: Und es war auch schon eine Weile her, dass sie dieses Brathähnchen käuflich erstanden hat und hat es uns mitgegeben.

00:20:37: Keiner von uns wollte dieses Huhn nehmen.

00:20:40: Sally, die Leiterin.

00:20:42: Hat mir einen Blick zugeworfen, der hieß, nimm das Huhn und bedanke dich.

00:20:48: Und ich nahm das Huhn und hab mich bedankt.

00:20:52: Und die Frau war glückseelig und wir haben die Tür geschlossen, haben auch unsere Schnauze gehalten und sind raus aus diesem Haus.

00:21:00: Und dann ging es los.

00:21:01: Er lebt grausig, ja?

00:21:03: So schlimm.

00:21:05: Es war echt ekehaft.

00:21:06: Es hat echt, es war echt grausig.

00:21:08: Aber...

00:21:09: Ja, ich

00:21:11: weiß, ich weiß, ich seh's schon.

00:21:15: Und das war... Ja, ja, ja, ich versteh's.

00:21:18: Ich fand das auch widerlich.

00:21:19: Und dass auch gerade ich die Sternträgerin war, die wieder als Letztes da an der Kundin

00:21:24: stand.

00:21:24: Ich hab keine Hand frei.

00:21:27: Ich bin vegetarische Beobachterin.

00:21:30: Ich kann das Huhn leider nicht entgegennehmen.

00:21:32: Ja,

00:21:32: genau.

00:21:33: All das hab ich mir auch gedacht.

00:21:34: Aber wie großartig kann denn... eine Sally, eine Gruppe von jungen Menschen da nur anleiten.

00:21:42: Ja.

00:21:42: Das, was die uns vermittelt hat, das ist was, schau mal, ich sitze hier, ich weiß noch, ich weiß, wie die Wohnung aussah, ich weiß, wie die Situation, all das.

00:21:49: Und so, und dann sind wir rausgegangen, und dann ging es los, weh, wie eklig, ich mag das nicht mehr, ich mag das nicht mehr, dann hat's mir die Sally, hat mir das Hohen abgenommen, hat das in den Müll geworfen.

00:21:58: Dann natürlich, wir, Präpospubertär, was ist davor?

00:22:02: Prä.

00:22:03: Also.

00:22:04: Wir, prepubertär, ja, und jetzt wegwerfen, und jetzt wegwerfen, hat die Selle gesagt.

00:22:10: Also ganz ehrlich, nur weil ich freundlich bin, brauche ich mir noch lange keine Salmonellen holen, okay?

00:22:15: Aber ich hoffe, dass ihr das jetzt gecheckt habt, was hier los ist.

00:22:17: Die hat uns ihr Huhn gegeben, also Entschuldigung.

00:22:21: Das gegeben,

00:22:22: was sie hatte.

00:22:22: Das gegeben, was sie hatte und was sie konnte.

00:22:24: Die Frau hat sich so gefreut und in dem Moment ist sie, die Selle, einfach so cool gewesen und das hat mir riesig was vermittelt.

00:22:31: Und wir hatten ein halbes Huhn.

00:22:33: Und wer kann das schon von sich behaupten?

00:22:36: Wie lange hast du das gemacht?

00:22:38: Du und die Weltmission?

00:22:39: Wie lange war Tanti?

00:22:40: Versteh'n fünf, sechs Jahre.

00:22:43: Und da

00:22:43: ist Kindernähte

00:22:45: über die Bühne gegangen.

00:22:46: Ja, das glaub' ich dir.

00:22:48: Bist du geisteskrank?

00:22:49: Nee, Ministriert nicht, das geht natürlich nicht.

00:22:51: Also der hätte mich jetzt, glaub' ich, nicht als Evangelische in seinen Gottesdienst rein geholt.

00:22:56: Also gibt's

00:22:56: das im Evangelisch nicht?

00:22:58: Nee, nee, nee, da gibt's sowas nicht.

00:22:59: Da gibt's nicht so viel Klimbimm.

00:23:01: Ähm, da gibt's nur die... Konfirmation dann mit zwölf oder so.

00:23:05: Das, was bei euch die Firmung ist.

00:23:07: Ist so ein Hybrid zwischen Kommunion und Firmung.

00:23:10: Ja, genau, so eine Mischung.

00:23:12: Ganz genau.

00:23:13: Das heißt, das evangelische ist einfach ein bisschen entschlackt.

00:23:16: Ja, kann man vielleicht genauso sagen.

00:23:19: Skandinavisch

00:23:19: nüchtern, geschick.

00:23:21: Genau, Hügel.

00:23:27: Protestantischer

00:23:28: Glaube ist für

00:23:29: mich Hügel.

00:23:32: Du meinst nicht jetzt, wo wir uns einmal in der Woche so gut unterhalten haben?

00:23:37: Wir haben uns eine Weile nicht gesehen.

00:23:39: Ich habe viel an dich gedacht.

00:23:40: Du hast viel an mich gedacht?

00:23:41: Ja, doch, weil ich habe so viele Sachen mir gedacht.

00:23:43: Haben wir mal wieder hier sitzen und ich dir dann was erzählen will.

00:23:45: und was will ich dir eigentlich erzählen?

00:23:46: und deswegen frage ich dich jetzt direkt, willst du mit mir über Körperbehaarung sprechen?

00:23:51: Oder sagen wir so, willst du mit mir über meine Körperbehaarung

00:23:54: sprechen?

00:23:57: Ich will eigentlich generell über Körperbehaarung sprechen.

00:24:00: Du

00:24:00: bist wie Ina Müller.

00:24:01: Du solltest meinen Shellfish-Posten nach Hamburg gehen.

00:24:03: Die spricht auch immer über Körperbehaarung.

00:24:04: Ja,

00:24:05: da gehe ich vielleicht mal hin.

00:24:06: Das Ding ist nämlich das.

00:24:07: Ich will grundsätzlich gerne mit dir über Körperbehaarung sprechen.

00:24:09: Wenn du nicht über deine eigene sprechen willst, ist das voll okay.

00:24:13: Ich wollte nur sagen, dass ich bereit bin.

00:24:14: Du hättest was zu sagen.

00:24:15: Okay, dann?

00:24:16: Wie findest du Bart?

00:24:18: Bei Frauen.

00:24:23: Auch ich bin nicht gefeit vor Haaren an der Mundwinkel gegend.

00:24:29: Also das ist jetzt nicht ein Bart, den man zum Barber trägt.

00:24:32: Und dann muss ich immer an so einen Fisch im Aquarium, was ist das, ein Koi?

00:24:37: Ich finde, dass diese erwachsene, großen Fische mit diesen Totteln, mit diesen Barthahn aussehen, als wären sie Mitglied in einem ältersten Rat.

00:24:47: Sie haben was sehr altes, weißes an sich.

00:24:49: dann habe ich immer diesen Koi-Karpfen vor mir.

00:24:53: Ja,

00:24:53: das finde ich ganz cool.

00:24:54: Und

00:24:54: manchmal sind

00:24:55: natürlich

00:24:55: auch so Situationen, wo ich das Gefühl habe, mutiere ich ebenfalls zu einem Koi-Karpfen oder geht es noch?

00:25:02: Genau.

00:25:02: Und dieses Bad und Frau, das ist ja was, was schönheitsideal technisch.

00:25:07: komplett eliminiert ist.

00:25:09: Also eine Frau und ein Bart, das ist ja was, das ist zum Beispiel mein Kind, das ich versuche sehr, sehr offen irgendwie so zu zu erziehen und auch dass Männer sich die Nägel lackieren können.

00:25:18: Oh Mann, das ist einfach nicht so krass.

00:25:20: Es ist einfach okay, kann man halt machen.

00:25:22: Jeder kann sich... seinen Körper kohlt, leben, wie er möchte.

00:25:25: Und Männer können Röcke tragen.

00:25:26: Das versuche ich, einfach diese alten Schema da aufzubrechen.

00:25:30: Aber das ist was, was sie zum Beispiel ... Da kommt sie nicht klar mit.

00:25:33: Wir haben auch letztens eine alte Frau gesehen, die hatte einfach wirklich richtig Barthaare.

00:25:38: Und sie war nur so ... Weil sie denkt, glaub ich, Frauen haben kein Bar.

00:25:43: Also das ist was, was nur bei Männern passiert.

00:25:47: Sie denkt jetzt nicht an eine Genstruktur, sondern sie denkt halt dran.

00:25:50: Das es gibt nur bei Männern wie Penis, okay?

00:25:53: Penis ist Mann, Bart ist Mann, so.

00:25:57: Genau, so.

00:25:59: Und jetzt ist es nämlich so, dass ich ja einen Gendeffekt habe, der mir sehr zugute kommt auf einer Ebene.

00:26:10: Auf einer anderen Ebene nicht.

00:26:12: Also, mein Gendeffekt ist, dass ich wirklich kaum Haare an meinem Körper habe.

00:26:21: Ähm, ich hab zum Beispiel mein Lebtag noch nie meine Achseln rasiert.

00:26:27: Noch nie in meinem Leben.

00:26:28: Mhm.

00:26:29: So.

00:26:30: Und trotzdem, ich sehr, sehr wenig Körperhaare habe, hab ich aber Gott sei Dank, yes!

00:26:35: Haare auf deinem Kopf.

00:26:36: Haute Haare.

00:26:37: Ich habe Wimpern und ich habe auch Augenbrauen.

00:26:40: Aber ansonsten hab ich quasi keine Haare.

00:26:43: Nicht

00:26:43: Checkpot.

00:26:44: Vollgascheckpot.

00:26:46: Nichtsdestotrotz ist mein Körper getrennt.

00:26:50: in eine linke und rechte Körperhälfte, wobei die linke Körperhälfte

00:26:55: deutlich

00:26:56: beharter ist als die rechte Körperhälfte.

00:26:58: Wenn ich zum Friseur gehe, die linke Kopfhälfte muss immer zuerst gefärbt werden beim Friseur, weil die doppelt so lang braucht wie die rechte.

00:27:06: Sonst ist bei der rechten da verbrennen mir die Haare, wenn ich die gefärbt habe, wenn es zu lang drinnen ist, bis die linke Hälfte fettig ist.

00:27:13: Okay, gut.

00:27:13: So, so.

00:27:14: Merklich.

00:27:15: Also meine Friseurin hat zu mir gesagt, crazy.

00:27:18: Du hast ja dafür mehr Haare gesagt, ja.

00:27:19: Watch me.

00:27:21: Ich hab z.B.

00:27:21: auch in meiner linken Achsel immer zwischen drei und sieben Achselhaare.

00:27:27: Das ist mein Ernst.

00:27:28: Und die zupfe ich mir dann aus.

00:27:30: Weil die kommen einfach raus, schwarz und stachlich, aber jetzt nicht crazy.

00:27:34: Und dann kann ich die einfach zupfen.

00:27:36: Und ich hab auch auf dem linken Schienbein einen Streifen so dunkle Haare.

00:27:42: Und der Rest ist eigentlich unbeharrt, okay?

00:27:45: So ist es.

00:27:46: So.

00:27:47: Und das ist ... Der Gendeffekt, der mir zum Vorteil kommt, weil das spielt mir ja sehr in die Karten, bei dem aktuellen Schöne hat es ideal.

00:27:54: Ich bin ja quasi Nacktmulleider, voll geil, voll geil, mit Haupter.

00:28:00: Gewonnen, Jackpot.

00:28:03: So.

00:28:04: Und jetzt denkt sich meine linke Körperhälfte.

00:28:08: Okay, warte mal.

00:28:10: Einen Moment.

00:28:12: Wo könnten wir denn eigentlich noch mehr vertreten sein als auf der rechten Hälfte?

00:28:17: So, weil wir haben es ja in der Hand.

00:28:20: Und jetzt geht es los.

00:28:21: Ich habe auf der linken Oberlippe bekomme ich einen dunklen Haaflaum.

00:28:26: Aber nur auf der linken Oberlippe.

00:28:33: Hä?

00:28:33: Was ist das denn?

00:28:36: Ich kann nicht mal in Würde.

00:28:38: Ich hab sie heute gezupft.

00:28:39: Ich hab mit einer breiten Pinzette, wie so eine Maschine, immer wieder so an die feinen Herrchen hin.

00:28:47: Du würdest sie sehen, wenn du nah dran kommst, ich spreche nicht von dem Schnauze.

00:28:51: Natürlich nicht, natürlich spreche ich nicht von dem Schnauzband.

00:28:54: Aber selbst wenn... Ich mach

00:28:55: mit beim nächsten November.

00:28:57: Ja, aber jetzt,

00:28:57: komm, jetzt stell dir mal vor.

00:28:59: Ich bin, ich gehe weiter den Weg meiner Reise der Selbstliebe, der Akzeptanz, dass mein Körper so ist, wie er ist, dass mein Busen manchmal ein Spiegelei ist.

00:29:06: Auch darauf kann ich gerade nicht weiter eingehen, aber ist das ein Fakt, okay?

00:29:09: So.

00:29:11: Und im Zuge dessen denke ich mir, und die Haare lasse ich dran.

00:29:14: Sieben Achselhaare links, it's alright, pas de problème pour moi.

00:29:18: Aber

00:29:18: wenn du links sieben Achselhaare hast, dann passen die auch links zu deinem Baut.

00:29:21: Ja, aber das ist eine komische Asymetrie.

00:29:25: Ich kann doch nicht nur einen einseitigen Schneuzer haben.

00:29:29: Schau ich denn aus!

00:29:32: Was würdest du machen?

00:29:33: Soll ich die anderen, weil es sind Haare auf der linken Seite, die sind aber heller.

00:29:39: Auf der rechten Seite?

00:29:39: soll ich die färben.

00:29:41: Sei

00:29:41: ehrlich.

00:29:42: Dann mach ich das.

00:29:43: Nein.

00:29:44: Also ich bin kein Fan von Oberlippenbart.

00:29:47: Bei Männern schon?

00:29:48: Mhm.

00:29:49: Aber sonst?

00:29:50: Okay.

00:29:51: Nicht so sehr.

00:29:52: Man muss ja immer nur für sich selber wissen.

00:29:55: Eben.

00:29:55: Und deswegen kann ich dir die Entscheidung nicht abnehmen.

00:29:57: So viel.

00:29:57: Diese Entscheidung musst du für dich selbst treffen.

00:30:00: Na gut, dann.

00:30:00: Ich habe jetzt gern ... Das ist halt wieder so ein Sozialisierungsthema unserer Generation.

00:30:08: Ja,

00:30:08: also natürlich, manchmal, wenn ich jüngere Frauen gehen sehe, die beharte Beine haben, beharte Achseln, irritiert es mich, weil ich es anders gelernt habe.

00:30:22: Und ich weiß nicht, ist es mein Wohlbefinden, keine Körperbeharrung zu haben, mir die Beine zu rassieren, weil ich es wirklich lieber mag oder weil ich es so gelernt habe.

00:30:35: Ja, das ist die Frage, die man sich stellen sollte.

00:30:38: Ich

00:30:38: hab mich ja ewig lang gefragt, mag ich wirklich keine Champignons?

00:30:42: Das ist genau das Gleiche.

00:30:44: Und warum hast du gedacht, dass du keine magst?

00:30:46: Weil

00:30:46: meine Mutter sie hasst.

00:30:49: Ich liebe Champignons.

00:30:51: Vielleicht

00:30:51: würde ich auch meine Beinhaare lieben.

00:30:53: Aber ich bin halt auch manchmal dann so schnell schnell, gell?

00:30:57: Und dann, ab und zu, dass ich mir meine Beine auch nur vorne.

00:31:01: Was denn?

00:31:03: Biggest Loll ist.

00:31:04: Entschuldigung.

00:31:05: Was ist das?

00:31:08: Guck mal, dann siehst du von der Seite so aus wie ich von vorne.

00:31:12: Weil

00:31:13: deine Waden sind

00:31:14: hart, mein Schienbein ist rasiert und ich hab einen halben Schnauzer.

00:31:22: Hier sind die zwei.

00:31:24: Die sind reicher, aber schön.

00:31:27: So und wenn jetzt du schon dieses Halbnackthema aufmachst mit Körperbehörung und so weiter, dann ist möglicherweise heute der Tag der Tage, wo wir darüber sprechen müssen, was wofür ich wirklich keinen Talent habe und es steht mir am Wochenende bevor und zwar sauna.

00:31:44: Und nein, wie könnte das passieren?

00:31:45: Ich habe überhaupt keinen Saunatalent.

00:31:47: Warst du schon mal in der Sauna?

00:31:49: Ja, natürlich.

00:31:49: Da war ich schon mal in der Sauna.

00:31:50: Bin ich gerne in der Sauna?

00:31:51: Nein, ich bin nicht gerne in der Sauna.

00:31:53: Und warum bin ich nicht gerne in der Sauna?

00:31:55: Weil ich Brüde bin.

00:31:56: Wenn man mich so kennenlernt, dann denkt man so, ah, die hat so eine große Klappe.

00:32:00: Und wie überhaupt?

00:32:01: In

00:32:01: mir drin bin ich eine brüde Person.

00:32:03: Und ich habe ein Problem mit Sauna.

00:32:05: So bist du.

00:32:05: Ja, und so.

00:32:06: Einmal im Jahr machen meine Mama, meine Schwestern, meine Älteste nicht hier.

00:32:10: Und ich wählen das Urlaub.

00:32:12: Und dann gehen wir natürlich auch in die Sauna.

00:32:13: Ist das der Mausflug?

00:32:15: Ja, genau, der Mäusegruppen Mausflug, der Mausflug.

00:32:17: Genau.

00:32:18: Und dann sage ich auch immer, ah, irgendwie schieniere ich mich da und wir sind ja unter uns, ja natürlich sind wir unter uns, das ist meine Mama, das sind meine Schwestern, das ist meine Nichte.

00:32:27: Und trotzdem... bin ich total angespannt.

00:32:30: Wenn Leute in die Sauna gehen zum Entspannen, dann kann ich das nicht verstehen.

00:32:34: Weil ich gehe in die Sauna, um mich anzuspannen.

00:32:37: Ich kann es einfach nicht.

00:32:39: Dann ist die Luft ein bisschen zu stickig.

00:32:40: Und dann war ich mal in der Sauna mit Freunden auf dem Junggesellinen Abschied.

00:32:44: Und dann kam der Saunermeister daher.

00:32:46: Der Saunermeister nennen wir ihn Stefan.

00:32:49: Ja, der hatte so ein Hühnerbrüstchen.

00:32:51: Und dann hatte der so ein bisschen nepalästisches Tuch um die Hüften.

00:32:55: Und dann fängt er an, dass er da sein Handtuch-Tanz macht.

00:32:58: Edel, der mit dem Handtuch den Eukalyptus durch die Luft.

00:33:01: Ich hab mir immer nur gedacht, Stefan bewegt dich nicht zu viel.

00:33:04: Ich möchte nicht, dass dein nepalästisches Handtuch dir über die Hüftknochen rutscht.

00:33:07: Und dann stehst du da und ich sitz vorne in der ersten Reihe.

00:33:11: Wir sind zu nah.

00:33:12: Und wenn dir das Handtuch über die Hüftknochen rutscht, dann schaue ich direkt auf deinen Penis.

00:33:16: Und ich könnte damit nicht umgehen.

00:33:17: Was soll ich denn tun?

00:33:19: So, und dann sagt meine Mama immer, jetzt hab dich doch nicht so.

00:33:21: Die Leute schauen nicht in der Sauna.

00:33:24: Da schaut doch keiner.

00:33:25: Da schaut hier niemand was weg.

00:33:26: Und dann sagt ich aber, Wenn die Leute nur halb so viel schauen, wie

00:33:31: ich, dann ist alles weg.

00:33:33: Weil ich will nicht schauen, das bemühe mich so.

00:33:35: Und dann malt mein Unterkiefer so aneinander, weil ich mich so

00:33:39: anstrege,

00:33:40: dass ich niemanden anschaue oder so angeschränkt in die

00:33:43: Augen schaue.

00:33:44: Und ich kann nicht mehr richtig atmen.

00:33:46: Und die Luft ist so tropisches Klima.

00:33:48: Und dann bin ich so angespannt und ich atme ganz flach.

00:33:50: Aber die Luft ist so komisch.

00:33:51: Und dann der Eukalyptus und dann tanzt der Stefan von mir.

00:33:54: Und ich bin auf jeden Fall vollkommen überfordert.

00:33:56: Und

00:33:56: Sauna ist für mich nicht entspannen.

00:34:00: Offensichtlich.

00:34:06: Hast du schon mal drüber nachgedacht, einfach nicht in die Sauna

00:34:10: zu gehen?

00:34:12: Ja, okay.

00:34:14: Darfst du dann trotzdem mit zum Mausflug, wenn du nicht in die Sauna gehst?

00:34:17: Ja, okay.

00:34:19: Da bist du schon mal auf der sicheren Seite.

00:34:21: Aber

00:34:21: im Wochenende fahre ich auf einen Junggesellinen-Obschied und da fahren wir in ein Wellness-Hotel und da wird wieder sauniert.

00:34:29: Aber ist es nicht so, weil ich weiß fast gar nichts über saunieren, aber was ich weiß, ist, dass man da nicht lang drinbleiben darf, oder?

00:34:37: Maximal in eine Viertelstunde.

00:34:39: Ja, ich weiß nicht, ob ich's...

00:34:42: Dann hast du immer Pippi Pause.

00:34:43: Und dann

00:34:44: aber auch, was mir auch nicht klar ist, dann bist du in diesem Saunenbereich.

00:34:48: Gehst du dann jetzt nackt in den Pool oder gehst du angezogen in den Pool?

00:34:51: Ich war mal mit dem Kommissario an dem Wellness Hotel und die einen saßen angezogen drin, die anderen saßen nackt drin, dann kannte ich mir überhaupt nicht mehr aus, dann saß ich am Montag angezogen, am Dienstag nackt, am Donnerstag war ich wieder

00:35:04: nackt und es war auf

00:35:05: jeden Fall alles komisch.

00:35:10: Und dann die Freunde, mit der wir jetzt zum Junggesellinen Abschied fahren, sie ist bekennende Nacktbaderin.

00:35:22: Die ist sogar in einem FKK-Verein.

00:35:23: Dann hat sie irgendwann mal gesagt, du kattier, schau mal her, deine Berührungsangst, die bekämpfen wir jetzt, jetzt fährst mal mit zu uns auf dieses Seegrundstück zu dem FKK-Verein und du wirst sehen, es ist ganz, ganz toll.

00:35:34: So, dann sind wir dahin.

00:35:35: Nein, dann... Gut, du erzählst mir gerade wirklich, dass du zu einem FKK-Sehgelände gefahren bist mit jemandem, der im FKK-Verein ist.

00:35:44: Echt, oder?

00:35:44: Ja.

00:35:46: So, und dann sind wir da schwimmen gegangen in diesem See, nackt, und vor ihr schienier ich mich nicht.

00:35:50: Wir sind quasi Sandkostenfreundinnen.

00:35:52: Kurze

00:35:52: Frage, würdest du mit mir nackt im See schwimmen gehen?

00:35:57: Ja.

00:35:58: Okay.

00:35:59: Ich schienier mich ja jetzt nicht grundsätzlich vor dir.

00:36:03: Kann ja sein, weil... Ja,

00:36:04: aber die Problematik ist dann... Schau, dann habe ich da mein Handtuch, dann gehe ich zum Seeufer.

00:36:10: Und dann bin ich schon unter Stress, dann kommt der Stress.

00:36:13: Stressbiegen steigt.

00:36:14: Und zwar steht da jemand hinter mir, jetzt muss ich ja kurz das Handtuch fallen lassen und dann muss ich aber ganz schnell ins Wasser.

00:36:19: Aber ich brauche ja immer lang bis ich... Ich meine, ich brauche den ganzen Sommer bis ich ins Wasser komme.

00:36:30: Es ist wirklich so, Sophie.

00:36:31: Meine Badesaison beginnt im Mai und im August habe ich die große Ziel im Wasser.

00:36:36: Es ist wirklich so, ich brauche einfach Zeit.

00:36:39: Vielleicht braucht er Zeit.

00:36:40: Aber wenn ich nackt baden soll, dann bin ich da total überfordert.

00:36:43: Also muss ich schnell das Handtuch loswerden.

00:36:45: Entweder muss ich zur Fleischbeschauung nackt am Ufer stehen oder nackt vor dem Whirlpool oder was auch immer.

00:36:52: Es sei denn, er hat sieben und dreißig Grad, weil ich ja bekennende Warmwasserfreundin bin.

00:36:57: Mein schönster Tag war und ich muss leider gestehen, es ist vielleicht maximal fünf Jahre her, als ich verstanden habe, was eine Therme von einem Hallenbau unterscheidet.

00:37:05: Ich habe verstanden, Therme ist mein Wetter, das Wasser ist warm.

00:37:08: Ich habe es nicht verstanden.

00:37:16: Aber ich habe auch bis letztes Jahr gedauert, dass ich verstanden habe, dass eine Thermosflasche ja nicht nur warm hält, sondern auch im Sommer total smart, das weiß ich natürlich auch, kalt hält.

00:37:26: What the fuck?

00:37:27: Ich

00:37:27: habe ihn nicht verstanden.

00:37:28: Egal.

00:37:30: Du auch nicht.

00:37:31: Nein, verstehe ich.

00:37:32: Ich verstehe es jetzt gerade.

00:37:35: Natürlich.

00:37:41: Das wird das geilste Jahr des Jahres.

00:37:44: Das wird das geilste Jahr.

00:37:45: Natürlich.

00:37:45: Die Thermos können halt auch

00:37:47: kalt.

00:37:47: Ja,

00:37:48: weil

00:37:48: du denkst, dass ich seit den dreiviertel Jahren immer Thermos-Sachen mit mir rumschleppe.

00:37:54: Dank.

00:37:56: Ja, jetzt check ich das.

00:37:58: Wieso habe ich das davor nicht gecheckt?

00:37:59: Warum hast du das noch nicht mit mir geteilt?

00:38:01: Weil ich dachte, dass das Standardwissen ist.

00:38:03: Okay, dann schauen

00:38:06: wir mal.

00:38:06: Reicher und dumm.

00:38:07: Ja, genau.

00:38:08: Wir sind gleich... Okay, warte mal, ich komme gerade überhaupt nicht darauf klar, dass ich in meine geile Thermoskanne ein Cocktail reinmachen kann und den ganzen Tag kann ich den Kalt genießen.

00:38:22: Ja.

00:38:22: Okay, geil.

00:38:23: Geil.

00:38:24: Alter, wie geil.

00:38:25: Erstmal sage ich jetzt Danke, weil ich glaub, dass du grad mein Leben verändert hast.

00:38:29: Schon wieder.

00:38:30: Schon wieder mein Leben verändert hast.

00:38:32: Und zweitens können wir noch mal ganz kurz zurück an deine große See, weil ich sag dir jetzt mal eins.

00:38:38: Vielleicht musst du einfach auch nicht nackt sein.

00:38:42: Ich, wenn saunieren gehe oder nackt baden gehe, bin ich die Person, die immer ein bademantel anhat.

00:38:49: Okay?

00:38:49: Okay.

00:38:50: Alles

00:38:50: klar.

00:38:51: So.

00:38:52: Ich bin beim Nackt-Baudiverein am FKK-Ufer von diesem wunderschönen, wirklich total schönen, sauberen, tollen See.

00:39:01: Dann sagt meine Freundin zu mir, hey, hast Lust, spielen wir eine runde Federball.

00:39:05: Nackt!

00:39:06: So, jetzt pass auf.

00:39:08: Dann gehen wir zum Badminton-Netz.

00:39:10: Und ich hatte so ein Überwurfkleid und hab mir gedacht, ja, damit ich mir keinen Sonnenbrand hol, würde ich mir gerne was über die Schultern ziehen.

00:39:17: Also, ob ich mir ein Kleid übergeworfen, ein Kleid, das ich mir vorher natürlich extra so eingepackt habe, dass es entsprechend lang ist, damit ich nicht in eine komische Situation komme.

00:39:26: Und irgendwie gilt es ja offiziell noch als FKK-Baden, weil ich hatte ja kein Höschen an.

00:39:32: Dann?

00:39:35: Wieso jemand sagt, die sind

00:39:36: angezogen und du hebst zu deinem Hämtino.

00:39:38: Nein, hier ist mein Teambereich.

00:39:43: Gleich hier.

00:39:44: Mit Haden, links.

00:39:49: Okay, weiter.

00:39:50: Und dann kommt dieser Federball-Buddy.

00:39:53: Ich will es auch gar nicht Badminton nennen, sondern im FKK-Kontext heißt es Federball.

00:39:58: Ich fühle mich, ich weiß so, wie ich mich gefühlt habe.

00:40:01: Kennst du die Disney-Verfüllung von Robin Hood,

00:40:03: wo

00:40:04: die Freundin von Made Marry'n, weiß ich, Marry'n?

00:40:08: Ja, Made Marry'n.

00:40:09: Wo

00:40:10: der

00:40:10: Fuchs,

00:40:10: gell?

00:40:11: Ja, genau.

00:40:11: Diese Tante Gluck oder was die Henne?

00:40:13: Ja.

00:40:14: So, und die spielen ja immer Federball.

00:40:16: Und die hat ja auch nur einen Oberteil.

00:40:18: Die hat ja auch einen Knasch.

00:40:22: Und jetzt ist sie im Garten und spielt Federball.

00:40:24: Ja, so.

00:40:25: Und jetzt sind ein paar Mal die Kloake auf der Rom.

00:40:27: Ja, ja, schon klar.

00:40:30: So, und dann kommt dieser Kumpel von meiner Freundin, der mit an diesem Federballspiel teilnehmen möchte.

00:40:38: Nennen wir ihn?

00:40:40: Robert.

00:40:41: Nennen wir ihn Robert.

00:40:42: Robert.

00:40:44: So, und dann sagt Robert, ah gute Idee wegen der Sonne, ich ziehe mir auch ein T-Shirt über, dann zieht sich der ein T-Shirt über.

00:40:52: Das bist du zum Bauchnerbe.

00:40:53: Der Robert

00:40:53: aus dem Lackt-Badeverein zieht sich ein T-Shirt über und dann spielen wir Federball und ich war so überfordert, ich wusste gar nicht welchen Ball ich schlagen soll.

00:41:06: Also meine Freundin Robert sei die Eier und ich Federballer gespielt.

00:41:13: Katja, ich sage dir jetzt mal was, okay?

00:41:16: Du kriegst von mir einen Orden dafür, dass du es probierst.

00:41:19: Ich habe die allergrößte Hochachtung für dir.

00:41:22: Das ist kein Scheiß, das meine ich, das kommt gerade aus meinen Herzen raus in deinem Gesicht.

00:41:26: Kommt das raus dahin, dass du mit alt, ich meine Entschuldigung, was hast du uns jetzt zehn Minuten lang erzählt, wie schüchterlich es ist, nackt zu sein.

00:41:34: Aber gleichzeitig erzählst du uns, dass du dich darauf einlässt, an einen FKK-Nacktbadestrand zu gehen.

00:41:40: Ich meine, wie cool kann man denn sein?

00:41:42: Das finde ich großartig, aber vielleicht weißt du es jetzt auch einfach.

00:41:45: Vielleicht weißt du jetzt auch einfach, dass es nichts für dich ist.

00:41:48: Ist doch okay.

00:41:49: Ich muss sagen, das schwimmen nackt im See.

00:41:52: Ein wunderbares Gefühl.

00:41:54: Finde ich wirklich schön.

00:41:55: Finde ich ganz toll.

00:41:56: Aber eine Sache, die mich ja wirklich noch maximal verstört.

00:41:59: In diesem Ganzen saunieren nackt FKK Kult.

00:42:03: Dann sind da alle nackt.

00:42:04: Und dann geht da einer nacktschwimmen und sieht sich eine Taucherbrille

00:42:21: über.

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