#18 Die, in der alles im Fluss ist

Shownotes

Was ist ein 1A-Einserjahr? Katja teilt schwesterlich ihre Hose und Sophie hätte fast Saxophon-Karriere gemacht.

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00:00:00: Oh, warte mal, ist das Fernsehschauen und dabei was schaffen oder was machen oder richtig?

00:00:06: Gut, Fernsehschauen und gar nichts anderes dabei machen.

00:00:09: Was

00:00:09: ist effizient, das Fernsehschauen?

00:00:11: Wir schauen nicht auf Doppel der Geschwindigkeit.

00:00:13: Sondern, das sind ja Filme, die habe ich alle schon mal gesehen.

00:00:16: Das heißt, ich kann einen Handlungsstrang ignorieren, der, der mich nicht interessiert.

00:00:20: Das heißt, ich schaue die Filme, deswegen schaue ich so viel auf dem Handy, weil ich einfach nur den einen Handlungsstrang durchschaffe.

00:00:27: Ich

00:00:28: springe immerhin und interessiere mich doch überhaupt nicht, wer das Weingut vom Vater in Südtirol am Ende des Tages übernimmt.

00:00:34: Ich möchte sehen, mit wem die Anna knickknack macht.

00:00:39: Ist das geil, das heißt, die Szenen, wo es nicht um das geht, was sich interessiert, die skippst du?

00:00:43: Genau.

00:00:43: Schlaub ums die und dann... Und das schaffst du es wahrscheinlich in einem Drittel der Zeit, oder?

00:00:47: Genau.

00:00:48: Das ist effizientes Fernsehschauen.

00:01:09: Hey,

00:01:12: Freundin.

00:01:13: Ja.

00:01:14: Es ist soweit.

00:01:16: Erinnerst du dich, als wir vor vier Wochen hier saßen und ich auf einmal sagte, ach du meine Güte, ach du Schreck, Alphabübsch, heinte nein.

00:01:27: Ich hab mich angeblutet.

00:01:30: Erinnerst du dich?

00:01:31: Hier in der Demonstration.

00:01:32: Weißt

00:01:32: du noch, als du wie Sankt Martin schwer das der Hose geholt hast und deine Jeans geteilt

00:01:39: hast.

00:01:41: Und wir beide mit der halben Hose.

00:01:42: Das sind so viele Nebelen, so falsch.

00:01:46: Aber du hast ganz schwesternlich, hast du mir sofort einen Schlüpfer und eine Jeans gebracht und ich habe mich gar nicht... Ich geniere mich schon eine Weile nicht mehr dafür, dass ich menstruiere.

00:01:56: Hast du das irgendwann aufgegeben?

00:01:57: Hast du aufgehört, dich zu menstruieren?

00:02:00: Dich zu genieren fürs menstruieren?

00:02:02: Ja,

00:02:03: okay.

00:02:04: Ja, ich bin immer noch so, wenn ich irgendwo bin und meine Periode habe und auf die Toilette gehe, um das OB zu wechseln, dass ich es immer noch heimlich aus meiner Tasche nehme und heimlich... meine Hosentasche stecke und dann auf die Toilette gehe.

00:02:18: Tatsache!

00:02:19: Ja, erst kürzlich so passiert.

00:02:21: Ich dachte

00:02:21: du sagst, wenn ich woanders auf den Club bin, schaue ich, dass ich keine Blutflecken hinterlasse, denke ich mir, okay, mache ich auch.

00:02:26: Das ist jetzt Bärminimum.

00:02:27: Die sind human, die sind sie.

00:02:29: Die sind human, die sind sie.

00:02:32: Was ich sagen will, ist, der Tag ist die Herausforderung des Jahres, ja?

00:02:37: Ich bin fertig mit den Nerven.

00:02:39: Es läuft aus mir unten alles raus, was nur rauslaufen kann, okay?

00:02:43: Das lasse ich einfach so stehen.

00:02:45: Hab ich übrigens, das, genau.

00:02:47: Mein Kollege ist ein Ende dreißigjähriger, ähm, junger Mann.

00:02:55: If you know, you know.

00:02:57: Ein Ende dreißigjähriger Mann, mit dem ich vor, also bevor wir angefangen haben zu arbeiten, trinken wir ein Käffchen, rauchen eine Zigarette, weil manche Menschen... Konsumieren Tabak und das ist einfach normal.

00:03:09: Ich finde es schön, dass du keine nicht rauchende Illusionen ins neue

00:03:12: Jahr trägst.

00:03:12: Nein, nein, das passiert nicht.

00:03:15: So, dann sitzen wir da und dann guckt er mich an und sagt, du hast eine ganz schöne Augenringe.

00:03:20: Ob ich hier unterwegs war oder feiern war, dann gucke ich an und meine ich so, euer Bruder.

00:03:25: Er ist das erste Periundentag.

00:03:27: Weißt du, was aus mir rausläuft?

00:03:29: Das ist nicht mehr feierlich.

00:03:31: Dann guckt, reißt er die Augen auf und sagt, danke für die Information.

00:03:35: Und ich war auf.

00:03:36: Ich war aggressiv.

00:03:36: Dann gesagt, was, findest du das grausig?

00:03:39: Findest du das ekelhaft, dass Frauen ihre Tage haben?

00:03:42: So!

00:03:43: Und dann war er ehevoll nett.

00:03:44: Dann meint er so, ah, ist anstrengend.

00:03:46: Sorry, tut mir voll leid.

00:03:47: Und ich sitze da und denke mir, die ganze... Also, ich bin wieder mehr... Es ist einfach zu viel.

00:03:54: Ein Period ist einfach viel zu viel.

00:03:56: Und dann habe ich auch noch Migräne aus der Hölle.

00:03:58: Es ist einfach viel zu viel.

00:04:00: Und dann stehe ich da und denke mir, wisst ihr was?

00:04:03: Wisst ihr was?

00:04:04: Menschheit und Patriarkat und alle haltet euren Mund, schließt euren Kopf, okay?

00:04:11: Ich bin nicht schwach.

00:04:12: Ich bin auch nicht das schwache Geschlecht.

00:04:14: Frauen sind auch nicht das schwache Geschlecht.

00:04:16: Wir sind das Geschwächtegeschlecht, okay?

00:04:20: Und ihr nutzt es alle aus.

00:04:22: So, und das ist mein Wort zum Dienstag.

00:04:27: Frau Highfire Lol.

00:04:29: Highfire, bitte.

00:04:30: Und somit wissen jetzt alle Menschen da draußen, die uns zuhören, dass ich stark menstruiere und gerne darüber spreche.

00:04:38: Und damit können wir es dann jetzt auch gut sein lassen, wenn du willst.

00:04:41: Du siehst gar nicht so aus, als ob du weiter mit mir über meine Periode reden willst.

00:04:47: Sophie, möchtest du dich mitteilen?

00:04:49: Möchtest du irgendwas sagen?

00:04:50: Liegt dir irgendwas auf dem Herzen?

00:04:51: Ich bin einfach nur fertig.

00:04:55: Schau, it's running.

00:04:56: Also passt alles.

00:04:57: Ich bin doppelt safe.

00:04:58: Ich hab zwei Perioden Unterhosen übereinander an.

00:05:01: Ich finde ...

00:05:02: Unsere Tragen.

00:05:03: bei dir wird ein Downmantel.

00:05:04: Ja, genau.

00:05:05: Aber ich ziehe Unterhosen übereinander an.

00:05:08: Ich bin froh, dass ich's heute hierher geschafft hab.

00:05:12: Zu dir, in unser Podcastfenster.

00:05:14: Nicht sehr darauf gefreut.

00:05:16: trotz all der Umständen, ob sie natürlicher Natur oder physischer Natur oder physiologischer Natur sind, ist mir, wusst ich, sitze hier mit Blick.

00:05:27: Hast du noch ein paar Wortneuropfungen einbauen?

00:05:29: Physi...

00:05:30: Nee, sonst sociologischer Natur, temporärer Natur.

00:05:36: Ich kenne viele Schöneröter.

00:05:38: Theologischer Natur.

00:05:39: Theologischer Natur.

00:05:40: Auch auf theologischer Ebene hätte mich heute was zurückhalten können.

00:05:44: Weißt du ja nicht.

00:05:45: Also ich, hast du die Bibel gelesen?

00:05:47: Weißt du, was drin steht?

00:05:50: Ich habe sie nicht ganz gelesen.

00:05:52: Das gebe ich offen und ehrlich zu.

00:05:55: Schau, dass wir beim Bibel lesen ist bei mir, wie wir mit den Serien schauen.

00:05:59: Die, die mir besonders gut gefallen, die schaue ich immer wieder.

00:06:01: Und so ist es auch bei der Bibel.

00:06:03: Die Weihnachtsgeschichte zwirbel ich mir jedes Jahr rein.

00:06:06: Also das heißt, die Bibel steht sinnbildlich für unterschiedliche Filme und unterschiedliche Serien.

00:06:11: Oh, das ist

00:06:12: mein Leben.

00:06:12: Wie heißt noch mal der eine Film mit dem Kinderkriegen im Stall?

00:06:18: Wie heißt der Film, wo diese Jungfrau, wo diese Jungfrau da noch immer schwanger

00:06:23: ist

00:06:24: und der am Schluss irgendwie hingerichtet wird und daraus eine Weltreligion wird?

00:06:28: Sicher, ne?

00:06:28: Oh ja, die Tillinowela.

00:06:32: Hört sich nach was Bayerischem an.

00:06:36: Frau Heilfeierloll, wusstest du, dass dieses Jahr Eigentlich dein Glücksjahr werden müsste.

00:06:45: Kennst du das, wenn du durch Social Media scrollst und dann bleibst du bei irgendeinem Homebook hängen, wo du dir aber vollkommen gebannt zwölf Kacheln durchliest?

00:06:53: Das ist mir jüngst so passiert.

00:06:55: Als ich erfahren habe, dass dieses Jahr ein sogenanntes Einzerjahr ist.

00:07:01: Was ist ein Einzerjahr?

00:07:02: Ja, pass auf.

00:07:03: Also, ich bin so einem Sliding.

00:07:06: Ist es so mit Magic Numbers und irgendwie so ein Weltsaal und so?

00:07:10: Wirklich?

00:07:11: Okay, weil viele meiner Freundinnen sind dafür sehr zugänglich, würde ich jetzt bei mich nicht unbedingt sagen.

00:07:16: Aber

00:07:17: ich fall da immer wieder rein und lese mir das durch und finde das super interessant.

00:07:21: Das Problem ist nur, dass ich bis zum Ende des Jahres das vergessen habe, dass ich das Anfang des Jahres gelesen habe und so eigentlich nie weiß, ob es in Erfüllung gegangen ist oder nicht.

00:07:29: Okay.

00:07:30: So, das ist mein kleines Verdammnis.

00:07:31: Aber ganz egal, weißt du denn, was eine Quersumme ist?

00:07:34: Ja.

00:07:35: Was ist eine Quersumme?

00:07:36: Also, man nimmt alle einzelnen Positionen der Zahl und der Tierziehe.

00:07:40: Okay.

00:07:41: Was ist die Quersumme vom Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr,

00:07:51: im Jahr, im Jahr,

00:07:52: im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr,

00:07:55: im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr,

00:08:01: im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr,

00:08:05: im Jahr, im Jahr, im.

00:08:06: Was kriege ich dann?

00:08:06: Den Kreisumfang.

00:08:09: Okay, wir bleiben bei der Quersumme.

00:08:11: Eins.

00:08:11: Ja.

00:08:11: ... ist deshalb ein sogenanntes Einseirjahr.

00:08:15: Okay,

00:08:16: wir machen die Einseirjahre mit uns.

00:08:17: Ja, sag's mir!

00:08:18: Was

00:08:18: für was, nach was klingt denn ein Einseirjahr für dich?

00:08:22: Einseirjahr.

00:08:23: Einseirjahr.

00:08:24: Super, gut.

00:08:25: Ja, wissen wir, Headlines kann sie.

00:08:28: Die Frau Heier-Feier.

00:08:29: Das Einseirjahr steht für ich-Bewusstsein.

00:08:32: Nice.

00:08:32: Schöpfungskraft.

00:08:34: und einen Neubeginn.

00:08:37: Also es ist ein sehr motivierendes, gutes, dynamisches Jahr.

00:08:43: und die Frage, die man auch in diesem Einzerjahr sich stellen darf, die über allem schwebt, was will entstehen.

00:08:50: Das finde ich geil.

00:08:50: Das macht mich richtig an.

00:08:51: Also das kriegt mich richtig.

00:08:53: Red weiter.

00:08:54: Das kriegte ich jetzt auch.

00:08:55: Das Einzerjahr findet im neunjährigen Zyklus statt.

00:09:00: Zyklus!

00:09:03: Das Einzeljahr ist ein sogenanntes Saatjahr.

00:09:05: Es geht nicht darum zu ernten, sondern es geht darum zu säen, quasi die Richtung vorzugeben für die nächsten acht bis neun Jahre.

00:09:14: Ja, genau

00:09:14: das machen

00:09:15: wir ja.

00:09:16: Ja, und weißt du in welchem Tierkreis Zeichen?

00:09:20: Ist es nicht das Pferd?

00:09:21: Ja, es ist das Feuerpferd.

00:09:23: Ist Feuerpferd?

00:09:25: Ich kann es fast gar nicht sein, das Feuerpferd.

00:09:27: Es gibt flochende Feuerpferd.

00:09:32: Das Feuer fährt mit dem Fleck.

00:09:34: So, das war jetzt mein kleiner astrologischer Exkurs.

00:09:37: Okay, das finde ich geil.

00:09:38: Ich verkaufe alles.

00:09:40: Da kann ich noch was dazu.

00:09:41: Oben drauf schmeiß ich noch was oben drauf.

00:09:43: Und zwar habe ich von meiner Mutter heute mein Jahresleuchtwort bekommen.

00:09:47: Das ist ein Jahresleuchtwort.

00:09:49: Ich will auch ein Jahresleuchtwort.

00:09:51: Wenn Sie schon zu mir nicht zum Haushalt machen kommen darf, dann will ich wenigstens ein Jahresleuchtwort.

00:09:55: Ich organise dir auch ein Jahresleuchtwort.

00:09:58: Und mein Jahresleuchtwort ist... Visionär.

00:10:02: Ja, cool.

00:10:03: Krass, oder?

00:10:04: Das ist doch ... Das ist gut, so starten wir solide ins neue Jahr.

00:10:07: Ich

00:10:07: finde auch.

00:10:08: Das lässt sich wohl wirklich sehen und hören.

00:10:11: Da können wir staunen, was kann man denn noch alles?

00:10:14: Das hört sich auf jeden Fall nach einem guten Jahr an.

00:10:16: Und diese Erkenntnis hatte ich

00:10:17: auch

00:10:18: heute Morgen, als ich aufgewacht bin.

00:10:21: Ich schlug meine Augen auf und blickte an die Decke und dachte mir, was für ein Datum ist heute.

00:10:30: Und dann, doch fuhr es mich durch Marc und Spein.

00:10:34: Was ist es?

00:10:36: Die vierte Staffel der Landarztpraxis hat längst angefangen, mich auf Vergessen zu schauen.

00:10:43: Fünf Folgen warten auf mich an einem Stück.

00:10:45: Und bist du das glücklichste, das glücklichste Wesen im Fenster jeweils?

00:10:49: Ich bin das

00:10:49: glücklichste kleine Feuerpferd, das du niemals gesehen hast.

00:10:54: Und wann's, wie bist du dir die rein?

00:10:56: Ja, hab ich natürlich schon angefangen.

00:10:58: Heute ne Früh schon im Bad, während den Zähne putzen, dann auf den Pott, dann vorhin beim Essen.

00:11:03: Echt, oder?

00:11:04: Ja, und weiß was auch, das ist jetzt wieder voll gemein, wenn ich das sag.

00:11:06: Aber ich mochte die letzte Protagonistin, die Ella, die mochte ich nicht so gern.

00:11:12: Okay, warte, warte, warte.

00:11:14: Da will ich tiefer reingehen.

00:11:17: Was im Gegensatz zu der vorherigen Protagonistin hat dir denn nicht gefallen?

00:11:25: Sie hat mich in ihrem ganzen Look and Feel nicht so abgeholt.

00:11:28: Ich mochte ihr Storyboard nicht.

00:11:31: So die unehrliche Tochter, die auf einmal irgendwie aus Essen nach Wiesenkirchen kommt und dann versucht den alten Kreuz irgendwie um den Finger zu wickeln, damit sie eigentlich mag, weil sie sich eigentlich die Liebe eines Vaters wünscht, aber sie hat sie ewig nicht bekommen.

00:11:43: und dann ist es ein Hin und Her und überhaupt.

00:11:45: Und dann freundet sie sich mit ihrer eigentlichen Schwester an und es ist Das ist mir zu telenoveläug.

00:11:52: Also da kommen wir dann schon langsam bei der Landtagspraxis in die Unglaubwürdigkeit.

00:11:55: Aber das passt mir nicht mehr.

00:11:56: Das

00:11:56: verstehe ich gut, Katja.

00:11:57: Ich kann das gut verstehen.

00:11:59: Da bin ich auch zufrieden.

00:12:00: War da eine Folge dabei, die du mir empfehlen kannst?

00:12:02: Hast du zweiten Staffel?

00:12:04: Werb meine Lieblingsprotokone ist, denn der Isar und Lukas.

00:12:08: Siehst die Ärztin und er ist der Bergritter.

00:12:10: Du bist so

00:12:10: lustig einfach.

00:12:11: Ich kann es einfach nicht glauben.

00:12:12: Du bist einfach so, ja.

00:12:13: Geil, das gönn ich dir aber von Herzen.

00:12:15: Weißt

00:12:15: du, dass du die Landtagspraxis am Schliersee drehen?

00:12:18: Nein.

00:12:19: Das ist nicht so weit weg.

00:12:20: Du würdest da gerne mal hinreisen.

00:12:21: Können wir da mal ein Tagesausflug

00:12:23: gucken?

00:12:23: Ja, da gibt's doch Schlier ... Vom Schliersee gibt's doch diesen Sliers ... Was ist das?

00:12:28: Whiskey?

00:12:29: Oder so was in so'n abgefahrenes Spirituose, die hier eigentlich nicht gemacht wird.

00:12:34: Den Schlierhofitz.

00:12:35: Schlier ...

00:12:36: Der war auch nicht schlecht.

00:12:39: Schlierhofitz.

00:12:40: Mir ist heute auch was richtig...

00:12:41: Nein, stopp, ich bin noch nicht fertig.

00:12:42: Verzeihung.

00:12:43: Und die Protagonistin auf jeden Fall ist der dritten Staffel, die ich nicht so gern mochte.

00:12:47: Die ist jetzt mit ihr Macker, den sie am Ende gekriegt hat, auf Urlaub gefahren.

00:12:50: Jetzt ist sie grad mal nicht da, in der vierten Staffel.

00:12:52: Fängt schon gut an, dachte ich mir nicht schlecht.

00:12:54: Geht klar für mich.

00:12:55: Geht klar für dich.

00:12:55: Ja, bin gut für

00:12:56: dich.

00:12:56: Ich hoffe, dass das eine gute Zeit für dir da haben werde.

00:12:59: Du und all die ganzen anderen Leute aus der Landarschpraxis vom Schlürsee, wo eventuell Whisky gehergestellt wird, aber man ist sie nicht sicher.

00:13:08: Ich bin mir nicht sicher.

00:13:10: Mir ist heute was richtig, richtig Geiles passiert.

00:13:13: Und deswegen erzähle ich es dir jetzt.

00:13:15: Und zwar, ich singe total gerne.

00:13:19: Ich singe einfach gerne.

00:13:20: Ich mag das einfach gerne.

00:13:21: Das macht ultra viel mit mir.

00:13:23: Da fühle ich mich richtig gut dabei.

00:13:26: Also da geht es gar nicht darum, dass ich irgendwie finde, dass ich besonders schön singen kann oder so, sondern einfach das nur zu tun.

00:13:32: Das macht es mir sehr, sehr... wohlig und warm.

00:13:36: Und ich merke auch vermehrt, wie ich wieder mehr singe.

00:13:38: So, das ist was, was wieder mehr Raum in meinem Leben annimmt.

00:13:41: Und ich lasse dann die Stöpsel im Ohr ganz tief drin, dass ich meine Stimme nicht so richtig höre, sondern nur so im Kopf.

00:13:46: Und dann bin ich ja, ich bin ja dann Adele.

00:13:48: Genau, wo meine Vorstellung des Star

00:13:50: ist.

00:13:51: Genau, also ich bin ja, also manikfaltige Protagonistin.

00:13:54: Auch da,

00:13:54: das ist dann, das ist dann dieses Zwischenstadium, wo man auch keine Textstolpern hat.

00:13:59: Ja, genau.

00:13:59: Man beherrscht den Text, man spricht auch sämtliche Sprachen.

00:14:01: Hast du mich schon mal mir den Markeber patta patta?

00:14:04: Sie fließen südafrikanisch.

00:14:05: Ja, aber hallo, da bin ich mir.

00:14:10: So geil.

00:14:11: Und die Leute, die blöden Leute meinen immer, die singen, du dummer Sack, ja von wegen.

00:14:14: Überhaupt

00:14:15: nicht.

00:14:15: Genau, aber das ist ja der Zauber von Musik auch einfach ein bisschen, finde ich schon.

00:14:20: Und

00:14:21: ich habe als Teenagerin in einem Chor gesungen und das fand ich auch richtig cool.

00:14:25: Und irgendwie hat das aber gerade keinen Platz und vor allem kein Budget.

00:14:30: Weil, was ich natürlich total gerne machen würde, wäre Gesangsunterricht nehmen.

00:14:34: So, das finde ich mir total klasse.

00:14:37: Aber das kann ich nicht.

00:14:39: Und es macht doch nur Spaß, wenn du das dann einmal in der Woche machst.

00:14:42: Erinnern wir uns an meinen Riesenfällen mit dem Saxophon.

00:14:45: Ich wollte es jetzt

00:14:46: kurz nicht aussprechen.

00:14:46: Ja, ich weiß.

00:14:47: Ich hab's in deinen Augen, hab ich die kleinen Saxophone aufblinken sehen.

00:14:50: Da kann ich auch ganz transparent sein.

00:14:55: Ich hatte mal ein Saxophon.

00:14:59: Hast du es nicht immer noch?

00:15:00: Nein,

00:15:00: jetzt hab ich es nicht mehr.

00:15:01: Ich hatte es ein Jahr lang.

00:15:04: Meine Schwägerinnen und mein kleiner Bruder hatten die grandiose Idee, wirklich grandiose Idee, nochmal Shout Out an die zwei, mir für ein Jahr einen Saxophon zu mieten.

00:15:15: Und es ist auch in so eine Zeit reingefallen, wo ich so lost war, da die Depression war auch richtig heftig zu der Zeit und so.

00:15:21: Und ich habe immer wieder davon gesprochen, irgendwie, dass auch Musik, vielleicht wäre das was, was mich auf andere Gedanken bringt oder was, was ich gerne lernen würde, irgendwie was machen.

00:15:28: Blablabla, Leberkäse.

00:15:30: Auf jeden Fall haben die zwei mir dann für ein Jahr lang ein Saxophon ausgeliehen.

00:15:36: Und das konnte ich ein Jahr lang damit machen, was ich wollte.

00:15:39: Und ich hatte große Pläne.

00:15:42: Ich hatte so große Pläne, dass ich mir einen Instagram-Account gemacht habe.

00:15:53: Vorschritt meines Sachserwohnenspiels quasi zu begleiten, zu dokumentieren, ein kleines

00:16:00: digitales Tagebuch

00:16:01: und um der Welt zu zeigen, was man schafft, wenn man dran bleibt und wenn man eine Vision hat und wenn man fleißig ist und wenn man übt.

00:16:10: und was für ein Talent ich eigentlich bin unerkannt, aber nach einigen Monaten und das Ganze auf Social Media, so habe ich mir das vorgestellt.

00:16:21: Also habe ich quasi den Instagram-Kanal gehabt, bevor ich die erste Saxophonstunde hatte.

00:16:41: Er heißt Saxo-Sophie.

00:17:01: Kurz gedacht, du hast dich irgendwie so Mrs.

00:17:03: Saxo-Beat.

00:17:05: Mrs.

00:17:06: Saxo-Beat.

00:17:07: Das wär scheinlich, hätte das mal mit dir machen sollen, der das bessere Ideen gehabt.

00:17:11: Also, Saxo-Sophie, diesen Instagram-Kanal.

00:17:16: Der hat nie ein einziges Foto geschweige, denn ein Video oder wie ich mir vorgestellt hab, coole Reels gehabt.

00:17:22: Nein.

00:17:23: Nein.

00:17:25: Er hat das Saxophon niemals gesehen.

00:17:27: Niemals gesehen.

00:17:28: Hast du's

00:17:28: mal gesehen?

00:17:29: Ich hab's gesehen.

00:17:30: Ich war sogar bei zwei Saxophonstunden.

00:17:34: Es gab nur folgende Problematik.

00:17:37: Zum einen war das einfach sau-teuer.

00:17:40: Da kostet halt so eine ... ... forty-fünfminütige Einheit oder ... oder dreißig Minuten, relativ wenig.

00:17:46: Fünfzig Euro hat das gekostet und das konnte ich mir einfach maximal alle zwei Wochen halt leisten.

00:17:53: Das kann ich ganz transparent zu sagen.

00:17:56: Und alle zwei Wochen ist dann einfach am Anfang wirklich nicht so frequentiert, da musst du dann wirklich dazwischen richtig selber fleißig sein.

00:18:06: Das ist mir schwer gefallen.

00:18:07: Ja,

00:18:08: aber bist du nicht so viel Fleiß-Heier-Feierler?

00:18:11: Fleiß-Heier-Feierler?

00:18:13: Ja, du hast recht, Katja.

00:18:14: Es hat auch mich erstaunt, dass ich das nicht durchgezogen habe.

00:18:17: Jeden Tag, wie ich es mir gedacht habe, eine Stunde Saxophon zu üben.

00:18:21: Stattdessen habe ich einfach gar keine Stunde Saxophon geübt.

00:18:24: Und was ist die zweite Problematik?

00:18:26: Ich wusste nicht genau, was ich machen soll, dann habe ich quasi zahlbar gar nichts

00:18:29: gemacht.

00:18:29: Genau, ganz genau, du dummes Ding.

00:18:31: Hast du eigentlich gar nichts gelernt in der Therapie?

00:18:33: Offensichtlich nicht.

00:18:35: Naja, es greift halt noch nicht alles, gell?

00:18:37: Und dann gab es noch eine zweite Problematik.

00:18:39: Und zwar, ich war mir so aufgeregt bei diesen zwei Saxophonstunden.

00:18:45: Und es hat total Spaß gemacht.

00:18:46: Dieser Typ war echt ein cooler Lehrer und er hat so mit mir so gefreestylt.

00:18:50: Und das fand ich eigentlich schon ganz cool.

00:18:52: Also der hat so mir so ein paar Griffe beigebracht und dann hat er so ein bisschen meine Musikalität gecheckt.

00:18:57: Also er hat am Piano irgendwie so jessige Vibes gespielt und ich durfte so ein bisschen dazutreten und fand das ganz schick, weil ich konnte nämlich auch schon gleich... Losblasen.

00:19:08: Ich bin nämlich eine geübte Holzbläserin, weil ich ja, so wie auch du, in meiner Jugend Klarinette gespielt habe.

00:19:16: Das habe ich vergessen.

00:19:19: Das habe ich

00:19:19: mir gerade geschafft.

00:19:20: Stimmt, wir haben beide Klarinette gespielt.

00:19:23: Also ich wusste noch, dass ich Klarinette gespielt habe.

00:19:26: Ich weiß noch was.

00:19:27: Ich auch angefangen habe, Klarinette zu spielen.

00:19:29: Ich glaube, ich hatte acht Wochen Unterricht und habe noch immer keinen einzigen Ton rausgebracht.

00:19:33: Ja,

00:19:34: so schwer.

00:19:34: Ich

00:19:35: habe schon Tränen aus meinen Augen rausgepresst.

00:19:38: Sie haben das schwarze Edelholz der Klarinette berührt und sind hinuntergeflossen.

00:19:43: Und der Klarinettenlehrer hatte sehr, sehr großes Mitleid mit mir.

00:19:48: Und du bist aber dran geblieben.

00:19:49: Das finde ich auch stabil von dir.

00:19:51: Irgendwann konnte ich dann Klarinette spielen.

00:19:56: Vor allem konnte ich Soundtracks spielen und das wird dir gefallen, weil ein Musiker, von dem wir Soundtracks mögen, ist... Nicht Rio Reiser, sondern Nicky Reiser, der von Pünktchen und Antonsang trefft.

00:20:09: Ach ja, stimmt.

00:20:10: Das ist so schön.

00:20:11: Und der hat auch meine, möglicherweise muss ich es klarstellen, kommende Woche, ich meine, dass er auch den Soundtrack zum Caroline Link-Film jenseits der Stille gemacht hat.

00:20:23: Ah, mhm.

00:20:24: Und dieser Film hat meine Mutter sehr begeistert und mich dann auch begeistert und dadurch kam die Idee, Clarinette zu spielen und diesen ganzen Soundtrack habe ich.

00:20:32: Und genau, Punkt.

00:20:33: Voll schön.

00:20:34: Klarinette, auch ultrageiles Instrument.

00:20:36: Klarinette,

00:20:37: ein tolles Instrument, weil das so variabel ist.

00:20:39: Ich habe ja meine hier in der Wohnung und habe es jetzt aber seit längerer Zeit überhaupt nicht ausgepackt.

00:20:46: Aber das werde ich demnächst mal wieder tun.

00:20:50: Ja, weil das Ding ist nämlich das, dass ich damals keine eigene Klarinette hatte.

00:20:53: Die haben wir einfach geließt, solange ich Klarinette

00:20:55: auch spielte.

00:20:56: Genau.

00:20:57: Und dann kam die Idee mit demusizieren und irgendwie war es dann Saxophon.

00:21:00: Ich weiß auch gar nicht warum, ich nicht einfach.

00:21:02: zur Klarinette noch mal gegriffen hab.

00:21:04: Vielleicht wären wir das viel mehr zugänglich gewesen.

00:21:08: Wie auch immer hätte, hätte Pups-Tablette, wie mein Vater immer sagt.

00:21:14: Ich hab mich für Saxophon entschieden, bin zu den Saxophonstunden hin.

00:21:17: Jetzt war ich da immer so nervös, dass ich so Angstschweiß hatte, der so ganz, ganz unangenehm gerochen hat.

00:21:24: Richtig unangenehm.

00:21:25: Wie so alte Zwiebeln.

00:21:29: Also alte Zwiebeln frisch aufgeschnitten.

00:21:31: Und stell dir vor, du hättest auch noch menstruiert währenddessen.

00:21:34: Ja,

00:21:34: jetzt mal.

00:21:38: Entschuldigung.

00:21:39: Entschuldigung auch.

00:21:40: Ich nehm das zurück.

00:21:41: Ich wollte das nicht sagen, das kam so raus, gepullobert.

00:21:44: Wie heute alles einfach aus mir rausläuft.

00:21:47: Das ist doch wohl, hier laufen die Wörter, die Rinnen aus, meine Munde heraus, so wie alle.

00:21:52: Es ist der Flusttag.

00:21:54: Also auf jeden Fall war mir das zu teuer und dann hab ich auch noch so hart gestunken immer, dass ich mir irgendwie war das dann so Ah, war das da irgendwie zu viel?

00:22:03: Und dann habe ich mir gedacht, ach jetzt, ich habe mir das Buch, also das Lernbuch und bla.

00:22:07: alles gekauft und so.

00:22:08: Und dann habe ich mir gedacht, ich mache das jetzt mal ein bisschen selber und bla, ja, das hat nicht funktioniert.

00:22:13: Das war wirklich schade.

00:22:14: Das habe ich sehr bedauert.

00:22:15: Das Stand man entstand es dann sehr, sehr lange im Wohnzimmer.

00:22:20: Dann habe ich es woanders hingestellt, weil ich es ja einfach nicht mehr ertragen konnte und die Schwelle war zu hoch.

00:22:25: Ich habe es nicht geschafft.

00:22:27: Ich weiß, es blöd.

00:22:28: Ich hab's nicht geschafft.

00:22:29: Ich hab ja eine Musik-Schul-Depression, wollte ich sagen.

00:22:44: Ich war immer ein sehr hobbyüberflutetes Kind und habe sämtliche Instrumente gespielt und gelernt, schon im sehr frühen Alter.

00:22:54: Was warst du für ein reiches Kind?

00:22:56: Bei uns war ein Instrument pro Kind und eine Beschäftigung pro Woche.

00:23:00: Das war es.

00:23:02: Vielleicht war es wichtig, dass ich aus dem Haus bin.

00:23:04: Ist ja die Frage mal gestellt.

00:23:07: Vielleicht.

00:23:09: Jedenfalls.

00:23:10: Also ich war ein sehr hobbybeschäftigtes Kind.

00:23:12: Unter anderem auch mit Musikunterricht, Flötenunterricht und zwar nicht hier so Kindergartenplastikflöte.

00:23:20: Sondern schöne Holzblockflöte.

00:23:22: Schon richtig.

00:23:22: In der Musikschule.

00:23:23: Nicht in der Kindergartengruppe.

00:23:26: Genau.

00:23:26: Und als nächstes habe ich dann Klavier gelernt.

00:23:33: Und ich bin aufgewachsen in einem Haus.

00:23:35: Es war auf so einem Berg oben und die Musikschule war unten.

00:23:40: Es war der sogenannte Gymnasiumsberg, weil die Musikschule im Gymnasium unten war.

00:23:45: Und da bist du halt so keine Ahnung, zwanzig Minuten gegangen, aber war schon ziemlich steil.

00:23:50: Und ich war es halt so gewohnt, ich packe meine Flöte ein, ich packe meine Noten ein und gehe runter in die Musikschule und nach diesem Unterricht gehe ich wieder den Berg nach oben.

00:24:00: Und es hat mir kurz bevor ich angefangen habe, dass ich in die erste Klavierstunde gehe, Kopfzerbrechen bereitet, weil ich mir gedacht habe, wie zur Hölle soll ich jeden verdammten Donnerstag dieses Klavier von meinem Haus in die Musikschule und wieder zurückbringen.

00:24:19: Und wir reden von einem großen Holzkrawier.

00:24:21: Nicht ein Keyboard, ein Holzkrawier.

00:24:24: So kein Kinderköpfe.

00:24:26: Wie alt warst du da?

00:24:27: Neun, acht, neun?

00:24:29: Erste, sieben, acht,

00:24:30: sieh, acht.

00:24:31: Ist das... Oh Gott, stell

00:24:32: dir vor!

00:24:33: Ich habe mich schon gesehen mit so einem fetten Seil über dem Rücken und dieses Klavier hochziehen, wie Sisyphus den Stein.

00:24:41: Das ist immer wieder bei der Bibel.

00:24:42: Und habe mich schon hochsingen.

00:24:44: Ja, jedenfalls war ich dann sehr leichter, dass ich festgestellt habe, dass es... Nicht so ist, sondern dass dort in der Musikschule ein Klavier auf mich wartet.

00:24:52: Gott sei Dank.

00:24:54: So, und dann habe ich viele Jahre Klavier gelernt und ich würde sagen, ich kann Klavier spielen?

00:25:01: Nein.

00:25:02: Wirklich nicht?

00:25:03: Und zwar, weil für mich ein Instrument spielen können, beherrschen können ist, so wie mein Onkel der Musiker ist.

00:25:11: Der setzt sich hin und sagt, ich spiele jetzt einen Plus in Edur.

00:25:15: Und dann spielt er was.

00:25:17: Und der hat einen Gehör für Harmonien und für Akkorde usw.

00:25:21: Und ich hatte eine Klavierlehrerin.

00:25:23: Und mit der musste ich immer irgendwelche schiefen, blöden, Mozart-Editüden rauf und runterspielen.

00:25:29: Das war Musik, die mich nie ergriffen hat.

00:25:31: Die hat mich nicht begeistert und die konnte mich auch nicht gut für dieses Instrument begeistern.

00:25:35: Und irgendwann habe ich dann verlangt und habe gesagt, wir müssen was anderes spielen.

00:25:38: Wir müssen Rack spielen, wir müssen Jazz spielen, wir müssen Blues spielen.

00:25:41: Und ich möchte eigentlich das können.

00:25:43: Ich möchte ein Instrument... spüren.

00:25:46: Ich will mich hinsetzen und da einfach was dazuspielen können.

00:25:48: Und entweder war ich einfach viel zu untalentiert, dass sie sich gedacht hat, das bringt bei der dummen Nuss sowieso nichts mehr, das zu lernen.

00:25:55: Ja, oder sie hat es einfach versandten lassen.

00:25:57: Und

00:25:59: außerdem muss ich dazu sagen, dass sie im Sommer immer Tops anhatte, die eigentlich wie Feindripp unter Händen waren.

00:26:07: Das waren die zwei Tausender und die neunzehende der Neunziger und Anfangs zwei Tausender.

00:26:11: Und die hatte nie ihre Achselhaare rasiert.

00:26:13: Und dann hat die immer über mich drüber gegriffen und mir irgendwann einen Griff gezeigt.

00:26:16: Und ihre Achselherchen haben immer meine Schulter gekitzt.

00:26:21: Das war nicht auch blöd am Klavierunterricht.

00:26:23: Das kann ich mir vorstellen.

00:26:24: Und jetzt ist es so, dass ich jetzt da sitze und eigentlich eine Musikschuldepression habe und mir denke, ich kann überhaupt nix, obwohl ich wahrscheinlich besser Klavier spielen kann als achtzig Prozent der Gesellschaft, aber ich mir denke, ich mich so darauf fokussiere auf das, was ich dort nicht kann und auf diese kleinen Axelhaare, die mich hier ein bisschen an der Schulter küsselt, dass ich es überhaupt nicht mehr mag.

00:26:45: Das finde ich so schade, weil ich könnte gute Freundinnen gebrauchen, die gut Klavier spielen können.

00:26:50: Ja, dann such dir eine.

00:26:51: Mann.

00:26:52: Ich bin es nicht.

00:26:53: Aber wenn es ist, wenn ich ... Hättest du nicht Interesse irgendwie einen Klavier zu haben, um da noch mal ran zu gehen, weil es ist so ein tolles Instrument.

00:27:01: Ich hätte im Nachgang, wenn ich es mir überlegt, hätte ich, glaube ich, gern Gitarre gelernt.

00:27:05: Ein Instrument des, was geselliges ist, dass man sich einpackt, dass man mit zum Lagerfeuer nimmt.

00:27:09: Das passt aber

00:27:10: so gut zu dir.

00:27:11: Und ich musste immer auf die Bühne.

00:27:14: Ich wurde immer auf die Bühne zu Vorspielabenden gezerrt.

00:27:18: Und ich habe es gehasst, weil du weißt, dass ich ein Aufregungsproblem habe und dann so zittrig bin.

00:27:24: Und keiner braus

00:27:25: magst.

00:27:26: Genau.

00:27:28: Ja, und je älter ich geworden bin, desto schrecklicher wurden diese Vorspielabende für mich.

00:27:33: Ich stand auf der Bühne, einsam mit meiner Blockflöte, hab gezittert wie so eine Schlangenbischwörterin und da mein Lied runtergespielt.

00:27:41: Beim Klavier muss ich so zittern, dass ich die Tast nicht getroffen hab.

00:27:44: Dann hat mein älterster Freund ganz liebe Grüße an meinen Freund, nennen wir ihn Philipp.

00:27:51: hat dann mit mir immer vierhändige Stücke beim Vorspielabend aufgeführt und hat quasi die Stimme, dass er zum Publikum hin saß, immer abgedeckt, damit wir zusammen was spielen konnten, weil ich so aufgedeckt war.

00:28:02: Wirklich,

00:28:02: aber warum musstest du das dann machen?

00:28:04: Das tut mir so leid.

00:28:07: Na gut, das tut mir richtig leid.

00:28:09: Das höre ich und speichere ich ab, weil das ist was, was mir passieren könnte, dass ich das meinem Kind mal aufbürde, weil ich ja auch so ein Fan von dir bin.

00:28:19: Und irgendwie Bühnen, die an unserer Familie auch einen Stellenwert haben.

00:28:24: Ja, du kannst ja auch Applaus.

00:28:26: Ja, ich kann auch Applaus.

00:28:27: Und du zitterst nicht, so wie ich.

00:28:29: Nee.

00:28:29: Wobei, ich muss mal auf der Bühne singen, da

00:28:31: schon gesehen

00:28:31: wird.

00:28:31: Was ja

00:28:31: auch ein blödes Instrument ist.

00:28:33: Für ein Kind ist voll viel zittert.

00:28:35: Dann gib mir doch verdammte Kastagnetten in die Waubel nicht mehr flöte.

00:28:41: Stimmt, das wäre ja viel schlauer gewesen.

00:28:43: Aber generell mit Zittern ist ein Instrument ja auch eine Herausforderung.

00:28:46: Außer die Zitter.

00:28:50: Mir ist heute was, wo wir beim Thema Musik sind, was sehr Schönes passiert hat, auch was mit Musik zu tun.

00:28:55: Ach ja, genau, deswegen sind wir da überhaupt geladen.

00:28:57: Genau, das wolltest du eigentlich vorhin schon.

00:28:58: Das ist ja nicht nur kurz gebraucht.

00:29:00: Also, singen, finde ich geil, oder?

00:29:04: Mache ich auch gerne.

00:29:05: Ich habe auch meinen Chor gesungen.

00:29:06: Ja, und im Chor singen ist ja auch wirklich Borm Boloni sopran.

00:29:11: Ja, Supran eins, aber ich gehör da gar nicht hin, wenn wir uns ehrlich sind.

00:29:14: Meine liebe Freundin und sehr talentierte Sängerin und Musikerin, die hier ganz in der Nähe,

00:29:19: ah,

00:29:20: der könnte ich dich mal schicken.

00:29:23: Jetzt fällt's mir ein.

00:29:25: Die würdest du mir sagen, du bist alt.

00:29:27: Stimmlicher alt.

00:29:28: Stimmlicher

00:29:29: alt.

00:29:29: Oh Gott, altho.

00:29:31: Ich hab damals Supran gesungen, ich schätze nicht, dass ich das noch schaffe.

00:29:34: Ich hab jetzt seitdem, sagen wir mal ... Lass es mal zwei Komma sieben Millionen Zigaretten sein, die ich geraucht habe.

00:29:40: Das hört man.

00:29:41: Es ist keine Sopranstimme mehr.

00:29:43: Aber ist ja auch Wurst.

00:29:45: Auf jeden Fall habe ich damals in einem Korb bei uns im Dorf gesungen und da haben wir ein Projekt mit einer isländischen Stimmbildnerin und Gesangslehrerin gemacht.

00:29:55: Der Ehrename ist Rosa.

00:29:56: Das kann ich auch einfach so sagen.

00:29:58: Und das war totales geile Projekt.

00:30:01: Da haben wir so ... Simon und Garfunkel, Sachen gesungen mit der zusammen.

00:30:06: Es hat Ultraspaß gemacht.

00:30:08: Ziert dann auch noch solo gesungen.

00:30:10: Tolle Sängerin auch.

00:30:11: Es war großartig.

00:30:12: Ich war so sechzehn, schätze ich mal, maximal siebzehn.

00:30:16: Und dann habe ich auch eigentlich gar nicht mehr gesungen.

00:30:18: Ab und zu mal irgendwie vereinzelt mit der Band von meinem Vater, aber quasi nie.

00:30:23: Und ich mache es aber halt so gerne.

00:30:25: Es tut mir so gut.

00:30:26: Ich bin keine ... so.

00:30:27: Ich mache es einfach gerne.

00:30:28: Ich finde, dass du es sehr schön singen kannst.

00:30:30: Ja, es gibt auch Tage, da kann ich total schön singen.

00:30:32: Und dann gibt es halt die ganzen anderen Tage, wo ich gar nicht schön singen kann und mir immer denke, ich wünsche, das wäre konstanter.

00:30:38: Ich wünsche, ich könnte Gesangsunterricht nehmen.

00:30:41: Und dann scheitert das halt auf jeden Fall.

00:30:45: Stehe ich heute in der Arbeit in dem Restaurant, den ich arbeite und die Frau kommt rein.

00:30:50: Diese Frau von damals, zwanzig Jahre später.

00:30:52: Die isländische Rosa.

00:30:54: Und ich habe die in den letzten zwanzig Jahren bestimmt noch dreimal getroffen.

00:30:58: Wir sind noch dreimal irgendwie aufeinander getroffen.

00:31:01: Und es war immer super, super nett mit ihr, super nett.

00:31:04: So, und jetzt kommt die heute rein.

00:31:06: Und ich erkenne sie, kurz habe ich gebraucht, dann habe ich sie erkannt an ihrer Stimme, wie sie guckt, wie die strahlt es auch.

00:31:12: So eine wunderschöne Frau, die ist wahrscheinlich mittlerweile schon sechzig.

00:31:20: Mhm.

00:31:21: Aber die ist, also die sieht ... Also, die sieht ja einfach so groß.

00:31:25: Also, das sieht wie die Strahlt irre.

00:31:27: Und wir quatschen und sie erkennt mich gleich, was ich auch super, super, super klasse fand.

00:31:32: Hat mich zwar nach meinem Namen gefragt, aber es war klar, sie checkt, wo sie mich einordnet und so.

00:31:38: Und dann fragt sie, uns singst du noch?

00:31:41: Und dann ich so, ah, leider, leider nicht mehr.

00:31:44: Und das ist voll schade.

00:31:46: Aber irgendwie klappt es nicht.

00:31:47: Vielleicht so gerne mal Gesangsunterricht genommen, aber irgendwie bla, bla, bla.

00:31:50: Und dann sagt sie, Montags singe ich immer mit meinem Frauenchor.

00:31:54: Komm noch montags mal zu mir in den Frauenchor.

00:31:56: Und ich steh da und mein so, ja, ja, ja, klar, auf jeden Fall.

00:32:00: Sie hat einen Chor, der trifft sich montags.

00:32:03: Und da ist ein Frauenchor und da wird gemeinsam gesungen, von Achtzehn Uhr dreißig bis zwanzig Uhr dreißig.

00:32:09: Übertrieben geil, einfach so cool, sie mir ihre Telefonnummer gegeben.

00:32:13: Ich sag's dir, nächsten Montag geh ich zum Chor.

00:32:16: Geh ich hin.

00:32:17: Dann hab ich noch viel gesagt, hey, bisschen blöd, ich hab ein Kind, montags hab ich meistens... Eher, keine Möglichkeit, die... Nimm sie einfach mit.

00:32:24: Klar, nehme ich die mit, gehe ich mit meinem Kind zum Frauenkorb.

00:32:27: Wie geil.

00:32:27: Darf man da gesangliche Skills oder darf man da einfach hingehen?

00:32:31: Ich schätze mal, dass man da schon irgendwie ein bisschen was vorsingen muss, damit sie sagt, wo man sich da einreit.

00:32:35: Aber ich schätze mal, dass man da mit mitkommt, hast du Bock zu singen?

00:32:38: Ich

00:32:38: glaub schon, ja.

00:32:39: Ja, ist so geil, Katja.

00:32:41: Und meine heiße, geliebte, schönste Frau der Welt Freundin, nennen wir sie... Josaki, diese Freundin hat mir vor ein paar Monaten erzählt, dass sie jetzt in dem Chor singt.

00:32:52: Und ich war, ich hab mich so für sie gefreut, aber ich war so brunzneidisch.

00:32:56: Ich war so brunzenneidisch auf sie, dass ich jedes Mal, hab ich an sie gedacht und mir gedacht, heute hat sie Chor probiert.

00:33:04: Heute geht sie zum Singen.

00:33:06: Ich hab mir nur gedacht, kümmer dich halt drum, Sophie, jetzt kümmer dich halt drum, dann guck halt, wo du singen kannst, wenn du's so gern willst.

00:33:12: Ich schaff es nicht, und was passiert dann?

00:33:14: Sehr schön.

00:33:14: Das Universum öffnet sich und schickt mir die Rosa vorbei.

00:33:17: Komm mit, wir gehen zum Singen, zum Encore.

00:33:20: Das finde

00:33:20: ich geil.

00:33:21: Das finde ich richtig cool.

00:33:22: Das ist auch richtig cool.

00:33:23: Nehmen wir mein Kind noch mit, dann kann die schön, die Trellante, Glockenhelle Stimme da mit rein.

00:33:28: Hättest du wirklich Lust?

00:33:29: Mich wird es voll interessant.

00:33:31: Da hätte ich grundsätzlich Lust drauf, ja.

00:33:34: Also ich schreibe der jetzt mal und schätze mal, dass ich Montag gleich hingehen möchte, wenn die sich jetzt auch gleich diesen Montag treffen habe.

00:33:40: Ich schätze mal schon.

00:33:41: Cool, oder?

00:33:42: Voll cool.

00:33:44: Das arbeitet

00:33:45: jetzt noch ein bisschen in mir.

00:33:47: Aber es ist nur ein Frauenchor.

00:33:49: Sie hat gesagt, es ist ihr Frauenchor.

00:33:51: Wenn du heute diese ganze Folge in so einen feministischen Hauch tatscht, wollte ich sagen, dieser Folge so einen feministischen Touch geben, dann habe ich was für dich.

00:34:06: Also eigentlich bin ich eine gebrochene Person.

00:34:08: Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Wort richtig aussprechen

00:34:12: kann.

00:34:12: Okay.

00:34:13: Aber da ja du, unsere englische Sprachexpertin bist, Hermine Gringer.

00:34:17: Ah, danke.

00:34:18: Das ist angekommen, ja.

00:34:21: Sag dir Bechteltest, was?

00:34:25: Bechtel?

00:34:26: Ja, der Bechteltest.

00:34:28: Heißt das Bechtel?

00:34:29: Ich glaube schon.

00:34:29: Das ist ein

00:34:30: nichtwissenschaftlicher Test.

00:34:31: Das ist ein Sexismus-Test.

00:34:34: Ach, das ist doch das mit dem, wie viele Frauen in Filmen reden, oder?

00:34:37: Genau, man muss drei Fragen stellen.

00:34:39: Ah

00:34:39: ja, Horace.

00:34:40: Gibt

00:34:40: es mindestens zwei Frauenrollen in dem Film?

00:34:44: Da fällt dann schon viele Filme.

00:34:46: Ja.

00:34:47: Sprechen diese beiden Frauen miteinander?

00:34:50: Miteinander.

00:34:52: Und

00:34:53: unterhalten sie sich miteinander über etwas anderes, außer über einen Mann.

00:34:58: Ah, okay.

00:34:59: Und dann ist der Bechteltest positiv oder negativ?

00:35:02: Genau.

00:35:02: Das ist dann entweder bestanden oder nicht bestanden.

00:35:06: Und du hast den Bechteltest bestanden, wenn die Frauen zu Wort kommen, Mann oder anders.

00:35:09: Genau.

00:35:09: Und wenn sie mehr Inhalt in ihrem Austausch haben als in den Typen.

00:35:14: Okay.

00:35:14: Und wie sagt man dann?

00:35:15: Der Film Bechtelt.

00:35:17: Genau, der Film Bechtelt.

00:35:19: Der hat voll abgebächtelt.

00:35:20: So,

00:35:20: und jetzt habe ich natürlich einige meiner Filme, meiner liebsten Filme.

00:35:25: dem Test unterzogen, ob sie nun bechteln oder nicht bechteln.

00:35:28: Und wie hat das abgebechtet?

00:35:30: So,

00:35:30: und jetzt muss ich wieder was zwischenschieben in meinem Storytelling, weil ich es ja liebe, spannend und künstlich aufzubauen.

00:35:39: Ich war hier kürzlich mal auf Reisen und habe die EU verlassen.

00:35:44: Du erinnerst dich, ich habe nicht das Flugzeug verpasst, ich habe das Flugzeug genommen und habe es bis nach London geschaffen.

00:35:49: Bis zu Ende

00:35:49: geflogen.

00:35:50: Genau, so.

00:35:51: Und dann war ich in London unterwegs.

00:35:53: Und habe mir mein kleines filmisches Liebesherz gefüllt mit einem Ausflug auf die Portobello Road nach.

00:36:01: Notting Hill.

00:36:02: Ach

00:36:02: Gott, ja.

00:36:03: Es war wunderschön.

00:36:04: Ich war glückselig.

00:36:05: Ich glaube es.

00:36:06: Ich bin durch diesen Markt geschlendert, habe den Travelbook-Store gesehen.

00:36:09: Und dann dachte ich mir, nein, ich kann es jetzt im Kommissario nicht antun, dass er noch mehr Häuser mit mir angucken und suchen muss.

00:36:16: Und wir standen da, haben auf eine Freundin gewartet.

00:36:18: Ich habe gesagt, ja, ich rauch kurz einen.

00:36:20: Insgesamt dachte ich mir, wo ist das Haus mit der blauen Tür?

00:36:23: Wo ist das?

00:36:25: Ja, und der Kommissario stand mir gegenüber und auf einmal habe ich an ihm vorbeigeschaut und hinter ihm.

00:36:31: War die Tür.

00:36:32: Und dann ist mein Herz aufgegangen.

00:36:33: Und dann habe ich natürlich ... Jetzt ...

00:36:37: Ist er rausgekommen.

00:36:38: Sag bitte, was er rausgekommen ist.

00:36:40: Jedenfalls habe ich jetzt natürlich beflügelt von meinem Ausflug nach UK, nach Notting Hill.

00:36:48: Habe ich mir den Film angeschaut wieder und ich liebe ihn sehr.

00:36:52: Und was soll ich sagen, Sophie?

00:36:54: Er besteht den Bechteltest.

00:36:56: Er bechtelt nicht.

00:36:58: Nicht?

00:36:59: Nee.

00:36:59: Wieso?

00:37:00: Nee, also es gibt eine traurigende Frauenrolle, das ist Julia Roberts als die Schauspielerin.

00:37:07: Die anderen zwei Frauen sind die Schwester und eine Freundin, die einfach nur so ein bisschen so Randnotizen sind.

00:37:15: Dann gibt es noch ein paar Frauen, die ihr dated.

00:37:17: Die Frauen sprechen miteinander im eins zu eins.

00:37:24: Ja, auch nicht wirklich.

00:37:26: Irgendwas Griffiges, ich sage auf jeden Fall, erbechtelt nicht.

00:37:31: Schade.

00:37:32: Ja, und ich bin ein bisschen enttäuscht.

00:37:35: Ja.

00:37:37: Ja, verstehe ich natürlich, verstehe ich natürlich.

00:37:41: Ist aber auch ein Film aus der Zeit, aus der er ist, ne?

00:37:45: Ja, man darf es nicht aus der Zeit reißen.

00:37:48: Und es ist auch, ich finde, dass er gar nicht so schlecht gealtert ist.

00:37:53: weil Julia Roberts am Ende ja eigentlich auch die ganze Zeit macht, was sie will.

00:37:58: Also klar, am Schluss kommen sie irgendwie zusammen und so, aber sie macht auch all das, was sie macht, was sie es machen will.

00:38:04: Das finde ich schon ganz cool.

00:38:06: Und ich finde den Bechteltest spannend, aber ich hoffe, er macht jetzt nicht nothing.

00:38:10: Höhe kaputt, weil das ist echt ein Schöne.

00:38:12: Das ist wirklich eine schöne Schnulze.

00:38:13: Und mit diesem Soundtrack von Ronin Keating, ich meine, the smile on your face lets me know that you love me, there's the truth in your eyes.

00:38:22: You will always leave me.

00:38:25: Never leave me.

00:38:26: Das ist doch so schön.

00:38:28: Da kriege ich Gänsehaut beim Dran denken.

00:38:31: Wirklich schön.

00:38:32: Was auch ausgesprochen gut gealtert ist, ist die Nanny.

00:38:35: Ich

00:38:37: liebe die Nanny.

00:38:40: Wer ist deine Lieblingsfigur in die Nanny?

00:38:43: Eigentlich jeder.

00:38:44: Die Großmutter.

00:38:46: Oh

00:38:46: ja, sie ist schon.

00:38:47: Ich kannte mal.

00:38:48: Kinderfreundinnen von mir, deren Großmutter.

00:38:52: Ja, sah so aus.

00:38:53: Hatte auch so ein blau-lasch-Stich in ihren Haaren.

00:38:56: Ja, geil.

00:38:57: Die hat immer ein bisschen ausgesehen, wie die Jäder.

00:38:59: Ja.

00:38:59: Wie die

00:38:59: Jäder von Upfkufen.

00:39:02: Jäder von Upfkufen.

00:39:03: So schön, das finde ich richtig cool.

00:39:05: Und auch die Nähne gefällt mir, wie die da so sexy durch ihr Leben startet, aber sich überhaupt nicht darauf irgendwie reduzieren lässt und auch einfach so ihr Ding... Nein.

00:39:14: Nein, nein, nein, nein, nein, nein.

00:39:15: Sie ist kein leichtes Mädchen, sondern das Thema, das wird auch immer... Ich hab gerade... alle Folgen geschaut.

00:39:23: Relativ.

00:39:23: Weswegen hattest du keine Zeit zum Saxophon üben?

00:39:25: So sieht es aus.

00:39:26: Ja, weil ich so viel Nähne geschaut habe.

00:39:28: Doch ich finde schon, dass das ganz gut gemacht ist.

00:39:31: Ich liebe die Nähne.

00:39:32: Ich würde die jetzt nicht zerreißen.

00:39:34: Aber du willst mir doch nicht sagen, dass die nicht jemand ist, die sich auch mal auf ihr gutes Aussehen und auf ihren Körper reduzieren lässt und...

00:39:43: Nein.

00:39:43: Entschuldigung, sie ist

00:39:44: da und hofft ihr Leben lang darauf, dass Der Trottel von Maxwell Sheffield ist wirklich ein

00:39:52: Trottel.

00:39:53: Er

00:39:53: ist nicht die hellste Kerze im Leuchter.

00:39:55: Sass ihm uns einig, oder?

00:39:56: Aber

00:39:56: so ist es nicht ganz.

00:39:57: Die will doch schon eigentlich das sehr, die einfach wegheiratet.

00:40:00: Nee, das stimmt so nicht ganz.

00:40:02: Also, sie startet nämlich dort in diesem Haus und sie ist halt auch einfach, wie sie ist, sie ist friend, fein, aus, ähm, she was workin' and I'm in the town of Brighton Flashin' Queens, genau.

00:40:13: Das ist so schwer mitzusingen.

00:40:15: Ich weiß.

00:40:15: Und ich kann es immer noch nicht.

00:40:16: Und ich habe gerade alle Folgen geguckt, meistens mit Intro.

00:40:19: Ich meine das ernst.

00:40:20: Alle sechs Staffeln.

00:40:21: Mit, keine Ahnung, achtundzwanzig Folgen.

00:40:23: Also, gar die Folge mit Schlomo-Chef viel.

00:40:25: Alles.

00:40:25: Ich habe alles gesehen.

00:40:27: Und ich will dazu sagen, sie ist, sie ist so, sie ist von dort, da sieht man so aus, da hat man die Haare, da hat man die kurzen Hoffnung, sie möchte das, sie möchte das,

00:40:36: aber sie, ja,

00:40:37: aber sie geht nicht in das Haus, um Mr.

00:40:40: Schäffelt um den Finger zu wickeln, sondern sie verliebt dem gut, sie verliebt sich auch in denen.

00:40:44: Ja, ja, ja, ja auch in sie, nur dann hat er es wieder zurückgenommen.

00:40:47: Und

00:40:47: dann hat er das zurückgenommen.

00:40:50: Es ist so ein bisschen franzmäßig.

00:40:52: Auf jeden Fall.

00:40:54: sagt sie aber auch immer wieder, klar will sie heiraten, sie will aber nicht heiraten, um zu heiraten, sondern sie will halt eine Familie gründen und Mutter sein und so das.

00:41:03: Ja, das stimmt.

00:41:04: Und es geht nicht nur ums heiraten und es gibt auch diverse Situationen, wo sie sich dagegen entscheidet und sagt, also nur um zu heiraten, ist es das jetzt auch wieder nicht.

00:41:11: Ja, das

00:41:11: stimmt.

00:41:12: Und sie

00:41:12: will auf den Trottel heiraten, weil sie auch seine Kinder liebt und auch, glaube ich, von denen auch einfach

00:41:18: auch gerne Mama sein will.

00:41:19: Sie hat auch einfach, und er ist auch nicht so ein Crazy-Trottel, weil er hat, er ist halt immer noch irgendwie Trauer und rechtserrissen mit seiner ganzen Situation als Vater und Produzent.

00:41:27: und ich ganz ehrlich

00:41:29: Katja.

00:41:29: Er ist schon ein bisschen doof.

00:41:30: Katja, Andrew Lloyd Webber macht ihm das Leben zur Hölle.

00:41:35: Ich mein, das musst du schon noch einfach bedenken.

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