#15 Die, in der Sophie für Sprengstoff sorgt

Shownotes

Wie umgehen mit amputierten Gliedmaßen? Sophie will in die Tele-Medizin schnuppern und Katja unbedingt nach Bielefeld.

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00:00:00: Sophie, stell dir vor, du spielst dein Leben lang Lotto.

00:00:06: Und dann kommt dieser Tag der Tage.

00:00:09: Und du nimmst den Lotto-Schein raus und vergleichst ihn mit den Zahlen, die gezogen wurden.

00:00:15: Und du stellst fest, eine richtige, die zweite richtige.

00:00:20: Die dritte Zahl passt auch noch.

00:00:23: Die vierte,

00:00:24: die fünfte.

00:00:25: Du hast ein sechser Lotto.

00:00:27: Und du hast ein Sex am Lot.

00:00:29: Oh,

00:00:29: da wie geil.

00:00:30: Und du freust sich so dermaßen und dann wird dieses Gefühl von Freude übermandt, von kompletter Überforderung.

00:00:37: Ja, kann ich mir genauso vorstellen, ja.

00:00:40: Genauso ging's mir diese Woche.

00:00:42: Als du Lot gespielt

00:00:43: hast?

00:00:43: Quasi.

00:00:44: Warum

00:00:44: nehmen wir hier auf und nicht in New York?

00:00:47: Hä?

00:00:49: Weil's in unserem Podcastfenster viel gemütlicher ist.

00:00:53: Ja, also stell dir diese Situation vor, also du arbeitest ... Also vergleichbar mit einem Karriereweg.

00:00:59: Du arbeitest da ewig drauf hin und dann ist es tatsächlich so weit.

00:01:03: Und genau so ging es mir natürlich diese Woche.

00:01:07: und da kam dann komplette Überforderung.

00:01:10: Okay, es war kein Sex am Lotto.

00:01:12: Es war vergleichbar mit einem Sex am Lotto.

00:01:14: Du bist nicht Millionärin.

00:01:16: Well let me tell you something, mister.

00:01:18: I'm rich.

00:01:19: Millionärer fish.

00:01:20: Spat.

00:01:23: Spat.

00:01:24: What?

00:01:25: Beautiful, beautiful.

00:01:27: We must be beautiful.

00:01:30: Reich, aber schön, mit Katja

00:01:32: Kokolores und Sophie Highfire Lawl.

00:01:37: Meine Freundin Sophie schreibt mir auf WhatsApp und sagt, Katja, empfehle mir...

00:01:48: Jetzt trecke ich dich.

00:01:50: Empfehle mir eine Serie.

00:01:54: die du gut findest.

00:01:55: Du hast jetzt die Chance, mir eine Serie zu empfehlen, weil deine Kernkompetenz ist es, Fernsehe zu schauen.

00:02:02: Ja,

00:02:02: genau.

00:02:02: Das habe ich dich gefragt.

00:02:05: Ich glaube, du hast gesagt, du wirst jetzt eine... wie hast du gesagt?

00:02:10: Eine Feldstudie starten.

00:02:12: Eigentlich wollte ich einfach... Ich starte jetzt ein Experiment.

00:02:15: Ich will jetzt eine Folge Fernseh schauen.

00:02:21: Ich will eine Folge Fernsehschauen.

00:02:23: Und ich will bitte, dass du mir irgendwas empfiehlt.

00:02:25: Und ich möchte die neueste Folge davon anschauen, zu gucken, ob ich alles verstehe.

00:02:35: Und du schickst mir diese Nachricht?

00:02:38: Mir wird ganz warm und ich hyperventiliere bei neu.

00:02:41: Ja, du

00:02:41: warst so überfordert.

00:02:43: Es war so witzig.

00:02:43: Ich

00:02:44: bin komplett überfordert.

00:02:45: Es war so

00:02:45: lustig.

00:02:46: Es war so lustig.

00:02:47: Und ich dachte, ich tu dir einen Riesengefallen.

00:02:49: Ich dachte, du sagst einfach eine Sache.

00:02:53: Sofort.

00:02:54: Da war ich mir sicher.

00:02:55: Da kommt alla Minute selb.

00:02:57: Die Antwort rauser.

00:02:58: dabei heißt, das komplett zerdacht.

00:03:00: So wie

00:03:01: mir liegt, die große weite Welt des Fernsehens zu füßen.

00:03:05: Und dann sage ich noch, ja, was soll denn das sein?

00:03:07: Soll das irgendwie so eine Schnulzenliebesache sein oder eine Arzt-Serie, Ärztinnen-Serie?

00:03:13: Und dann entscheidest du dich für eine klassische Ärztinnenausbildung.

00:03:18: Und dann muss ich dir irgendeine Folge... Und ich kann mich überhaupt nicht entscheiden.

00:03:23: Und ich habe bis heute diese Frage nicht beantworten können.

00:03:27: Ich habe keine Empfehlung aussprechen können, weil ich so überfordert war.

00:03:31: Und

00:03:31: ich habe bis heute keine einzige Folge Fernsehen geschaut.

00:03:37: Ich warte noch auf deine Empfehlung, mein Lieberschatz.

00:03:40: Hau raus, lass es dir noch mal durch den Kopf gehen.

00:03:42: Ich möchte eine Folge sehen, bei der all das passiert, dass die was erzählen im beiläufigen Gespräch, um alle Menschen ins Boot zu holen.

00:03:54: Das soll passieren, weißt du?

00:03:56: Wie nennst du das immer, die Telenovela-Moment?

00:03:59: Den will ich haben, ich will was absurdes, eine absurde Heilung oder irgend.

00:04:04: das will ich haben und das ganze soweit fortgeschritten in der Timeline, dass ich dann mir überlegen kann, ich als Einsteigerin, die gar nichts weiß, verstehe ich alles.

00:04:12: Das wollte ich, ich wollte das Gefühl, ich wollte reingehen, reingehen in die Materie.

00:04:17: Ja, aber ich habe jetzt die komplette Palette zur Verfügung von sowas alten Trashigen wie Dr.

00:04:23: Stefan Frank.

00:04:24: Das zum Beispiel wäre interessant, ja.

00:04:25: Über

00:04:25: Dr.

00:04:26: Styree.

00:04:28: bis zu Bettys Diagnose, weil es wird ja fälschlicherweise immer gesagt, ich schau gerne den Bergdoktor.

00:04:33: Ich habe in meinem Leben noch keine Folge Bergdoktor gesehen, nur in einem Ausschnitt die mit dem Arsch von deinem Bruder.

00:04:42: Ich wollte gerade sagen, du hast doch den Po von meinem Bruder angeschaut.

00:04:45: Ja,

00:04:45: weil ich es mir von dir raussuchen habe lassen.

00:04:48: Das war eine gute Folge.

00:04:52: Ansonsten, ich

00:04:52: habe das noch nie komplett gesehen.

00:04:54: Dann gibt es aber ja auch Filmreihen.

00:04:56: Praxis mit mehr Blick, schaue ich total gerne.

00:04:58: Spielt auf Rügen.

00:04:59: Ja?

00:05:01: Also es gibt wirklich die komplette Palette und es überfordert mich komplett.

00:05:05: Das, was ich zum Beispiel nie geguckt habe, war so was wie Grey's Anatomy.

00:05:08: Ja, darum vorn red ich nicht.

00:05:09: Ich rede von Deutsch am Telefon.

00:05:14: Ich rede von deutschem Fernsehen.

00:05:16: Ich will eine Folge Fernseh schauen.

00:05:19: Ja, das ist für

00:05:19: mich eine tiefen philosophische Frage, über die muss ich weiter nachdenken.

00:05:24: Mach's

00:05:24: doch vielleicht anders und stell dir vor, es ist eine Badewanne voller Forellen.

00:05:30: Und du musst einfach nur reingreifen und raus holen.

00:05:32: Voll die etliche Vorstellung.

00:05:33: Nein, weil das ja dann die total hohe Fallhöhe ist.

00:05:35: Was ist, wenn ich es dir jetzt empfehle?

00:05:36: Du findest es total blöd.

00:05:38: Dann habe ich dich auf ewig verloren für dieses Schore.

00:05:41: Plus du stellst natürlich meine Kompetenz vollkommen in Frage.

00:05:45: Ja.

00:05:46: Ja, das ist so, wie wenn mich jemand fragt, was ist dein Lieblingssong?

00:05:50: Ja, aber ich hab dich ja nicht nach deiner Lieblingsfolge gefragt, sondern nur nach einer, die repräsentativ für deine Fernsehsauerei ist.

00:05:59: Aber

00:06:00: ich will dir was empfehlen, wo dieser medizinische Fall ... Das ist ja immer alles nebensächlich.

00:06:05: Ich will dir eigentlich was empfehlen mit Witz und Spice oder Trash.

00:06:09: Okay, aber guck mal.

00:06:10: Dann kannst du das ja jetzt mitnehmen.

00:06:12: Wie eine kleine Hausaufgabe, kriegst du auch mal eine Hausaufgabe von mir.

00:06:15: Du nimmst das jetzt mit.

00:06:17: Gerne auch in die nächsten Wochen.

00:06:18: Hast es im Hinterkopf, wenn du anfängst wieder rumzugucken, so wie du das gerne machst, so einfach da Fernseht zu gucken, hast es im Hinterkopf und vielleicht kommt die eine Folge, wo du dir denkst.

00:06:28: Okay, das ist jetzt absurd genug.

00:06:30: Das hat alles.

00:06:32: Diese Folge empfehle ich ihr.

00:06:33: Und dann gucke ich sie an.

00:06:34: Ist doch schön.

00:06:36: Ich war neuer.

00:06:37: Okay, das ist meine Hausaufgabe fürs neue Jahr.

00:06:40: Ich bin auf jeden Fall immer noch in dieser Überforderung, dass, obwohl das ja wirklich meine Kernkompetenz ist, ich... ChatGPT fragen musste, welche Arztserien es gibt.

00:06:49: Es war auf einmal, das war wie ein Blackout in einer Prüfung.

00:06:52: Das war unfassbar.

00:06:53: So, und dann schlägt es mir natürlich Grace Anatomy vor.

00:06:56: Und ich dachte mir, oh Gott, das habe ich nie geguckt.

00:06:58: Und dann bin ich kurz in die Grace Anatomy-Recherche gegangen.

00:07:01: Und da schließt sich schon wieder der Kreis.

00:07:04: Wusstest du, dass Grace Anatomy im gleichen Serienuniversum spielt wie Oze-Kalifoze?

00:07:13: Tatsache!

00:07:14: Die leben in der gleichen Realität.

00:07:16: Weil Samas Vater...

00:07:18: Ja.

00:07:18: Nach Seattle geht und das Krankenhaus genauso heißt wie bei Grey's Anatomy.

00:07:22: Also der ist eigentlich da rübergewandert.

00:07:26: Da gibt es so eine kleine Paralleluniversumanspielung.

00:07:28: Ach, das ist sehr lustig, das wusste ich nicht.

00:07:30: Das war nicht interessant.

00:07:30: und dann dachte ich mir, ach cool, das ist ja irgendwie fast so spin-off-artig.

00:07:34: Und dann habe ich über unseren Podcast nachgedacht und habe mir gedacht, eigentlich sind wir ein Spin-off vom Café oder eine der Freundlichkeit.

00:07:41: Das stimmt ein bisschen.

00:07:43: Wir schaffen unsere eigene Realität, aber es gibt die Verknüpfungen.

00:07:47: Aber du musst dir bedenken, als die angefangen haben, ihre ersten Folgen aufzuzeichnen, was du im Hintergrund hast gekocht oder ich bin dort auch mal mit dabei gesessen, habe eine Folge mitgemacht.

00:07:57: Und eigentlich sind wir in Spinoff.

00:07:58: Eigentlich

00:07:58: sind wir in Spinoff.

00:07:59: Hey, Bussis raus an alle Randis,

00:08:02: liebe Grüße,

00:08:03: alle Randis und Randisien, Bussi aufs Bauchy.

00:08:07: Wir bewegen uns in einer Lebensrealität.

00:08:09: Wir sind ein Podcastuniversum.

00:08:11: Wir

00:08:11: sind ein Podcastuniversum.

00:08:13: Ja, das war meine neueste Theorie.

00:08:15: Schön.

00:08:16: Ich war beim Arzt gewesen.

00:08:18: Du warst beim Arzt

00:08:18: gewesen?

00:08:18: Ich war beim Arzt gewesen.

00:08:21: Und da gibt's was zu berichten.

00:08:23: Okay.

00:08:24: Ich war mit meinem Kind beim Arzt gewesen.

00:08:27: Orthopädel.

00:08:28: Es gab eine Fuß- und Fersensituation, die abgeklärt gehörte.

00:08:33: Und ich sag dir was, ich hab einen sehr, sehr großen Fehler begangen.

00:08:37: Und zwar... Warst du beim schlechten Schaller?

00:08:41: Das kann ich jetzt nicht beurteilen.

00:08:43: Es wurde geschallt.

00:08:45: Ich glaube, es hat er okay gemacht.

00:08:46: Er meinte, er hätte das gesehen, was er sehen will.

00:08:49: Der Fehler, den ich begangen habe, ist, dass ich nicht dich gefragt habe, ob du mir vielleicht einen Orthopäden empfehlen kannst, weil es war ein Griff ins Klo.

00:08:58: Oh, ja, das war ein wirklicher Griff ins Klo.

00:09:00: Und dann habe ich mir gedacht, warum frage ich eigentlich nicht meine Ärztinnen und Ärztinnen-Dealerin, die ich ja habe.

00:09:06: Ich sehe jetzt in deinem Gesicht, dass du anscheinend keinen guten Orthopäden oder Orthopäden empfehlen könntest.

00:09:13: Ich hätte dir jemanden sagen können.

00:09:14: Ah,

00:09:15: so dumm.

00:09:16: Ja, frage ich dich nachher nochmal.

00:09:17: Ich werde definitiv noch zu jemand anderen gehen.

00:09:19: Das war so ein saublöder Arztbesuch.

00:09:22: Das hat mich einfach nur geärgert.

00:09:23: Aber ich bin mit einem großen Gewinnerinnen-Situation daraus gegangen.

00:09:29: Ich habe was geschafft, was ich so selten schaffe und ich bin so stolz darauf.

00:09:33: Und auch das bestätigt mich wieder darin, dass Therapie funktioniert.

00:09:38: Ich habe es dann auch mit unserem heiß geliebten PLS besprochen und ich glaube, er wollte mir auf die Schulter klopfen.

00:09:44: Wir waren nur zu weit voneinander entfernt, aber ich hatte das Gefühl eigentlich... Da kommt immer

00:09:48: nur nahe, wenn er hier Taschenfisch erreichen

00:09:50: muss.

00:09:50: Genau, nur dann kommt er eigentlich näher.

00:09:54: Aber ich habe mich über die Distanz auf die Schulter, auf die Schulter, auf die Schulter geklopft gefühlt.

00:10:01: Wir kommen da rein in das Behandlungszimmer.

00:10:03: Mich empfängt ein eher älterer weißer Mann, empfängt mich und beginnt mit der Anamnese und der Behandlung und alles.

00:10:12: Und die Patientin war nicht ich.

00:10:15: Die Patientin war mein Kind.

00:10:17: Mein Kind ist nicht drei, mein Kind ist acht.

00:10:21: Mit der kann man reden, die kann schon Sachen verstehen.

00:10:23: Die ist eine voll ...

00:10:26: Eine fertige Person.

00:10:27: Eine fertige

00:10:28: Patientin.

00:10:29: So.

00:10:30: Dieser Mann hat nur mit mir geredet.

00:10:32: Er hat nur ausschließlich nur mit mir geredet.

00:10:35: Er hat auch nur mich angeguckt, während er mein Kind behandelt hat.

00:10:39: Und ich habe mir die ganze Zeit gedacht, Alter, natürlich bin ich die Erwachsene im Raum.

00:10:43: Natürlich muss ich verstehen, was hier los ist.

00:10:45: Das ist klar.

00:10:46: Aber die Patientin ist trotzdem mein Kind.

00:10:50: Und es hat mich einfach nur abgefuckt.

00:10:52: Es hat mich so genervt.

00:10:54: Noch dazu war der Sau unsympathisch.

00:10:56: Mir war er sehr unsympathisch.

00:10:57: Und ich stand da die ganze Zeit und habe mir gedacht, ich würde so gerne gehen.

00:11:01: Ich würde so gerne gehen.

00:11:02: Ich finde das alles so unangenehm.

00:11:04: Es hat mich so geärgert, aber ich konnte nicht gehen.

00:11:07: Ich konnte nicht

00:11:07: gehen.

00:11:10: Ich konnte gehen, sieh nicht.

00:11:11: Ich hätte sie zurücklassen müssen.

00:11:12: Da stand nicht so eine Option.

00:11:14: Kind, du bleibst jetzt hier, weil ich den Typen blöd.

00:11:17: Stell dir mal vor.

00:11:19: Dann hat er auch ständig ... Klar, er hat nur den Fuß berührt, aber er hat auch nie gesagt, ich fasse den Fuß an, da kommt was gar nix.

00:11:27: Es war so blöd.

00:11:28: Das kleine einmal eines der Zwischenmenschlichkeit und der Behandlung hat dieser Mann nicht verstanden und ich fand es einfach nur unangenehm.

00:11:35: Der hat mich auch behandelt, als ob ich dumm wäre.

00:11:38: Das war auch was, was mich mit auf die Palme gebracht hat.

00:11:42: Ich hab akustisch etwas nicht verstanden, was er gesagt hat und habe noch mal nachgefragt.

00:11:47: Da hat er die Augen verdreht.

00:11:49: Das Ganze dann hat er gemacht, hat das Ganze nochmal erklärt.

00:11:54: Nein, das habe ich so nicht gesagt, das habe ich auch nicht gemeint und blah, blah, blah hat das nochmal neu erklärt.

00:11:59: Da habe ich mich sehr vor den Kopf gestoßen gefühlt, weil es ging einfach nur um den Akustik.

00:12:03: Ich habe es einfach akustisch nicht verstanden.

00:12:06: Es muss ja wohl möglich sein, dass ich noch mal was nachfrage, wenn er mich da bombardiert mit all den Informationen.

00:12:12: Ich muss es ja auch aufnehmen und verarbeiten.

00:12:14: Und ich hab nicht Medizin studiert.

00:12:17: Ich bin keine Orthopäde, sonst müsste ich nämlich nicht zu dir voll... Pfosten hingehen, weil dann könnte ich mein Kind selbst behandeln.

00:12:23: So, und ab da hat er mich behandelt, als ob ich geistig eingeschränkt wäre.

00:12:27: Er hat dann den Fuß meiner Tochter getaped und dann saß er so am Boden, hat das getaped und hat gesagt, so setzt man dann hier an, im rechten Winkel.

00:12:34: und dann hat er hoch zu mir geguckt, das sind neunzig Grad, hat er mir das noch erklärt.

00:12:39: Und ich dachte mir nur, also bitte schön, was ist das denn hier jetzt für eine Witzveranstaltung?

00:12:44: Ich war wirklich ziemlich zwieder.

00:12:46: Am Ende der Behandlung saßen wir dann noch an diesen Tischchen.

00:12:49: Dann hat er da alles eingetippt, ein Tippen lassen von seiner Helferin, zu der ausgesprochen unfreundlich war, was ich auch nicht haben kann.

00:12:58: Ich sitze da auch als Kundin.

00:13:02: Und wenn er dann seine Helferin anmauelt, fühle ich mich beschissen.

00:13:06: Vor allem gab es keinen Grund zu maulen.

00:13:08: Medizinische Dienstleistungsmüste.

00:13:10: Ja, es war einfach nur unangenehm.

00:13:13: Red halt anständig mit deiner Angestellten.

00:13:15: Was soll das?

00:13:15: ist denn?

00:13:16: Also, wirklich, also, völliges Unverständnis für mich.

00:13:19: Und ich saß da und ich war schon so sauer und habe mich ganz fürchterlich gefühlt.

00:13:22: Da habe ich nur gedacht, warum, warum kann ich mich so will, ich will mich besser fühlen, ich will die Situation, ich will die Herren der Situation sein.

00:13:29: Und dann habe ich, bist

00:13:30: du eskaliert?

00:13:31: Ich bin

00:13:31: nicht eskaliert.

00:13:32: Nein, weil die Kunst ist ja nicht zu eskalieren, sondern ganz mit klarem Kopf und mit einer Idee Stellung zur Situation zu nehmen.

00:13:42: Das ist das, was ich möchte, nicht in der Situation mich ergeben fühlen, sondern das Gefühl haben, ich hab's in der Hand.

00:13:48: Und ich hab dann Folgendes getan, zum Abschluss, da wollte er schon, dass wir gehen.

00:13:52: Hab es dann aber geschafft, und das war mein großer Winnen.

00:13:55: Ich habe Folgendes geschafft, am Ende dieser kompletten Behandlungssituation, die mich einfach nur abgefuckt hat, habe ich nochmal tief Luft

00:14:02: geholt

00:14:03: und hab sehr ruhig zu diesem Mann gesagt, ich würde Sie gerne um etwas bitten.

00:14:07: Könnten Sie bitte das Ganze, was wir jetzt hier besprochen haben, nochmal leicht verständlich Ihre Patientin erklären, damit die auch versteht und von Ihrem Arzt hört, was hier eigentlich Phase ist, weil das haben Sie bis dato.

00:14:23: noch nicht gemacht.

00:14:24: Dann hat er wieder die Augen verdreht, hat sich dann drei Sätze Zeit genommen, das hat er sehr freundlich gemacht, dem Kind, das erklärt, hat danach noch mal die Augen verdreht und mir gesagt, wann ich wieder kommen soll.

00:14:35: Loll, als ob ich zu dem Vollpfosten noch mal hingehen würde.

00:14:38: Hast du ihm

00:14:38: das auch gesagt?

00:14:39: Nein, habe ich natürlich nicht gesagt.

00:14:41: Hab aber jetzt in der Therapie gelernt.

00:14:44: Ich dachte mir, das nächste Level, das ich freischalte, in meiner gesunden Psyche und meinem großartigen Umgang mit mir selber, wäre das nächste Level, den Behandlungsraum frühzeitig zu verlassen.

00:14:55: Unser Therapeut hat mir dann gesagt, das ist nicht das Goal.

00:14:59: zu gehen und abzureißen und alles niederzubrennen und verbannte Erde zu hinterlassen.

00:15:03: Das habe ich auch schon mal von ihm gehört.

00:15:04: Da hat er

00:15:05: gesagt,

00:15:06: ich

00:15:06: lobe sie für den Inhalt an der Form, können wir noch arbeiten.

00:15:10: Genau, ganz genau.

00:15:12: Da habe ich mal einen Lokal verlassen.

00:15:13: Ah, ah.

00:15:15: Und Menschen, die mit mir in diesem Lokal waren.

00:15:17: Hat sich aber richtig für dich in dem Moment angefühlt, ne?

00:15:20: Das war eine der mutigsten Schritte, die ich jemals gemacht habe.

00:15:23: Genau.

00:15:23: Und ich dachte, Level zwei wäre dann den Raum zu verlassen.

00:15:27: Turns out Level zwei ist schon früher etwas zu sagen und die anständige Behandlung einzufordern.

00:15:34: Man kann sich dann im Nachhinein überlegen, ob man da noch mal hingehen möchte oder nicht.

00:15:37: Ich war extrem stolz, dass ich für mich und für mein Kind eingestanden bin.

00:15:41: Für mich als Sophie Highfire LOL.

00:15:43: Als die Person, die ich hier sitze, war das eine Riesenerrungenschaft.

00:15:47: Das habe ich geschafft, das habe ich mir erarbeitet.

00:15:49: Bin ich sehr,

00:15:50: sehr stolz.

00:15:50: Bisschen mehr Fire und weniger LOL.

00:15:52: Genau.

00:15:53: Tatsache, mehr Fire, bisschen weniger LOL.

00:15:56: Okay, ich nehme daraus mit.

00:15:59: Erstens, ich bin auch sehr stolz auf dich.

00:16:01: Danke schön.

00:16:02: Zweitens, ich werde versuchen, eine orthopädische Empfehlung für dich und dein Kind abzugeben.

00:16:10: Ja, bitte, weil

00:16:11: du bist die beste Ärzte-Dealerin.

00:16:13: Drittens, die Folge, die ich raussuche für dich als Serie, wird was mit einer Fuß- und Fersensituation zu tun haben.

00:16:19: Perfekt!

00:16:22: Einfach perfekt!

00:16:24: Ach, unser Leben macht Sinn.

00:16:25: Hat Sinn.

00:16:28: Wie fällt jetzt das spontane Folge von Dr.

00:16:30: Stefan Frank?

00:16:31: Da dachten sie, sie müssen ein Bein abnehmen und konnten es dann retten.

00:16:34: Ja, herrlich!

00:16:35: Apropos abgenommenes Bein, meine liebe Freundin nennen wir sie Luna, ist Operationsassistentin, Operationsmedizinische Assistentin.

00:16:48: Wie ist der Fach?

00:16:49: Ich glaube, Operationstechnische Assistentin.

00:16:53: Sie ist OP-Schwester.

00:16:56: Die steht mit am Tisch und operiert, was ein crazy Job ist.

00:17:01: Einfach wirklich so spannend, wenn sie über ihre Arbeit erzählt und hat mir aus einer Situation aus dem OP-Saal erzählt, wo einem Patienten ein Bein amputiert wurde.

00:17:13: Da war sie dabei.

00:17:14: Es war ihre erste Amputation, was natürlich super spannend und einfach eine wirklich heftige OP ist.

00:17:19: Das ist total krass, ja?

00:17:21: Und die abgenommenen Gliedmaßen oder Körperteile oder so, das kommt alles in eine Tonne einfach.

00:17:27: Wenn was rausgeholt wird, wenn was abgemacht wird, das kommt in eine Tonne.

00:17:30: Eine Tonne ist aber halt nur so groß wie sie groß ist.

00:17:33: Jetzt hat sie ein Bein in der Hand, ein komplettes Bein.

00:17:36: Ein Unterschenkel und ein Oberschenkel mit einem Fuß dran.

00:17:39: Ein ganzes Bein von einem erwachsenen Mann.

00:17:42: Und steckt es in die Tonne.

00:17:44: Und es schaut oben noch raus, aber der Deckel muss zugemacht werden.

00:17:47: Aus all diesen Richtlinien.

00:17:49: Und wir kriegen den Deckel nicht zu.

00:17:51: Und dann dieses Bein und dann dieses Wänerbein.

00:17:54: Und die OP geht schon weiter und sagt, was soll ich denn machen?

00:17:57: Es wird völlig aufgelöst.

00:17:59: Und ihr Kollege sagt, ihr musst halt scheiterein treten und drückt noch mal hinterher, macht den Deckel zu und dann ging die OP weiter.

00:18:05: Und sie war... Einfach nur, einfach nur geflasht von der Situation.

00:18:11: Ich könnte mir das so gut vorstellen, wie sie dieses Bein in der Hand hat und der Fuß nach oben rausguckt.

00:18:16: Und es ist ja eh, es ist ja schon ab.

00:18:18: Es ist dramatisch,

00:18:19: Sophie.

00:18:19: Das ist dramatisch.

00:18:21: Aber es amisiert mich auch, ich sag's dir ganz ehrlich.

00:18:24: Wir müssen uns nicht reinschneiden.

00:18:25: Ich hab ja auch ausnehmen.

00:18:27: Ich hab ja ein ganz gespaltenes Verhältnis.

00:18:29: Zu Amputationen.

00:18:30: Ja.

00:18:34: Und...

00:18:35: Ich meine, im besten Fall wird nur was abgenommen, was wirklich nicht mehr gebraucht wird, ne?

00:18:39: Ja, ich meine, auf dem

00:18:40: Blinddamm

00:18:40: kannst du verzichten, auf dem Bein finde ich schwierig, ja?

00:18:43: Na ja, der wollte ja nicht, der hat sich ja nicht gedacht auch, was könnten wir abnehmen, das Bein.

00:18:47: Das ist mir schon klar.

00:18:49: Also, der erste Gedanke, was ich ganz komisch finde, ist, wenn da einfach in einem Operationssaal auf einmal eine Säge kommt und dann Sägen, die das durch und du hast dann Menschen liegen und auf einmal ist dieses Gewicht liegt in deiner Hand.

00:19:02: Weil das

00:19:02: finde ich vollkommen krass, ich finde das furchteinflößend.

00:19:06: So, und dann kann ich mich aber daran erinnern an eine Situation, als ich ein Kind war.

00:19:11: Und mit der hab ich tatsächlich bis heute zu kämpfen.

00:19:13: Und zwar?

00:19:15: Also, ich war ein Kind und ich war im Schwimmbad.

00:19:18: Und ich war in diesem Becken und da war ein erwachsener Mann mit einer Prothese.

00:19:26: Und dann hat der draußen vom Beckenrand, also da hat der einen amputierten Unterschenkel seine Prothese abgenommen.

00:19:32: Und das sah eigentlich überhaupt nicht eklig aus oder sonst irgendwas.

00:19:37: Und der ist dann in dieses Becken rein und ich musste dieses Becken verlassen.

00:19:40: Ehrlich?

00:19:41: Ja, weil das irgendwas mit mir gemacht hat, was ich irgendwie nicht auf die Reihe bekommen

00:19:46: habe.

00:19:48: Als Kind.

00:19:50: Ja, genau.

00:19:51: Und das ist aber bis heute so, dass ich da so eine Hürde und so eine Berührungsangst irgendwie habe.

00:19:59: dass auch so eine Situation ist, wo man als Kind dann gesagt hat, ja, jetzt schaut er nicht so hin oder darf es nicht hinschauen.

00:20:04: Da will ich

00:20:07: sofort selber was erzählen.

00:20:09: Da habe ich für mich noch keinen Weg gefunden.

00:20:11: Genau, aber ich glaube und das finde ich jetzt sehr schön, weil da habe ich nämlich was, was ich dir erzählen kann.

00:20:16: Das steht und fällt damit, wie das von deiner Umgebung aufgearbeitet wird.

00:20:21: Ich war dieses Jahr mit meinem Kind im Schwimmbad.

00:20:23: Es sitzt ein Mann am Beckenrand, der nur ein komplettes Bein hat.

00:20:28: Das zweite ist am Oberschenkel amputiert.

00:20:31: Ganz vergleichbar, wie die Situation in der du warst.

00:20:33: Und mein Kind guckt dahin, die ganze Zeit, guckt dahin, guckt dahin und sagt dann so Sachen wie, meinst du, dass das ihm wehtut?

00:20:41: Oh mein Gott, Schafalitis, ausschaut.

00:20:43: Meinst du, dass das schon vor langer Zeit passiert?

00:20:47: Was meinst du, wie das passiert ist?

00:20:48: Und sie konnte nicht wegschauen.

00:20:50: Und dann hab ich gesagt, dann gehen wir halt hin.

00:20:53: Dann fragen wir halt.

00:20:55: Und dann war das Kind, war ganz ein Geschicht.

00:20:57: Nein, das kannst du gar nicht machen.

00:20:59: Du weißt schon, dass du das nicht machen kannst, können wir aber zusammen machen.

00:21:02: Und dann habe ich mir gedacht, ich gehe jetzt einfach hin.

00:21:04: Und ich frage jetzt einfach freundlich, ob wir nachfragen dürfen.

00:21:08: Wenn der Mann sagt, wir dürfen nicht, dann haben wir es probiert, aber ich habe versucht es so ... Nicht würdevoll, sondern einfach und nicht so, nicht so voyeuristisch, sondern einfach so natürlich wie möglich einfach über die Bühne zu bringen.

00:21:22: Da habe ich mein Kind an die Hand genommen, bin da hingegangen und meine ich so Entschuldigung.

00:21:27: Hallo.

00:21:28: Ich bin die Sophie und das ist meine Tochter.

00:21:30: Und wir haben gesehen, dass sie ein amputiertes Bein haben und wir wollten sie fragen, ob wir sie was dazu fragen dürfen.

00:21:36: So.

00:21:37: Ich weiß, es war ein bisschen unbeholfen, aber das war mein Zugang und der war... Flucht doch vorne.

00:21:41: Genau.

00:21:42: Und der war super nett.

00:21:43: Dann hat er gesagt, ja natürlich dürft ihr mich was fragen.

00:21:46: Was wollt ihr denn wissen?

00:21:47: Mein Kind ist stumm geblieben, die war ein bisschen überfordert mit der Situation.

00:21:51: Aber ist auch okay, dafür hat man auch einen Erziehungsberechtigten, der ihn da begleitet.

00:21:55: Und dann habe ich gesagt, dürfen wir vielleicht fragen, wie das passiert ist?

00:21:58: Dann hat er das erzählt, dass das ein Motorradunfall war, habe ich gefragt und tut ihnen das noch weh?

00:22:03: Nein, das tut gar nicht weh.

00:22:04: Können Sie lange mit der Brothese laufen?

00:22:06: Ja, das geht eigentlich schon.

00:22:07: Wie können Sie eigentlich schwimmen?

00:22:08: Wir haben ein total nettes Gespräch geführt.

00:22:10: Mein Kind hat auf diesen Stumpf gestarrt, die ganze Zeit, hat aber immer wieder auch gelacht, weil er das, wir hatten Glück, wir sind dann jemanden gekommen.

00:22:17: der mit sich und seinem Körper da im Reinen ist und der das sehr zu schätzen wusste, das wäre einfach das Gespräch suchen.

00:22:23: Und so hat sich das für mein Kind in dem Moment aufgelöst und sie redet immer wieder mal davon, dass es das gibt, wenn sie das woanders sieht, so wie der Mann im Schwimmbad und das nimmt die Berührungsangst.

00:22:35: Und das kann ich nur rausgeben an andere Menschen, die dazu hören, freundlich.

00:22:39: nachfragen.

00:22:40: Respektieren, wenn jemand nicht darüber sprechen will.

00:22:42: Es kann was Intimes sein, es kann was Schmerzbehaftetes sein, kann auch was Schambehaftetes sein, aber im Zweifel einfach einmal nachfragen.

00:22:49: Ich

00:22:50: glaube, ich würde mich jetzt, also wenn man jetzt mit einer betroffenen Person zum Beispiel im Tisch sitzt, weil man zufällig in einer Bier-Situation zusammen an einem Tisch landet oder wie auch immer, dann glaube ich, würde ich mich trauen nachzufragen.

00:23:01: Ich würde mich jetzt aber nicht trauen, jetzt als erwachsene Person im Schwimmbord dorthin zu

00:23:05: gehen.

00:23:05: Nein.

00:23:06: Nein, weil ich das Gefühl habe, dieser Zug ist irgendwie abgefahren.

00:23:09: Ist er nicht

00:23:10: Katja?

00:23:10: Ja, wahrscheinlich nicht.

00:23:10: Ist er aber nicht.

00:23:11: Weil wenn du hier stehst und sagst, das ist ein Gefühl, dass du in einer anderen Form immer noch hast, das auf ein paar Ebenen vergleichbar ist mit dem Kindergefühl, der Kinderkatja, aber auch mit der Erwachsenenkatja, kann ich dir wirklich nur empfehlen, geh da hin und löse es auf, wenn es geht.

00:23:28: Weil es bringt uns näher zusammen.

00:23:30: Und ich verstehe diese Berührungsängste.

00:23:33: In unserem Familienfreundeskreis ist eine eine Frau, oder ein Ehepaar, die haben ein Kind mit Down-Syndrom, mit Trisomie, einundzwanzig.

00:23:42: Und bevor dieses Kind auf der Welt war, hab ich Berührungsängste mit Menschen mit geistiger Behinderung gehabt, weil, oder sagt man da noch, Behinderung mit geistigen Einschränkungen.

00:23:51: Na ja, wie auch immer.

00:23:52: Auf jeden Fall, dieses Kind hat mich so viel ... so, so viel ... gelehrt einfach.

00:24:01: Und dadurch, dass wir in der Gesellschaft leben, wo das ... immer noch so rausgeschnitten wird aus dem Stadtbild, aus dem Lebensbild, aus den Schulen, alle Menschen, die irgendwie nicht der Nullacht-Fünfzehn-Mensch funktionierend sind, werden irgendwo hingekart.

00:24:17: Inklusion ist wirklich minimal in Deutschland und auch in Österreich.

00:24:22: meiner Meinung nach viel zu wenig.

00:24:25: Muss man selber in die Hand nehmen.

00:24:27: Ja, das ist echt ...

00:24:29: Es passiert ja auch nichts.

00:24:30: Ich

00:24:31: glaube, es ist diese Vorstellung von diesen ... dieser Gliedmaße, die gewichtig auf einmal nicht mehr am Körper ist.

00:24:37: Aber

00:24:38: es ist doch der beste Aufhänger.

00:24:39: Und das ist irgendwie in meinem Kopf drin, seit ich einfach Kind bin.

00:24:46: Aber es ist auch ein kindlicher Gedanke, der sich dabei dir internalisiert hat und das schaffst du bestimmt, das aufzulösen.

00:24:54: Geht doch mal mit meinem Kind und mir im Sommer ins Schwimmbad.

00:24:59: Ich weiß, dass der Mann da oft ist, dann gehen wir gemeinsam vorbei.

00:25:01: Jetzt setzen wir uns hin.

00:25:02: Der war wirklich

00:25:03: so nett.

00:25:03: Hallo, ich bin die Sophie.

00:25:05: Das ist mein Kind.

00:25:05: Das wissen Sie ja schon.

00:25:06: Und das ist die Katja.

00:25:07: Jetzt hat man doch für die eine Frage.

00:25:08: Ich hätte auch noch ein paar Fragen und wollte fragen, ob die auch noch mal auf ihre Stoff gucken kann.

00:25:13: Der wäre wahrscheinlich der beste Typ dafür.

00:25:15: Super netter Typ, der mit seinen Enkelkindern auch dort war und damit denen rumgetobt hat.

00:25:20: Also es war auch eine gute Situation, um reinzugehen natürlich.

00:25:23: Ja, ich beruf, dass es jetzt auch da niemand in den falschen Hals kriegt.

00:25:26: Aber ich bin da jetzt einfach ehrlich gewesen.

00:25:28: Ja, man darf auch ehrlich sein und man darf auch.

00:25:32: Wir sind alle noch ausbauffähig auf all unseren Ebenen.

00:25:38: Niemand ist frei von Fehlern, was mich perfekt zum nächsten Thema bringt.

00:25:45: Ich habe vor ein, zwei Folgen mal kurz in Frage gestellt, ob ich möglicherweise was recherchieren muss, ob ich möglicherweise was klarstellen muss.

00:25:55: Ich muss nichts klarstellen, ich muss es vielleicht nur konkretisieren.

00:25:59: Ich bin gespannt, was jetzt kommt.

00:26:01: Ich kann es mir gerade nicht denken.

00:26:02: Ich habe letztens mal gesagt, so Dr.

00:26:04: Oetker hätte das Backpulver erfunden.

00:26:06: Das

00:26:06: glaube ich nicht.

00:26:07: Na ja.

00:26:08: Dr.

00:26:08: Oetker, Dr.

00:26:09: August Oetker.

00:26:10: Schöne Name.

00:26:11: Apotheker,

00:26:12: war der, der erste Oetker.

00:26:14: Was heißt das Backpulver erfunden?

00:26:16: Das Backpulver erfunden haben verschiedene Wissenschaftler.

00:26:19: Das Backpulver erfunden haben Muddies, die gebacken haben, die irgendwann angefangen haben, Natron reinzugeben und gemerkt haben, das war ja gar kein Salz, das war ja Natron, jetzt geht mir der Kuchen wunderschön auf.

00:26:30: Frauen haben Backpulver erfunden, Männer haben es

00:26:32: verkauft.

00:26:33: In diesem Fall heißt die Frau, die das Backpulver erfunden haben, Justus von Liebig.

00:26:39: Passt.

00:26:41: Und war Chemiker.

00:26:43: Genau, also das war so ein Konklomerat aus verschiedenen Erfindungen.

00:26:46: Der große Durchbruch für den privaten Haushalt gelang jedoch dem Apotheker Dr.

00:26:50: August Ötger in Bielefeld, der in den letzten Jahren das gebrauchsfertige Backpulver Bakin im praktischen Tütchen einführte und patentierte.

00:27:01: Genau, also da hat mich meine Erinnerung nicht ganz getrübt.

00:27:05: Jedenfalls bin ich dann ein bisschen in die Ötger-Bubble.

00:27:09: Abgetaucht.

00:27:12: Und

00:27:13: habe mir überlegt, dass eine meiner nächsten Reisen unbedingt nach Bielefeld wird.

00:27:20: Und jetzt halte ich fest, das ist ja mein Traum.

00:27:23: Ich habe früher als ich Kind war und schon ein bisschen zu alt war, gingen irgendwann die Teletabis los.

00:27:31: Die Filme fand ich immer blöd.

00:27:33: Ich fand es auch blöd, dass die Filme immer zweimal hintereinander krammen.

00:27:36: Ich fand die Sprache blöd.

00:27:37: Filme,

00:27:38: du meinst sie folgen halt.

00:27:39: Nein,

00:27:40: da lief doch im Bauch dann immer ein Einspieler.

00:27:42: Ach so.

00:27:43: Und der Einspieler lief für alle, die davor nicht gut aufgepasst hatten, vorsichtshalber noch mein zweites Mal.

00:27:48: Okay, okay.

00:27:49: So,

00:27:49: es fand ich immer blöd.

00:27:50: Kann ich

00:27:50: mich nicht daran erinnern.

00:27:51: Also ich konnte mich nie für die Tail-It-Happies begeistern, einfach weil ich auch schon zu alt dafür war, aber ich konnte mich für eine Sache begeistern, und zwar für die Kulisse.

00:27:59: Und ein paar ausgewählte

00:28:02: Gadgets.

00:28:06: Tabby Tills hat mich niemals so sehr begeistert wie Tabby Pudding.

00:28:11: Okay.

00:28:11: So, und in diesen Pudding Schüsseln, die aus dem Strohhand geformt waren und wo du oben ansetzen konntest, am Schüsselrand und dann hat der aus der Schüssel und

00:28:22: diesen...

00:28:23: Ja, fand ich super.

00:28:25: Also ich fand dieses Tabby Haus cool, ich fand es von außen schön, diese bewachsenen grünen Hügel, also bin jemand, ich kann mich für Architektur begeistert.

00:28:33: Ich könnte mir vorstellen, in einem hügeligen Haus mit mit grünen Bedachungen zu leben.

00:28:39: Die Mischung ist jetzt schön.

00:28:41: Und Hobbits quasi.

00:28:42: Ja, für ein Hobbit bin ich zu groß.

00:28:45: Aber dafür kann ich mich grundsätzlich begeistern.

00:28:47: Also, wir sind bei diesem Gedanken.

00:28:48: Tabipudding fand ich immer cool, wenn es in Folgen vorkam.

00:28:52: Deswegen bin ich da beim Zappen ab und zu hängen geblieben.

00:28:54: Hab mir möglicherweise ein paar Tabipudding angeschaut.

00:28:57: In der Hoffnung, dass ja noch der Tabipudding kommen könnte.

00:29:02: Aber als erwachsene Frau, oder?

00:29:04: Nie, was war ich denn da?

00:29:05: Das war so um die Zwei-Tausender-Haltung.

00:29:07: Gut,

00:29:07: schuldigung, frage ich nur.

00:29:08: So, aber jetzt pass auf.

00:29:09: Jetzt kommen wir zurück nach Bielefeld.

00:29:11: In Bielefeld gibt es ein Museum.

00:29:15: Das Dr.

00:29:16: Ötger Museum.

00:29:17: Die Dr.

00:29:18: Ötger Welt.

00:29:19: Ja.

00:29:19: Dieses Museum kostet Eintritt zwölf Euro.

00:29:24: Und jetzt sind wir auch bei dem Thema Reichtum.

00:29:26: Du zahlst zwölf Euro.

00:29:28: Und gehst mit mehr wieder raus.

00:29:31: Und zwar warum?

00:29:31: Dieses Museum ist ein All-You-Can-Eat-Musketon.

00:29:36: Gibt's da auch Tata und Schokolata?

00:29:39: Also auf du gehst da rein und machst dich ein bisschen so mit der Geschichte kundig.

00:29:43: Und dazu kommt ja noch was.

00:29:45: Dr.

00:29:45: Oetker hat ja nicht nur das Backpulver populär gemacht.

00:29:48: Auf die Backmischungen, oder?

00:29:49: Dr.

00:29:50: Oetker hat auch die Tiefkühlpizza in Deutschland etabliert.

00:29:57: Was kannst du dann da Tiefkühlpizza essen?

00:29:59: Ja,

00:29:59: jetzt pass auf, du gehst da durch und dann informierst du dich und lernst da viele verschiedene Sachen und dann kommt eine Pause.

00:30:07: Da hast du dreißig Minuten Zeit, dann steht da ein riesiger Pudding und dieser Pudding ist ein Automat, indem du da kannst du dir Pudding runterlassen.

00:30:19: So, dann kannst du da viele andere Sachen probieren.

00:30:22: Von der Götterspeise, über die Paula Isneko, über alles mögliche.

00:30:26: Dann geht der zweite Teil der Führung weiter, wo es dann eher in die deftige Richtung gibt.

00:30:30: Und dann gibt es auch noch ganz viele Tiefkühlpizzen, die ausgeteilt werden.

00:30:34: Und du hast auch Getränke, die du haben kannst.

00:30:36: Du kannst dich da durchprobieren.

00:30:38: Und ich glaube ... Das so wie für Harry Potter-Fans, die Harry Potter-World, was ist.

00:30:44: Glaub ich, könnte ich mit dem Dr.

00:30:46: Edgar Museum im Bielefeld meine Sehnsucht nach dem Teletabi-Land heilen.

00:30:52: Ich glaube, Sophie, wir müssen einen reichen, aber schönen Betriebsausflug nach Bielefeld machen.

00:30:57: Ich bin dabei.

00:30:58: Ich glaube, das ist wirklich cool.

00:31:00: Ich bin

00:31:00: dabei.

00:31:00: Ich würde sofort mit dir nach Bielefeld fahren.

00:31:02: Und wann machen wir das?

00:31:03: Schatten wir das im Frühjahr?

00:31:05: Ja, vielleicht.

00:31:07: Es gibt ja bei Bielefeld immer diesen alten Gag und dieses alte Gericht, dass es das gar nicht gibt.

00:31:11: Wo kommt

00:31:12: das eigentlich her?

00:31:12: Die

00:31:12: Bielefeldverschwerung, ich kann nicht sagen, wo es herkommt, aber ich kann dir sagen, wann ich sie zum ersten Mal gestreift habe.

00:31:18: Und zwar, ich bin ja nicht nur versiert auf dem Gebiet der medizinischen Fernsehunterhaltung, sondern auch sehr versiert im Krimi-Genre.

00:31:31: Und da gibt es diese nette Serie beim ZDF.

00:31:36: Willsberg, der Antiquar, der in Münster zu Hause ist.

00:31:40: Und er hat einen Freund und der verzieht nach Bielefeld.

00:31:45: Und da wird immer drüber geschärzt, dass es Bielefeld gar nicht gibt.

00:31:49: Und da machen sie auch immer, weil ich glaube, der Drehbuchautor von Willsberg oder der Regisseur, irgendjemand aus der Crew kommt aus Bielefeld und da gecken sie immer drüber.

00:31:57: Und deswegen ist er immer so ein so'n Running Gag über Bielefeld in der Folge verankert.

00:32:02: Und Es gibt auch eine Folge, die tatsächlich explizit heißt die Bielefeldverschwörung.

00:32:08: Und es würde mich nicht mal wundern, wenn man dazu sogar einen ganzen Wikipedia-Eintrag finden würde.

00:32:13: Ja,

00:32:13: der Bielefeld Mythos.

00:32:15: Ich kann jetzt rekonstruieren, wo es herkommt.

00:32:17: Und es war tatsächlich einfach nur ein Gag im Internet.

00:32:20: Ah, du hast also jetzt währenddessen schon das World Wide Web bemüht?

00:32:24: Ich habe jetzt mal das World Wide Web bemüht und es einen Mann namens Achim Held hat auf einer Plattform, die heißt Usenet.

00:32:32: Das war so ein, das erste Reddit quasi.

00:32:35: Hat der einfach die Bielefeldverschwörung in den Raum gestellt und hat einfach als Gag gesagt, Es gibt drei Fragen, die zu beantworten sind.

00:32:44: Kennst du jemanden aus Bielefeld?

00:32:46: Mhm.

00:32:47: Warst du schon mal in Bielefeld?

00:32:49: Kennst du jemanden, der schon einmal in Bielefeld war?

00:32:52: Genau.

00:32:53: Man

00:32:53: muss alles drei mit Ja beantworten.

00:32:55: Naja, alles drei wird automatisch mit Nein beantwortet.

00:32:58: Das ist der Witz daran, dass erfahrungsgemäß die Leute sagen, warst du schon mal in Bielefeld?

00:33:02: Nein.

00:33:03: Kennst du jemanden aus Bielefeld?

00:33:05: Nee.

00:33:05: Kennst du jemanden, der schon mal in Bielefeld war?

00:33:07: Nein.

00:33:08: Erfahrungsgemäß werden all diese drei Fragen mit Nein beantwortet und deswegen gibt's die Stadt nicht.

00:33:11: Das ist der Witz.

00:33:13: Ah, okay.

00:33:14: Ja, gut.

00:33:14: Der Witz ist bei mir nicht auf.

00:33:16: Ich

00:33:16: kenne tatsächlich Menschen, die aus Bielefeld kommen.

00:33:19: Ja.

00:33:20: Ich werde demnächst jemanden kennen, der im Bielefeld war, nämlich dich.

00:33:25: Und ich werde demnächst selbst im Bielefeld gewesen sein.

00:33:28: Genau.

00:33:28: Damit haben wir ...

00:33:29: Hochoffiziell.

00:33:30: Hochoffiziell bewiesen.

00:33:32: Bielefeld gibt's.

00:33:33: Lass uns dahin fahren.

00:33:34: Ich bin dabei.

00:33:36: Bielefeld, mein nächstes großes Reiseziel nach meiner letzten großen Reise, die ich hatte, weil das ist natürlich auch, was was ich dem Podcast Publikum hier nicht vorenthalten darf und dir natürlich auch nicht.

00:33:47: Ich meine, du wusstest ja, dass ich weg bin.

00:33:49: Aber Sophie, binnen EU-Bürgerin Katja Kokolores, hat zum ersten Mal ernst zunehmend die Europäische Union verlassen.

00:34:02: Und wie war's?

00:34:06: Ich bin zum ersten Mal bei einem Flughafen ausgestiegen und musste ernstzunehmend einfach durch eine Passkontrolle.

00:34:14: Und ich bin nicht mal beim Personalausweis gereist, sondern ich hatte wirklich meine Reisepasse dabei.

00:34:20: Und meine Reisepasse, der ist sehr unbenutzt, sehr, sehr unbenutzt.

00:34:23: Und jetzt hatte ich so gehofft, dass ich einen Stempel kriege, aber ... Großbritannien ist doch nicht so wenig EU, dass ich ein Stempel kriege.

00:34:31: Schade.

00:34:31: Aber ich hatte jetzt mal meinen Reisepass im Einsatz und ich hatte zumindest ein bisschen ein Knick in der Seite.

00:34:35: Das bin ich jetzt schon mal ein Fortschritt.

00:34:37: Anbenutzt.

00:34:38: Das fand ich jetzt interessant mit Großbritannien, weil da musste.

00:34:41: jetzt durch das, dass die ausgetreten sind aus der EU, musste jetzt da so ein Visa dir zulegen.

00:34:46: Das gilt zwei Jahre.

00:34:47: Jetzt ist dieser Papierkram quasi erledigt.

00:34:49: Jetzt muss ich mir nur noch einen Flug buchen.

00:34:52: Flugbuchen fühlt sich für mich immer eher nach was Großem an.

00:34:55: Das ist was, wo ich auch sehr nervös bin, deswegen hat der Kommissario das übernommen, weil ich da Angst hab, dass ich die Daten durcheinander würfel und dann irgendwas falsch eingeben.

00:35:04: Da bin ich immer so leicht angespannt.

00:35:06: Ich hab schon dreimal in meinem Leben einen Flug verpasst.

00:35:09: Drei mal.

00:35:09: Wie

00:35:09: kann man einen Flug verpassen?

00:35:12: Ich frag mich immer, wer sind die Menschen, die einen Flug verpassen?

00:35:15: Ich,

00:35:15: dreimal.

00:35:18: Bist du bescheuert?

00:35:19: Ja, ja.

00:35:20: Drei mal.

00:35:21: Wie geht das?

00:35:21: Das erklärst du jetzt.

00:35:23: Ich sag's dir ganz ehrlich, wie's ist, das ist pure Dummheit.

00:35:25: Einfach puren

00:35:26: Süßes.

00:35:28: Den ersten Flug habe ich mit meinem Ex-Freund, Gott habe ihn seelisch, er weilt leider nicht mehr unter uns.

00:35:36: Vor Pasta waren wir in Manchester.

00:35:39: Wir hatten Couch-Surferinnen im Sommer bei uns zu Besuch und haben die zurückbesucht über Silvester.

00:35:47: Fliegen dann irgendwie am dritten, vierten, fünften Januar wieder nach Hause, Retour.

00:35:52: Oder auch nicht.

00:35:53: Ja, genau.

00:35:54: Wir dachten, wir fliegen zurück, fahren zum Flughafenwand viel zu früh da, viel zu früh da, checken quasi in den Flughafen, geben unser Gepäck auf und die Mitarbeiterin bei der Gepäckaufnahme sagt, aha, ich kann Ihnen das schon gleich sagen, der Flug wird wahrscheinlich mindestens zwei Stunden Verspätung haben.

00:36:16: Damit war für uns klar, wir sind eh zu früh hier und jetzt noch zwei Stunden früher.

00:36:22: Wir haben jetzt Zeit.

00:36:24: Und warum auch immer, ich denke aus jugendlichem Leichtsinn, nicht überlegen und irgendwie keine Erfahrung, sind wir nicht durch die Sicherheitskontrolle, sondern haben uns in dem Bereich des Flughafens aufgehalten, weil da gab es Gastronomie und Kram, aber wir sind nicht durch die Sicherheitskontrolle.

00:36:40: Aber die

00:36:40: kommen ja danach nochmal, Gastronomie und Kram.

00:36:42: Ja,

00:36:42: ja, eh, aber wir haben uns halt mit dem ersten Kram zufrieden gegeben.

00:36:45: Wir haben nicht drüber nachgedacht, wir sind essen gegangen, wir haben es recht lustig gehabt und haben uns die ganze Zeit gedacht, wir haben ja noch Zeit, wir haben ja noch Zeit.

00:36:53: Dann haben wir uns irgendwann gedacht, okay, gut, wir sind jetzt eine Stunde nach Abflug.

00:36:58: Jetzt schauen wir mal durch die Sicherheitskontrolle und gehen da durch und sehen auf der Tafel in dem Bereich, wo jeder normale Mensch, der logisch denkt, auf sein Flug wartet.

00:37:08: Auf der Tafel stehen, ist ja unser Flugstand da nicht mehr.

00:37:12: Also, der stand weder, dass er irgendwann kommt.

00:37:15: Also, der war einfach weg.

00:37:17: Und dann sind wir zu einem Sicherheitspersonal und meinten so, was ist denn eigentlich mit dem Flug?

00:37:21: Und dann meinten die so, wir haben jetzt seit einer halben Stunde, haben sie uns versucht, aufzurufen.

00:37:27: Und wir sollen jetzt mal mitkommen.

00:37:28: Und dann wurden wir vom Sicherheitspersonal abgeführt, weil wir unser Gepäck ja quasi vier oder fünf Stunden vor dem Flug aufgegeben haben, aber nicht in den Flieger reingegangen sind.

00:37:41: Als hättet ihr eine Bombe an Bord geschmüttelt.

00:37:45: Jetzt haben die uns zum einen gesucht.

00:37:47: Wir mussten dann, wir sind mit Flughafenpolizei in den extra Raum, da mussten wir das erklären, die haben sich halt nur gedacht, da muss, also irgendwas ist da verkehrt, haben uns untersucht, uns durchsucht und wir mussten ganz viele Fragen beantworten und dann nach, keine Ahnung, eineinhalb Stunden oder so haben sie uns da wieder rausgelassen und haben gesagt, ja gut, ihr seid jetzt frei, ihr habt auch keinen Sprengstoff geschmuggelt, ihr seid nicht gefährlich und jetzt seid ihr euch selbst überlassen.

00:38:13: Ich hatte aber wieder Schule, irgendwie drei Tage später.

00:38:17: Ich war damals noch Schülerin.

00:38:19: Wir waren komplett mittellos.

00:38:21: Wir hatten keine Kohle für neue Flüge.

00:38:23: Und ein Flug für eine Person zurück hätte halt irgendwie ... Fünfhundert Geld gekostet.

00:38:31: Fünfhundert Geld einhalten.

00:38:33: Und die haben wir nicht gehabt.

00:38:34: So, es war totale Hölle.

00:38:36: Und es war schon abends.

00:38:37: Und dann sind wir, bin ich da zu so einem Emergency-Schalter, zu so einem Informationsschalter.

00:38:43: Und der Typ war extrem zurückweisend, der hat gesagt, naja gut, also eurer Dummheit ist auch einfach nicht mehr zu helfen.

00:38:50: Und da müssen sie dich aber gratis fliegen lassen, damit du unbedingt das Land verlässt.

00:38:53: Weil so dumme Menschen wohnen sie nicht.

00:38:55: Die wollen

00:38:55: sie da nicht haben.

00:38:56: Und was dann passiert ist, ist, dass ich auf die Ich stand da und dachte mir, was kann ich noch machen?

00:39:03: Ich habe jetzt versucht es zu erklären.

00:39:05: Ich habe alles dargelegt, was ich jetzt mache.

00:39:07: Ich heule.

00:39:07: Es war halb echt und halb inszeniert und habe zu Schluchzen angefangen, habe dem erklärt, dass ich aus mittellosen Verhältnissen komme, dass ich keine Kohle habe, dass ich gar nicht weiß, wie soll ich eigentlich jetzt hier wieder von der Insel runterkommen, soll ich schwimmen?

00:39:23: Was machen wir denn jetzt?

00:39:24: Dann wohne ich halt jetzt hier am Flughafen, ist doch mir wurscht, dann drehen wir halt Termine zwei.

00:39:30: Ja, dann drehen wir halt hier.

00:39:31: jetzt die Nachfolge, die

00:39:34: Prequel

00:39:34: von dem Film.

00:39:36: Ich habe es geschafft, dass dieser Mann uns für hundertzwanzig Pfund zwei Flüge am nächsten Tag in der Frühklage gemacht haben.

00:39:45: Wir mussten dann am Flughafen übernachten und haben einen recht günstigen, der hat einfach alles in Bewegung gesetzt, weil ich ihm so Leitgetan hab.

00:39:53: Hab ihn noch von der Mathematikprüfung am Montag erzählt und das da meine Zukunft auf den Spiel stellt und dass ich einfach das erste Mal geflogen bin, dass ich nichts gecheckt hab, dass es mir Leid tut, dass ich meine Lektion gelernt hab, geweint, geweint, geweint und dann hab ich seine ... hab die Muttergefühle dieses Mannes erreicht oder die Vatergefühle wie auch immer.

00:40:12: So, das war das erste Mal.

00:40:14: Da hab ich das erste Mal den Flug verpasst.

00:40:16: Ich habe Fragen.

00:40:17: Ja,

00:40:17: auch was.

00:40:19: Als ihr am Flughafen ... übernachtet habt.

00:40:24: Auf welcher Seite der Sicherheitskontrolle?

00:40:29: Nach der Sicherheitskontrolle, im Safe Space, da wo man alle Informationen bekommt, die man braucht, um ins richtige Flugzeug einzusteigen.

00:40:36: Ich habe eine zweite Frage.

00:40:38: Hast du deinen zweiten Flug verpasst, war das der hundertzwanzig Pfundflug?

00:40:44: Nein, Gott sei Dank nicht.

00:40:45: Nein, wir haben dann den Flug am nächsten Morgen genommen und bekommen, um wieder nach Hause zu gelangen.

00:40:52: Okay.

00:40:53: Ich komme aus dem Kopf schütteln nicht daraus.

00:40:55: Sophie, das ist so ein Moment, wo ich mir denke, wie kannst du nur?

00:41:02: Das ist so, wenn ich mir überlege, wer sind diese Menschen, die in Sportumkleide-Kabinen Unterhosen vergessen?

00:41:14: Das ist so eine Situation, wo ich mir denke, wer sind diese Menschen?

00:41:17: oder die einen Schuh auf der Straße verlieren?

00:41:19: Wir

00:41:20: sind diese, ich sag's dir jetzt, wir sind so viele, wir sind diese wirklich dummen Menschen.

00:41:24: Ich weiß.

00:41:26: Ich habe mit einer Person davon einen Podcast.

00:41:28: Genau, du hast mit einer Person einen Podcast und das ist deswegen, weil ich in meinem Charakter situativ sehr unbedarft bin.

00:41:34: Ich bin eine Overthinkerin, ich mache mir in meinem Leben selbst zur Hölle, weil ich alles bis ins kleinste Detail durchdenke, weil ich niemandem zur Last fallen möchte.

00:41:42: All diese Sachen, die sind in mir drin, die sind sehr groß vertreten, aber gleichzeitig bin ich situativ extrem unbedarft und man, vielleicht möchte man das auch naiv denken, nennen, Und das schlägt auch in meinem Herzen mit.

00:41:59: Kommen wir zum zweiten Fall.

00:42:00: Da wollte ich mit zwei Freundinnen... Wie

00:42:01: du es einfach versuchst, so schnell Norstein Nord zu überziehen.

00:42:04: Ich erzähle dir

00:42:04: einfach, wie es funktionieren kann.

00:42:05: Ich erzähle dir alle drei Situationen und du kannst danach dir denken, und jetzt suche ich mir eine neue Partnerin, weil die Frau ist mir echt zu blöd.

00:42:12: Beim zweiten Mal... Aber

00:42:13: du könntest das verstehen.

00:42:14: Natürlich, natürlich.

00:42:17: Aber es macht mich auch, es holt mich vom hohen Ross runter.

00:42:20: Okay.

00:42:21: Mein zweites Mal wollte ich mit zwei Freundinnen von Berlin wieder nach Hause fliegen.

00:42:25: Und wir waren irgendwie, schauen so ein bisschen knapp dran und hatten dann doch Aufgabe gepackt dabei.

00:42:32: Das haben wir zeitlich schlecht, ganz schlecht irgendwie gemanagt, dass wir das mit einberechnet haben.

00:42:38: Sind dann durch die Kontrolle, dann wurde ich für eine spontane Sprengstoffkontrolle rausgezogen.

00:42:43: deutlich länger gedauert als normalerweise.

00:42:45: Dazu warst

00:42:45: du schon auf der schwarzen Liste?

00:42:47: Ich

00:42:47: glaube, ich war schon auf der schwarzen Liste.

00:42:48: Wie damals in Manchester.

00:42:49: Ja, in Tapol

00:42:49: hatte das schon weitergegeben.

00:42:51: Eigentlich ist, und das weiß ich jetzt mittlerweile, dass die Sprengstoffkontrolle etwas komplett normales ist, relativ kurz dauert.

00:42:58: In meinem Fall hat es ewig gedauert, was dazu geführt hat, dass wir in diesem super unübersichtlichen Flughafen unser Gate nicht gefunden haben.

00:43:08: Als wir es dann gefunden hatten, sind wir drauf zugesperntet und die Tür ging gerade zu.

00:43:14: Und da sitzt eine Frau davor und sagt, jetzt ist die Tür leider zu.

00:43:18: Dann sagt sie, aber dann müssen sie die Tür wieder aufmachen.

00:43:20: Wir sind da.

00:43:22: Unser Gepäck ist da drinnen.

00:43:24: Und wir wollen auch noch rein.

00:43:25: Dann hat sie gesagt, es geht leider nicht, weil die Tür ist zu.

00:43:28: Dann hat sie gesagt, wir müssen die wieder aufmachen.

00:43:30: Sie gesagt, nein, das geht nicht.

00:43:31: Der Flug für diese Leute hat sich dann um eine Dreiviertelstunde verschoben, weil unser Gepäck aus dem Flugzeug wieder rausgeholt wurde.

00:43:38: Wir durften aber nicht stattdessen wieder rein.

00:43:40: Hä?

00:43:40: Komplett bescheuert.

00:43:41: Der Flieger ist ohne uns geflogen und wir mussten uns ein Leihauto nehmen.

00:43:45: Teuer und dumm.

00:43:47: Kein Wunder, dass ich arm bin.

00:43:59: Bis zum nächsten Mal.

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