#14 Die, in der der Hermann abgelaufen ist
Shownotes
Wer trinkt denn bitte seinen Kaffee bei Tchobi? Sophie teilt ihren Glühwein-Frust und will deshalb keine Bergkristalle mehr und Katja kämpft mit DeJot-Personen.
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00:00:00: Aber stopp, wir haben ihn nicht verarscht.
00:00:02: Ich habe ihn schon verarscht.
00:00:03: Da stehe ich ja ganz offen dazu.
00:00:05: Aber du
00:00:05: hast ihn doch nicht verarscht.
00:00:07: Das finde ich ist was anderes.
00:00:08: Ich habe
00:00:08: ihn schon ein bisschen aufs Korn genommen.
00:00:10: Nein, du hast komediantisch eine Eigenheit von ihm aufgezeigt.
00:00:13: Das ist was anderes als verarschen.
00:00:15: Verarschen wäre, wenn du sagen würdest...
00:00:21: Die
00:00:21: ist so, die ist so, wie ist überhaupt das Wort?
00:00:25: Sie ist so spontan.
00:00:28: Keine Ahnung, wenn du ihn blöd nachmachen würdest, oder wenn du sagst, halt, willst du dir selbst, wer bin ich?
00:00:34: Mein Vater.
00:00:35: Dann wär das verarschen.
00:00:37: Aber du hast ja eigentlich nur, außerdem war das ja auch in der Sozialstudie zu sagen, ist das etwas, was über unser Genmaterial vererbt wird.
00:00:46: Ich sehe dieselben Geschehnisse auch bei meiner Tante.
00:00:51: Die ist klar, die hat ein historisches Gesicht.
00:00:53: Das muss man immer noch dazu sagen.
00:00:55: Es ist eine schöne Frau, aber sie macht dasselbe wie mein Vater.
00:00:58: Ist der vaterschön.
00:00:59: Liegt es an der Schönheit.
00:01:00: Machen das schöne Menschen.
00:01:01: Sollen wir das auch machen?
00:01:03: Wären wir schöner, wenn wir das... Ich fange jetzt damit an.
00:01:06: Er hat
00:01:07: noch so ein Verabschiedungsding.
00:01:08: Wenn jetzt er zum Beispiel im Wirtshaus durch geht und dann zu seinen Kumpels oder was Tschüss sagt, dann geht er an die Tischkante, dann klopft er mit dem
00:01:19: Fingerknöchel zwei mal
00:01:20: kurz drauf, streckt den Zeigefinger aus und dann nickt er kurz und sagt Servus.
00:01:40: Ich habe was beobachtet, da habe ich mich gefragt, was ist denn eigentlich los?
00:01:51: Was ist denn jetzt passiert?
00:01:52: Und ich bin an einem Schaufenster vorbeigegangen, habe was gesehen und bin dann rückwärts wieder gegangen, um nochmal reinzuschauen, um das Gesehene zu bestätigen.
00:02:04: Das ist tatsächlich die Realität, um dann weiterzugehen und mir zu denken, Da muss ich ja mal mit der Katja drüber sprechen.
00:02:10: Was ist das denn?
00:02:11: Und es hat mich mit Fragen oder mit Fragen in meinen Augen.
00:02:15: Siehst du die Fragezeichen in meinen Augen?
00:02:16: Ja, in deinen
00:02:16: Augen.
00:02:17: Ich wurde zurückgelassen.
00:02:18: Ich wurde zurückgelassen.
00:02:19: Genau.
00:02:19: Also,
00:02:20: ich planiere, ich planiere und gehe an, wie ich schon gesagt, an einem Schaufenster vorbei und sehe in diesem Ladengeschäft fünf junge Frauen sitzen.
00:02:33: Warum sagst du Ladengeschäft?
00:02:34: Weil
00:02:35: ich jetzt das noch nicht auflösen kann.
00:02:37: Ja, schon, aber Ladengeschäft.
00:02:39: Du
00:02:39: wirst gleich verstanden, das ganz explizit gewähltes Wort tatsächlich.
00:02:43: Oh, kein Ladengeschäft, okay?
00:02:44: Ich
00:02:44: dachte, so wie Leute, die aus dem Osten kommen, die dann zum Beispiel sowas sagen wie Fußzehe oder Haarfrisur.
00:02:51: Nee, ich wollte gerne Ladengeschäft sagen.
00:02:54: Irgendwie finde ich beschreiblich
00:02:55: diese Situation.
00:02:56: Aber ich verstehe dich, Zopfgummi.
00:02:59: Haarfrisur.
00:03:00: Ja, ja, genau.
00:03:02: Handfinger, Gesichtsnase.
00:03:07: Und dann hat die so eine richtige Gesichtsnase.
00:03:10: So, da sitzen vier, fünf junge Frauen, die sehen großartig aus, die sehen sehr modern aus.
00:03:15: Die waren im Alter zwischen Mitte zwanzig Anfang dreißig, also unser Alter, sitzen da und haben eine gute Zeit, unterhalten sich, trinken Kaffee, okay?
00:03:26: Das heißt, es war ein Ladengeschäft, wo man auch Kaffee trinken kann.
00:03:29: Und ich steh da und denke mir, warum da?
00:03:32: Warum sitzt ihr da?
00:03:34: Das Ladengeschäft, wo diese fünf gut aussehenden, jungen Frauen saßen und sich offensichtlich zu einem lauschigen Kaffee-Kuchen-Date getroffen haben, war folgendes Geschäft.
00:03:46: Chibo.
00:03:48: Das Chibo-Geschäft.
00:03:50: Das
00:03:51: Chibo-Ladengeschäft.
00:03:52: Dieses Chibo-Ithuscho.
00:03:54: Ja, und nicht... Chibo Edujo beim Edeka, die Abteilung oder bei irgendeinem anderen großen Garten, wo man eine
00:04:00: Garten-Scherie für Damen explizit kaufen kann.
00:04:05: Oder was kann man noch?
00:04:06: T-Beutel aus Presser.
00:04:08: Das kann man bei Chibo kaufen.
00:04:10: Genau.
00:04:11: Und es gibt
00:04:12: Chibo.
00:04:13: Ich wusste das.
00:04:15: Ich wusste das.
00:04:16: Oder wie meine Mutter liebevoll immer sagt, Chobi.
00:04:21: Sagt die Seite, die ich denken kann.
00:04:23: Sagt die zu Chibo Chobi.
00:04:25: Warum?
00:04:25: Weil sie jetzt
00:04:26: witzig findet.
00:04:28: Ach, das hab ich bei Chobi gekauft.
00:04:33: Ich weiß nicht warum.
00:04:35: Ich glaube, das ist ein Überbleibsel aus dieser Jugendbewegung in den Neunzigern aus Frankreich, wo französische Jugendliche immer dieselben vertauscht haben.
00:04:45: Ich kenne leider nicht so viele französische Worte, aber das war ein Jugendsprach-Phänomen, dass die das vertauscht haben, wie Chibo und Chobi.
00:04:55: Haben die das in ihren normalen Sprachgebrauch eingefahren?
00:04:57: Das höre ich jetzt zum allerersten Mal, dass du dir doch ausgedacht
00:04:59: hast.
00:04:59: Nein, das kannst du recherchieren.
00:05:00: Ich werde nächste Woche nichts klarstellen müssen, weil ich weiß, das sind Harte Fakten, nicht Artifakten, sondern Harte Fakten.
00:05:10: So, und jetzt frage ich dich.
00:05:12: Du lebst in einer mittelgroßen Kleinstadt, okay, sagen wir?
00:05:15: Was ist
00:05:15: eine mittelgroße Kleinstadt?
00:05:17: Ist es eine mittelgroße Stadt?
00:05:18: Ist
00:05:18: es
00:05:18: eine Kleinstadt?
00:05:19: Ist es eine Großstadt?
00:05:20: Wir leben in einer Stadt, also in einer Stadt, in der wir leben.
00:05:24: Okay, warte, ich sag so.
00:05:25: Du lebst in einer Stadt, die so groß ist, dass du wirklich... eine Vielzahl an gastronomischen Angeboten hast.
00:05:33: Und zwar auch Kaffeehausangeboten, gerade in der Kaffee-Fienenstadt.
00:05:39: Du hast so viele Möglichkeiten, in ein geiles Ambiente zu gehen und einen geilen Kaffee zu trinken.
00:05:45: Aber du entscheidest dich.
00:05:48: zu Joby zu gehen.
00:05:49: Die haben da sogar Kuchen gegessen.
00:05:52: Das ist aufgetauter Kuchen, den die Mitarbeiterinnen noch kurz zusammenbauen müssen.
00:05:58: Wahrscheinlich.
00:05:59: Und da gehst du dann hin.
00:06:01: Das verstehe ich nicht.
00:06:02: Das verstehe ich einfach nicht.
00:06:04: Bitte erklär mir das.
00:06:05: Was sind das für Frauen gewesen?
00:06:08: Hm.
00:06:08: Haben sie auf dich gewirkt?
00:06:10: wie Touristinnen oder
00:06:11: die
00:06:12: Einheimische?
00:06:12: Nein, wie Locals.
00:06:13: Wie Cool-Kids-Locals.
00:06:15: Das waren
00:06:15: keine... Also, im allerhöchsten Fall waren das irgendwie fünf Renates, die aus dem Nachbarkaft sich gedacht haben,
00:06:22: okay, brauchen
00:06:23: noch was für unser Einfamilienhaus.
00:06:24: Das haben wir gerade fertig gebaut.
00:06:25: Das dritte Kind ist unterwegs.
00:06:27: Weißt du, mal alle Klischees hier einmal abzufrischen.
00:06:28: Aber
00:06:28: die will nicht Renate heißen.
00:06:30: Ja, ja.
00:06:31: Renate
00:06:31: sind jetzt über sechzig.
00:06:32: Okay, gut, das stimmt nicht.
00:06:34: Das stimmt nicht.
00:06:34: Ich kenne Renate in meinem Alter.
00:06:36: Nee, wirklich?
00:06:36: Ja.
00:06:37: Die haben wir alle Reni genannt.
00:06:38: Und als ich ihr erzählt habt, dass ihre, weißt du, diese hässlichen Stiefel, die mal ganz modern waren, die, wie es so
00:06:43: wie Munze hat.
00:06:44: Ja,
00:06:44: warte mal, diese, aber ich weiß, und ich denke, dass viele Hörerinnen auch wissen, welche Stiefel ich meine.
00:06:50: Und zwar war das so, Anfang der zweitausender, Mitte der zweitausender, so fällige... Boots, sind es die Boots,
00:07:00: die so Schnürungen haben und dann oben diesen Fellerrand, wieder
00:07:02: Nikolaus, wieder Weihnachtsmann.
00:07:04: Genau, und solche Schuhe hat die Reni angehabt.
00:07:06: und dann habe ich sie gesagt, du weißt schon, dass das als Pferdefeld gemacht wird, sie heult, weil sie hat Pferde geliebt und die nie wieder angezogen.
00:07:14: Ich bin mir nicht sicher, ob sie heute weiß, dass da kein Pferdefeld drin ist.
00:07:17: Ich muss ein paar Sachen, bevor wir weiter über Tchubi philosophieren, ich muss ein paar Sachen einwerfen.
00:07:23: Dass eine Person in unserem Alter Rinate heißt, finde ich sehr verstörend.
00:07:28: Als es gibt, finde ich alte Namen, die zurückkommen.
00:07:33: Was ich vollkommen legitim finde, sei das jetzt, keine Ahnung, zum Beispiel so was wie Greta ist seit einigen Jahren wieder zurück oder so was wie Leopold und so weiter und so fort, finde ich vollkommen in Ordnung.
00:07:48: Und dann gibt es aber ein paar Namen, die finde ich sind geografisch lokalisiert und die haben definitiven Ablaufdatum.
00:07:57: und das lässt sich auch nicht, das ist wie ein Käse, da kannst du den Schimmel nicht abkratzen.
00:08:01: Da musst du das Ding wegwerfen.
00:08:04: Mit mir war einer in der Klasse, super cooler Typ in der Hip-Hop-Szene unterwegs, so ein Yo-Man Alter und so weiter, aber ein cooler Typ, sehr klug, cool, gut im Vibe und so weiter.
00:08:16: und er hieß... Heinz.
00:08:19: Ja, genau.
00:08:20: Aber gut, jetzt warte mal.
00:08:21: Macht
00:08:21: für mich keinen Sinn so.
00:08:22: Und dann gibt's aber für mich, weil ich hab schon so einen... Es hat
00:08:24: doch keinen Sinn,
00:08:25: ja.
00:08:28: Und dann gibt's für mich schon so Namenslogik in meinem Kopf drin.
00:08:33: Es gibt so manche Namen, finde ich, da kannst du ein Kind danach benennen, aber das ist komisch, wenn es als eine erwachsene Person dann so heißt.
00:08:41: Dann gibt's für mich Namen, die sind vollkommen zeitlos.
00:08:44: Kannst in jeder Altersspanne.
00:08:46: Und es gibt einfach Namen, die passen für alte Personen, aber nicht für Babys.
00:08:50: Du kannst jetzt zum Beispiel sagen, schau mal, das ist Onkel Hermann.
00:08:53: Er ist über siebzig.
00:08:55: Aber ich kann nicht sagen, ich gehe da mit einem Kinderwagen vorbei und dann sagt jemand, mei, das ist aber ein süßes kleines Kind.
00:09:00: Wie heißt das?
00:09:01: Hermann.
00:09:02: Ja, das geht sich nicht aus.
00:09:04: Das stimmt.
00:09:04: Das hab ich ganz lange ähnlich empfunden.
00:09:08: Dann war ich irgendwann in der Situation, einen Menschen einen Namen zu geben und habe da schon noch eine neue Bezug dazu.
00:09:14: Ich finde schon, das Namen ist halt wie Einrichtung.
00:09:19: Oder wie Kleiderstil.
00:09:21: Wenn du das halt gefällt, dann gefällt dir das halt.
00:09:23: Weißt du?
00:09:24: Du wirst ja niemals deinem Kind einen Namen geben, der dir nicht gefällt.
00:09:28: Aber ich fühle
00:09:29: dich... Ja, außen muss jetzt eine Blutlinie fortführen.
00:09:31: Ja, und irgendwie... Ja, genau.
00:09:33: Du hast nämlich eine Generation.
00:09:36: Ich weiß, wovon ich spreche.
00:09:38: Auch ich heiße Hermann.
00:09:42: Nee, aber schau mal.
00:09:42: Aber Sophie, das Argument, was du jetzt hast, naja... Wenn es dir nicht gefallen würde, würdest du den Namen nicht geben, das ist wie Einrichtung.
00:09:49: Ich finde, das ist in diesem Fall kein gutes Argument.
00:09:51: Weil damit kannst du alles argumentieren und damit wäre dann auch die Frage beantwortet, warum gehen diese coolen Ladies zu Tchobi?
00:09:58: Ja, weil sie es halt wollen.
00:09:59: Genau.
00:10:01: Stimmt.
00:10:02: Weißt du, ich mein, also da hat die Argumentation irgendwie, da ist die Höltenkreis, gell?
00:10:07: Ja, gut, das stimmt schon.
00:10:09: Das stimmt schon.
00:10:11: Aber ganz ehrlich, Sophie, Hand aufs Herz.
00:10:13: Wie oft hast du bei Chobi schon Kaffee getrunken?
00:10:16: Nullmal.
00:10:17: Ja, genau.
00:10:17: Vielleicht ist der Kaffee extrem gut.
00:10:20: Und ist die Leute wissen
00:10:22: es einfach noch nicht?
00:10:22: Boah, ich stelle mich mit meinen Freundinnen zu treffen und sagen, geil, dann gehen wir zu
00:10:26: Chobi.
00:10:27: Weil, dann können wir total den guten Käse-Sahne-Schnitt aus der Tiefkultur essen und Kaffee aus der Filtermaschine.
00:10:35: Das ist halt für mich nicht verständlich.
00:10:38: Gut, okay, ich hab Grenzen.
00:10:40: Ich habe Grenzen in meinem Kopf und die sind da erreicht.
00:10:44: I don't get it.
00:10:46: Warum dort?
00:10:47: Ich treffe mich doch auch nicht zu einem muckeligen Dinner bei Ikea.
00:10:51: Weißt du, das mach ich
00:10:53: doch auch nicht.
00:10:53: Na ja, es kommt drauf an.
00:10:55: Gehst du in die Gastrebteilung oder in die Schlafzüge?
00:10:59: Ja, wenn ich meine Köttbullar in der Schlafabteilung essen darf, dann würde ich mich auch dort zum Essen abreden.
00:11:11: Da haben sie irgendwas gemacht, das Kundinnen kommen durften.
00:11:14: Und die haben eine Pichama-Party gemacht oder irgendwie bei IKEA dort irgendwie Picnic im Better, irgendwas war da.
00:11:21: Ich will mich jetzt nicht festlegen, weil sonst muss ich weder Dinge klarstellen.
00:11:26: Und wir kriegen ja jetzt auch langsam in den Kommentarspalten dann doch nachrichten, so was wie, Farber ist Schweizer.
00:11:34: Und ich denke mir, ja, wir haben es schon klar
00:11:35: verstanden.
00:11:36: Die nächste Folge ist
00:11:37: schon vertan.
00:11:39: Ist schon, aber es war so viel, so viel war es.
00:11:41: Genau, ich war es, ich hab falsch getippt.
00:11:43: Ja, also auf jeden Fall, keine Ahnung, vielleicht triffst du dich auch bei IKEA.
00:11:48: Ja, vielleicht gehst du auch, vielleicht hast du auch ein Stammtisch, der sagt, wir gehen jeden Donnerstag Mittag zu XXX Lutz auf ein XXX Lutz Schnitzel für vier Euro neunundneunzig, weil wir vielleicht auch finanziell so sind, dass wir uns auch Das Schnitzel, woanders nicht leisten können, könnte ja auch sein.
00:12:07: Also man will es jetzt nicht nur, aber ich verstehe grundsätzlich, dass
00:12:10: es bei den Frauen jetzt nicht unterstellen, dass es der finanzielle Aspekt war, dass sie zu Tobi gegangen sind.
00:12:15: Ich weiß es nicht.
00:12:17: Für mich ist es einfach so befremdlich, aber natürlich.
00:12:19: Ich komme aus einer ganz anderen Ecke.
00:12:21: Ich für meinen Teil bin ja eine Gurmöse.
00:12:26: Mich kann man nicht mit Chibo befriedigen.
00:12:28: Gab's da mal Sexthals?
00:12:30: Noch nicht.
00:12:31: Noch nicht.
00:12:32: Das finde ich mal bisschen progressiv.
00:12:33: Ja, da wirst du jetzt mal sehen.
00:12:36: Der hinten und vorne Vibrator.
00:12:37: Weißt du das einmal
00:12:38: alles?
00:12:39: Nein, weißt du, was Chobi machen würde?
00:12:41: Die würden einen Vibrator auf den Markt bringen und würden explizit den benennen.
00:12:45: Die würden den in ein leichtes rosa tauchen und schreiben, Damen Vibrator, weil dann könnte ich es nochmal für dreißig Prozent mehr verkaufen.
00:12:52: Stimmt.
00:12:53: Und dann, wenn der gut ankommt, dann gibt es das im nächsten Jahr.
00:12:59: Männervibrator für die Partnerin.
00:13:05: Vibrator für die Partnerin, quasi bedient durch den Mann.
00:13:08: Sehr
00:13:08: gut, großartig.
00:13:10: Du kannst bei Tchobi anfangen.
00:13:12: Schon, gell?
00:13:12: Ja, doch
00:13:12: auf jeden Fall.
00:13:13: Vielleicht gehe ich fürs erste Mal dort einfach Kaffee trinken, um mal die Lage auszuchecken.
00:13:17: Aber gerade so Weihnachten, da muss ich sagen, kaufe ich ja extrem gerne bei Tchobi ein.
00:13:22: Weil ich finde, die haben einfach süße Sachen und ich mag die Qualität.
00:13:26: Ist eine gute Qualität, schon wird eine gute Qualität.
00:13:28: Also da
00:13:29: habe ich schon Sachen
00:13:31: gekauft, die habe ich seit hundert Jahren.
00:13:33: Und die waren schon fuchtsig meiner Waschmaschine mindestens und die sehen immer noch gut aus.
00:13:38: Was ich halt immer schwierig finde, da sind halt eben diese expliziten Sachen, so wie du das vorher noch schon ganz gut auf den Punkt gebracht hast, der Teebeutel-Ausdrücker für den Tassenrand.
00:13:48: So.
00:13:49: Solche Sachen, da denke ich mir nur, Müll produzieren muss halt einfach auch
00:13:54: nicht sein.
00:13:55: Ich glaube, dass die beste Kundinnengruppe für Chobi sind Menschen, die diese nischen Produkte, die ja einfach so ein perfekter Marketing Gag sind, bei Chobi kaufen, sind auch die Menschen, die neues Paar Schuhe rechtfertigen und sagen, das ist fürs Spazieren gehen mit dem Hund.
00:14:18: Ah, genau.
00:14:19: Ich glaube, es ist eine
00:14:20: Zielgruppe.
00:14:21: Das stimmt schon.
00:14:22: Kunden, die das kauften, kauften auch
00:14:25: das.
00:14:25: Kauften auch Gummistiefel für den Hundespaziergang.
00:14:28: Ja, genau.
00:14:30: Da ist es.
00:14:30: Danke schön.
00:14:32: Ich bin so froh, dass ich dich habe.
00:14:33: Du bringst das so oft für mich auf den Punkt.
00:14:34: Ja, danke
00:14:35: gerne.
00:14:36: Ich wollte vorhin.
00:14:37: Ich habe kurz eingehakt wegen Heinz.
00:14:39: Und dann hast du noch was gesagt.
00:14:41: Du hast der Reni die Schuhe versaut mit dem Pferd.
00:14:44: So, und jetzt ist mir eingefallen.
00:14:46: Mit mir war zum Thema Pferd.
00:14:49: Also, du war die Reni Pferdeliebhaberin.
00:14:52: Yes.
00:14:52: Im Pferdemädchen.
00:14:53: Ja.
00:14:54: Wie stehst du zu Pferdemädchen?
00:14:56: Kann es geben.
00:14:57: Ich will halt nicht mitmachen.
00:15:00: Wer bin ich, zu sagen, Pferdemädchen haben keine Daseinsberechtigung.
00:15:03: Ich kenne so viele.
00:15:05: Es darf sie geben.
00:15:05: Wie
00:15:05: definierst du Pferdemädchen?
00:15:08: Naja.
00:15:09: Das sind Frauen, die nur dieses eine Hobby haben.
00:15:11: Da gibt es sonst auch nicht viel Platz für anderes.
00:15:13: Da gibt es hauptsächlich einfach die Pferde.
00:15:17: Das sind schon so Anpackerfrauen oft, hab ich das Gefühl.
00:15:23: Oder so verträumte Fähen, die ihre Ostwind-Fantasie leben und sich denken, dass sie auch mit ihrem Tier sprechen können.
00:15:35: Und die einzige Person, die das Tier verstehen.
00:15:38: Dann sind es oft Menschen, heutzutage, die einfach geldig sind, weil es einfach ein teures Hobby ist.
00:15:45: So ungefähr.
00:15:46: So mein erster Gedanke.
00:15:47: Mach du, du bist
00:15:47: besser.
00:15:47: Ich kannte mal ein sehr krasses Pferdemädchen.
00:15:50: War ebenfalls mit mir in der Schule und zwar in der Grundschule.
00:15:53: Nennen wir sie ...
00:15:55: Also, wer in der Grundschule schon Pferd hat, ist überprivilegiert.
00:15:58: Ich
00:15:58: bin mir nicht sicher, ob sie selber eins hatte, aber sie ist auf jeden Fall ... Das sind
00:16:03: wir auch, ja.
00:16:04: Aber die war für mich der Inbegriff eines Pferdemädchens.
00:16:07: Oh,
00:16:08: stopp!
00:16:09: Eins fällt mir noch ein.
00:16:10: Ich muss das jetzt erzählen, sonst ist es weg.
00:16:12: Eine Freundin, nennen wir sie Elisabeth, die hatte an ihrer Zimmertür, das war Anfang Gymnasium, ein riesiges Schild.
00:16:23: Das war ernst gemeint, dieses Zimmer dürfen nur Pferdefreunde betreten.
00:16:28: Da hat sie mir vorher gefragt, magst du Pferde?
00:16:30: Nein, durfte ich nicht zum Spielen reinkommen.
00:16:32: Ich war nur einmal dort, zwanzig Minuten, dann bin ich wieder hingegangen.
00:16:36: Ist mal ernst.
00:16:37: Ich hab mich nicht reingelassen.
00:16:42: Ich hab mich heimgefahren.
00:16:42: Man kann sie mich abholen, ich mag keinen Pferde.
00:16:45: Was?
00:16:47: Sorry.
00:16:49: Also eine Mitschülerin bei mir aus der Grundschule nennen wir sie Bianca.
00:16:55: Also für mich der Imbegriff eines Pferdemädchens.
00:16:58: Sie hatte so lange braune Haare und so einen richtigen Pferdeschwanz.
00:17:01: Also wirklich, also der ging bis mit Diffirbelsäure.
00:17:04: Und wenn sie gelacht hat, hat sie
00:17:05: mir hierher... Nein, sie war generell sehr zurückhaltend sehr in ihrer ... Das war so die Mischung.
00:17:12: Ja, das war so eine Fee.
00:17:13: Genau.
00:17:14: So, und die hatte auch immer
00:17:15: ... Ich habe nur ihre Pferde zu Gesicht bekommen.
00:17:18: Und die hatte auch immer Pullover an, nur mit Pferdemotiven drauf und so weiter.
00:17:22: Und jetzt kommt aber das, was sie zum größten Pferdemädchen für mich allerzeit macht.
00:17:28: Sie konnte nicht normal gehen.
00:17:30: Wieso?
00:17:30: Sie ist immer galoppiert.
00:17:35: Die ist auch im Sportunterricht.
00:17:37: Als es darum ging, bei Leichtathletik, wir mussten jetzt laufen, sprinten, hundert Meter.
00:17:43: Sie konnte nicht.
00:17:47: Die ist immer galoppiert.
00:17:49: Immer.
00:17:49: Die ist immer wie ein Pferdchengehüpf.
00:17:55: Immer.
00:17:55: Die hat eine gespaltene Persönlichkeit als Weh.
00:17:58: Aber das war jetzt nicht nur eine Phase, dass du sagst, naja, diese sechs Jahre als sieben Jahre.
00:18:03: Nein!
00:18:05: Das ging komplett weiter.
00:18:07: Bis in die Oberstufe.
00:18:09: Ja, krass.
00:18:11: Das finde ich gut.
00:18:12: Die
00:18:12: ist galoppiert.
00:18:13: Ja, die wird heute noch galoppiert.
00:18:16: Die hat kein Auto.
00:18:16: Die hat eine Kutsche.
00:18:18: Heute ist er Gewichtheberin.
00:18:19: Wirklich?
00:18:21: Ich weiß nicht, was passiert.
00:18:22: Das hebt ihre Pferde hoch.
00:18:25: Was für Gewichte hebt die?
00:18:26: Gepunktete.
00:18:31: Ich muss mich auch heute aufregen.
00:18:34: Ja, ich muss mich tatsächlich heute ein bisschen aufregen.
00:18:36: Über mich?
00:18:37: Nee, über dich nicht.
00:18:39: Ich dachte, deswegen trittst du mich hier immer unter der
00:18:41: Decke.
00:18:42: Nein, ich will dich anfüßeln.
00:18:43: Eigentlich will ich dich berühren.
00:18:45: Mit deiner Fußziel?
00:18:46: Mit meiner Fußziel.
00:18:47: Gleich kommt noch mein Handfinger.
00:18:51: Ich habe mich recht geärgert, weil ich will jetzt erstmal die Situation beschreiben, die ich schön finde.
00:18:57: und dann die harte Realität.
00:18:59: Dann beschreibe ich dir die harte Realität.
00:19:01: Okay.
00:19:02: Es weihnachtet ding, ding, ding, man fühlt sich irgendwie weihnachtlich, die Weihnachtsmärkte, Christkindlmärkte werden aufgebaut, okay?
00:19:10: Die Stände, es riecht überall nach Weihrauch, du kannst Kristalle kaufen, getrocknete Orangen, Zimt, Stern, Anis, Alders, Schwäbde in der Luft.
00:19:19: Es sind Menschenmassen unterwegs natürlich, aber man findet auch Zeitfenster auf diesen Märkten, wo man sich gut Es sich gut aushalten lässt.
00:19:27: und irgendwie freue ich mich in all diesen, wenn das dann sich so aufbaut und so diese weihnachtliche Nebel aus allen Gassen zieht und es sich so verdichtet.
00:19:38: Dann kriege ich Bock auf Glühwein.
00:19:40: Dann kriege ich Bock auf Glühwein und auf Christkindlmarkt.
00:19:43: Und dann will ich mir den dicksten Schuh anziehen, den ich habe.
00:19:46: Jetzt habe ich eine neue Jacke mehr gekauft, damit sich aus wie ein Gürtchen.
00:19:50: Das versteckt die Gürtchen am Tannenbaum.
00:19:53: Wie heißt dieses Christmas Pickles?
00:19:56: Pickel.
00:19:56: Ja, Christmas Pickel.
00:19:58: Oder was ich auch... Kennst
00:19:59: du den Background dazu?
00:20:00: Ähm, ich kenne ihn tatsächlich, aber ich würde ihn gerne von dir klären lassen, weil du, glaube ich, da besser auf den Punkt kommst.
00:20:07: Es ging um den Soldaten und Verwungen.
00:20:08: Der Soldat, John Lauer, hat den... Amerikanischen Bürgerkrieg gedient, war kurz vor dem Hungertod.
00:20:16: Dann hat ihm der Legende nach jemandem ein Gewürzgürkchen gegeben, das ihn gerettet hat vor dem Hungertod.
00:20:22: Und so entstand die Tradition, das in den USA in den Weihnachtsbaum zu hängen.
00:20:28: Und die Person, die es erstes das Kürkchen entdeckt im Weihnachtsbaum, kriegt ein zusätzliches Geschenk.
00:20:32: Ach ein zusätzliches.
00:20:34: Ich dachte, das darf das erste Geschenk öffnen.
00:20:35: Ja,
00:20:35: gibt's beides.
00:20:36: Genau.
00:20:37: An unserem Christbaum hängen auch jedes Jahr drei Gürkchen.
00:20:40: Ja, bei mir hängt
00:20:41: das auch.
00:20:41: Ich hab drei so schöne Gürkchen.
00:20:43: Ich hab drei so schöne Gürkchen.
00:20:45: Wenn ich diese Gürkchen sehe, ich will das hier alle sehen.
00:20:48: Und ich sehe jetzt aus wie eine Gurke oder, was für mich ja der viel schönere Vergleich ist, wie Pickle Rick aus der Serie Rick and Morty.
00:20:57: Eigentlich bin ich Pickle Rick.
00:20:59: Ist auch egal.
00:21:01: Und dann geh ich los und dann will ich mich weihnachtlich fühlen.
00:21:03: Ich hab eine große Mütze auf, Handschuhe natürlich.
00:21:06: Und dann will ich einen Glühwein trinken.
00:21:10: Aus folgendem Grund.
00:21:12: Der erste Glühwein, also am Tag sage ich jetzt mal nicht der Saison, sondern generell der erste Glühwein, der knallt so schön rein.
00:21:19: Du hast so, du trinkst den, es ist heiß, du hast instant so eine Beschwipsung, das mag ich, die ist für den Moment da.
00:21:28: Proseco blubbert dir einen Kopf und der Glühwein läuft wie das rote Blut in deinen Venen, pumpt der rote Glühwein sich einmal durch deinen ganzen Körper und auf einmal bist du innen warm und du bist so ein bisschen ein... Du hast halt so ein... So
00:21:42: angeschakert.
00:21:43: Ja
00:21:43: und zwar hast du so ein mini-mäßig einen Sitzen und das finde ich so geil.
00:21:48: Das hält auch nicht lange, das dauert, das ist nach zwanzig, dreißig Minuten ist es wieder weg.
00:21:52: Deswegen
00:21:52: musst du ja dann wieder eintringen.
00:21:54: Genau, aber das... liebe ich einfach, dieser Instant-Mini-Glühwein-Rausch und dann funkelt alles noch mehr, alles riecht noch besser und du überlegst ernsthaft, ernsthaft, ob du einen ungeschliffenen Bergkristall brauchst zu Hause.
00:22:09: So, für eine halbe Stunde bin ich mir sicher, ich brauche den Bergkristall.
00:22:13: Kann mich danach deinen Daging entscheiden.
00:22:15: So.
00:22:17: Mhm.
00:22:17: So war das früher.
00:22:19: So war das früher.
00:22:21: Aber heute, ja, ist der Glühwein, null Komma ein Liter und meiner Meinung nach auch ohne Alkohol.
00:22:29: Wenn du dieses Schwibsgefühl, ich will Alkohol nicht verherrlichen eigentlich, aber halt für diesen expliziten...
00:22:37: Ja, für diesen expliziten... Ja,
00:22:42: aber das Ding ist, das ist es einmal im Jahr als Christkindlmarkt.
00:22:45: Das mache ich dann zweimal.
00:22:46: Und dann für fünf
00:22:47: Wochen.
00:22:48: Ja, aber ich gehe ja dann auch nicht jeden Tag mir da einreihen können, sondern es ist nur so diese Kombination
00:22:52: aus,
00:22:53: wenn es sich so aufbaut, wenn sich diese ganze Weihnachtlichkeit aufbaut, dann will ich, da am Christkindlmarkt stehen und will den ersten Schluck nehmen und mir denken, wuhu, der Christmas Spirit ist da, weißt du, das will ich.
00:23:07: Und ich krieg's nicht mehr.
00:23:09: Der Glühwein wird immer kleiner.
00:23:12: Immer teurer.
00:23:13: Immer
00:23:13: teurer, immer kleiner.
00:23:14: Die Gläser sehen mittlerweile die Becher.
00:23:16: Die Keramikbecher sehen mittlerweile aus, wie reagenzgläser sind ganz hoch, ganz dünn, nix drin.
00:23:25: Und mein Minirausch, mein Feuerwerk, auf das ich mich freue, wird mir verwehrt.
00:23:30: Ich zahle sieben Euro für gar nix.
00:23:35: Für gar nix.
00:23:35: Wenn ich was haben will, muss ich extra.
00:23:38: Ich fang doch nicht an, mir in den Glühwein noch eine Spirituose reinzuschütten.
00:23:44: Das find ich blöd.
00:23:45: Das nervt mich.
00:23:45: Ich will mit meinem Glühwein mein Erlebnis haben.
00:23:50: Und bin am überlegen, jetzt mir einen Flachmann zu kaufen.
00:23:55: Dann nehm ich den Rum selber mit.
00:23:56: Dann muss ich ihn immer noch reinschütten.
00:23:57: Das ist das gleiche passiert, was ich nicht haben will.
00:24:00: Aber zumindest hab ich nicht drei Euro extra dafür ausgegeben.
00:24:04: Das macht mich arm.
00:24:05: Ich will mich ja gar nicht wegschädeln.
00:24:07: Ich will ja gar nicht ... Ich will nur den Moment und ich kriege ihn nicht.
00:24:10: Ich kriege ihn nicht mehr.
00:24:11: Und das finde ich eine Frechheit.
00:24:12: Und das macht mir die Christkindlmarkt, die Weihnachtsmarktlaune.
00:24:16: Die macht's mir kaputt, ja?
00:24:18: Dann sehe ich diese Plöre und denk mir, genau, dich trinke ich jetzt, du Scheiß-Punch.
00:24:22: Du Scheiß-Kinder-Punch.
00:24:23: Dich trinke ich jetzt und spür gar nix.
00:24:26: Ich mach
00:24:26: mich rasend.
00:24:27: So, und um über diese fürchterliche Situation drüber hinwegzukommen, weil ich ... Man ist ja klar, ich war gerade auf dem Weihnachtsmarkt, hab genau das erlebt, war geschockt, traurig.
00:24:40: Nach dem dritten Glühwein hab ich immer noch nichts gespürt.
00:24:43: Nach drei Glühwein, die will ich gar nicht trinken.
00:24:46: Die schaff ich normalerweise gar nicht, okay?
00:24:48: So, dann hab ich mir eine getrüffelte Käsewurst gekauft.
00:24:52: Die war so sauteuer.
00:24:55: Aber die war echt gut.
00:24:57: So.
00:24:58: So, und so entwickelt sich mein Leben.
00:25:00: Ich von der Alkoholikerin hier jetzt weiterhin Richtung Gourmöse, Richtung Gourmöse bewege ich mich, dann mache ich halt die getrüffelte Käsewurst, das ja mir wurscht und verzichte in Zukunft auf den Glühwein und bin sauts wieder.
00:25:11: Ich gehe nicht mal hin, es ist durch.
00:25:13: Aber das ist ja eigentlich ein Problem in sich, weil, wenn jetzt der Glühwein nicht mehr das liefert und nicht mehr hält, was er verspricht, Dann ist es ja schlecht für die Kreislaufwirtschaft.
00:25:22: Natürlich!
00:25:24: Kreislaufwirtschaft.
00:25:24: Warum kann ich es nicht sagen?
00:25:26: Kreislaufwirtschaft.
00:25:28: Gut gemacht.
00:25:29: Gut gesagt.
00:25:30: Weil, wenn der Glühwein nicht stimmt, dann leidet ja auch der Stand mit den Bergkristallen.
00:25:36: Alle Stände, die Omas mit ihren gestrickten Sachen leiden, die hässlichen Holzspielzeuge, die Watschelenden, die du vor dich her schieben kannst.
00:25:43: Weißt du, was ich meine?
00:25:44: Die gefalteten Papsterne, die finde ich schon länger nicht mehr schön.
00:25:48: Seit ich das weiß, seit wann ich die nicht mehr schön finde, seit der Glühweinnimmer knallt, habe ich auch keine Papsterne mehr zu Hause hängen.
00:25:55: It's a circle.
00:25:57: Hiermit die besten Grüße.
00:26:00: Und ein Ratschlag an alle Glühweinverkäufer innen da draußen knallt die Scheiße voll.
00:26:07: Füllt die Leute ab.
00:26:10: Für den allerkurzesten Moment.
00:26:12: Wir reden ja hier nur von einem Glühwein, gell?
00:26:14: Hier, noch mal, wir wollen nicht.
00:26:15: Ich dachte, man trinkt immer zwei nach deiner Logik.
00:26:18: Nee, das ist was anderes.
00:26:19: Wir reden nicht von Bier.
00:26:20: Wir gehen nicht auf ein Bier, bzw.
00:26:22: wir gehen eh nicht auf ein Bier, sondern wir gehen immer nur auf zwei.
00:26:24: Bei Glühwein ist es was anderes.
00:26:26: Ein Glühwein, der muss kurz Halleluja schreien im Kopf.
00:26:31: Und dann wirbelst du um und dann und das kriege ich nicht mehr und das macht mich traurig.
00:26:36: Ich muss sagen, dass mich dieses Christkindlmankt-Feeling irgendwie dieses Jahr generell gar nicht so erreicht hat.
00:26:45: Ich gehe dann so mal ganz kurz an den Ständen vorbei und ich verstehe aber auch so viel nicht, was man da kaufen kann.
00:26:52: Ich denke mir dann oft, ah, finde ich vielleicht auf dem Weihnachtsmarkt das eine oder andere Geschenk.
00:26:56: Ich bin jetzt aber auch in so einem Alter, wo ich gern so nützlichere Dinge her schenke.
00:27:01: Letztes Jahr zum Beispiel habe ich so Gläser mit so Gewürzmischungen gekauft.
00:27:07: Die kannst du dann entweder mit Öl oder Wasser oder Joghurt und dann kannst du so Dipps draus machen zusammen.
00:27:12: Deshalb habe ich total gern verschenkt, weil ich das wirklich cool fand.
00:27:15: Du kannst so Soßen und so machen.
00:27:18: Aber was ich zum Beispiel überhaupt nicht verstehe, ist so ein Stand, wo man sowas wie so ... Räuchermännchen oder sowas.
00:27:25: Das erschließt sich mir gar nicht.
00:27:27: Vielleicht check ich's auch einfach nicht.
00:27:29: Keine Ahnung.
00:27:31: Ich glaub, so Räuchermädchen.
00:27:34: Wir zwei sind Räuchermädchen.
00:27:38: So Räuchermännchen.
00:27:39: Warum gibt's keine Räuchermäubchen?
00:27:43: Das ist, glaub ich, was Traditionell ist.
00:27:44: Wenn man damit nicht groß wird, dann, glaub ich, hat man dafür keinen Zugang, könnte ich mir vorstellen.
00:27:50: Ich bin, glaub ich, gendert.
00:27:51: Ich bin eine schlechte Christkindlmarktkundin.
00:27:53: Wer bei mir auch überhaupt nicht punkten kann, sind so Stände mit so gefilzten Sachen.
00:27:58: So diese gefilzten Topf-Untersetzer.
00:28:00: Diese gefilzten Stulpen kannst du bei mir gar nicht punkten, hat aber persönliche Gründe.
00:28:09: Meine Ex-Schwiegermutter hatte das als Business-Modell und wir mochten uns nicht sonderlich gern.
00:28:14: Seitdem boykutiere ich Filzstulpen.
00:28:16: Ich Filz.
00:28:17: habe ich nix mehr
00:28:18: am Hut.
00:28:20: Sicherlich nicht.
00:28:21: Die Zeiten
00:28:22: sind
00:28:22: vorbei.
00:28:24: Ja, ich weiß nicht.
00:28:25: Ich meine, es ist halt auch eine finanzielle Frage, wie immer.
00:28:28: Ich meine, ich wäre ja so gut im Geld ausgeben.
00:28:31: Ich würde wahrscheinlich deutlich mehr Geld an Ständen ausgeben, aber es ist halt Scheiß, der so teuer ist.
00:28:38: Da ist mein Geldbeutel nicht gemacht.
00:28:41: Mir fällt noch kurz was zur Tchobi-Geschichte ein.
00:28:43: Mir ist noch was eingefallen.
00:28:44: Meine Großmutter.
00:28:46: Die, die ich noch hatte, die kürzlich verstorben ist, auf deren Abschlusshappening werde ich kommende Woche gehen.
00:28:55: Ihr Abschlusshappening alias Beerdigung.
00:29:00: Ja.
00:29:01: Ja, ist schön.
00:29:02: Man kann... Hallo.
00:29:04: Das letzte Fest.
00:29:04: Das ist die Macht der Wörter oder der Worte.
00:29:07: Da bin ich mir immer nicht sicher.
00:29:09: Die Macht der Worte, schaut, hört sich doch viel schöner an als Beerdigung.
00:29:12: Ich finde schon.
00:29:13: Ich finde auch.
00:29:13: Ich will auch einen Abschlusshappening haben.
00:29:15: Ich verstehe ja gerne das System dahinter und ich mag das, wenn Dinge eine Ordnung haben, eine Logik haben.
00:29:20: Und jetzt in diesem Fall ist es so, sie ist ein Tag nach dem Geburtstag meiner Tante, die mit einem historischen Gesicht verstorben.
00:29:30: Irgendwie ist es ja schon ein bisschen blöd und ein bisschen unfair.
00:29:33: Gerade das Geburtstag.
00:29:34: Jetzt stirbt deine Mutter.
00:29:36: Ist ja wirklich unfair.
00:29:37: Also wirklich blöd.
00:29:38: Nee, aber sie sind zwei Kinder.
00:29:39: Ja, da hat jetzt ein Kind die Arschkarte gezogen.
00:29:42: Deswegen machen sie es jetzt so.
00:29:43: Das ist aber dafür einen Tag nach dem Geburtstag meines Vaters.
00:29:46: Das ist fair.
00:29:49: Das ist fair.
00:29:50: Ich finde,
00:29:50: das hat ein System, oder?
00:29:51: Das hat ein System.
00:29:51: Das finde
00:29:52: ich.
00:29:52: Das finde ich.
00:29:53: Das ist zahlfair.
00:29:53: Das finde ich.
00:29:54: Absolut okay.
00:29:55: Das finde ich
00:29:56: großartig.
00:29:56: Da dachte
00:29:57: ich mir, das finde ich jetzt cool.
00:29:58: Das ist so eine gewisse Struktur und Ordnung, das gefällt mir.
00:30:02: Naja, jedenfalls diese Großmutter, weil du gefragt hast, naja, wer geht denn zu Chobi?
00:30:06: Diese Großmutter hat den Stammtisch einmal in der Woche und die haben sich immer in der Bäckerei frühmorgen getroffen.
00:30:13: Ja, aber die treffen sich in der Bäckerei.
00:30:16: Das macht doch gesinn, das hat Sinn, das ist schlüssig.
00:30:19: Das macht doch gesinn.
00:30:22: Das macht Sinn, das hat Sinn, das ist schlüssig, aber ich gehe doch nicht in den Einkaufsladen.
00:30:28: Ja, aber findest du das nicht auch komisch, wenn du sagst, aber das ist ja jetzt nicht so eine Bäckerei-Konditorei, wo du sagst, es ist so ein bisschen so altes Caféhaus und ganz süß und so weiter und die ist auch in der Stadt zu Hause gewesen, wo es mehr gastronomisches Angebot.
00:30:42: Sondern das ist so eine ... Ja, so eine Bäckerei mit Fliesenboden, wo du halt mit so einer großen Maschine drüber desinfizierst.
00:30:50: Da wo du halt schneller reingest.
00:30:51: Das ist so eine Bäckerei, wo du mit dem Auto kurz davor stehenbleibst, weil du nur schneller reinspringst.
00:30:58: Ja, genau.
00:30:59: Ich kaufe die Käse-Stange und dann gibt's halt da irgendwie so zwei so krümelige Tische.
00:31:04: Und da hatten die aber irgendein wöchentlichen Stammtisch.
00:31:07: Hab ich auch nicht verstanden.
00:31:08: Ja, und so werden diese fünf Frauen von Chibo, von Tobi,
00:31:13: So
00:31:14: werden diese fünf Frauen von Chobi, die werden das genau so irgendwann machen.
00:31:18: Sonst sitzen die dann mit ihren, sechzig bis sechzig oder sechzig bis neunzig Jahren in der Bäckerei.
00:31:24: Wie heißt's?
00:31:24: Frühmorgens?
00:31:27: Das ist die Entwicklung.
00:31:29: Früher noch bei Chobi, heute bei Kaffee Frühstück.
00:31:36: Wobei natürlich auch eine Theorie wäre, die Bäckerei war barrierefrei, was natürlich im Roulatorenalter dann irgendwann schon Vorteil ist und sie liegt gleich neben dem Friedhof.
00:31:48: Na ja gut, das ist ja die heilige Dreifaltigkeit an Örtlichkeit, das ist natürlich.
00:31:53: Natürlich, das verstehe ich.
00:31:57: Das verstehe ich, das finde ich gut.
00:31:58: Da haben die, wird es richtig gemacht.
00:32:00: Da können die noch Tschüss und Hallo zu all ihren Freundinnen sagen, können da reinrollern, kennen das Angebot in und aus, wenn nicht passiert, verstehe ich gut.
00:32:09: Denken sich nichts, wenn ihnen das Essen aus dem Mund fällt.
00:32:10: Was passiert ja gerne älteren Leuten?
00:32:12: Es wird eher zangekehrt hat am Ende des Abends.
00:32:15: Überhaupt kein Problem.
00:32:17: Das verstehe ich, aber ich verstehe nicht, warum fünf junge, gut aussehende, das hat ja gar nichts mit gut aussehen zu tun.
00:32:24: Okay.
00:32:24: Ich verstehe nicht, warum fünf junge Damen sich bei Jibo treffen zum Körper.
00:32:28: Ich verstehe es immer noch nicht.
00:32:29: Du sagst es mit gut aussehend.
00:32:31: Vielleicht ist gut aussehend nicht das richtige Wort.
00:32:34: Sondern das, was jetzt für mich doch schon entscheidend wäre, ist, wenn es jetzt zum Beispiel eher so modische, trendige Personen sind.
00:32:41: Dann ist das natürlich komisch.
00:32:42: Ja,
00:32:43: genau.
00:32:45: Die haben
00:32:45: alle fixen Instagram-Kanal.
00:32:48: Die machen
00:32:48: ... Nein, ist ja auch wurscht.
00:32:49: Vielleicht ist das auch total oberflächlich von mir.
00:32:52: I do not.
00:32:53: I don't care.
00:32:57: I don't care.
00:32:59: Sophie, ich habe eine gute Nachricht für dich.
00:33:04: Bist du bereit?
00:33:05: Für gute Nachrichten immer.
00:33:06: Und zwar, ich weiß nicht, ob du es schon mitbekommen hast, aber seit September gibt es ja so einen neuen Podcast.
00:33:13: Heißt reich, aber schön.
00:33:14: Oh, der ist geil.
00:33:16: Der ist geil.
00:33:16: Findet übrigens auch Spotify.
00:33:19: Und zwar gibt es ja mal einen Spotify-Jahresrückblick und als Creatorinnen bekommen wir auch einen Jahresrückblick.
00:33:25: Oh, das weiß ich gar nicht, weil du hast da mehr Zugang gerade.
00:33:29: Sagst ruhig, dass ich der technische Support des Podcasts bin.
00:33:33: Du bist in der Gesicht auf Social Media nach draußen und ich bin der technische Support.
00:33:38: So, jedenfalls hat Spotify uns CreatorInnen auch einen Jahresrückblick gemacht und wir wurden von Spotify mit einer Trophäe ausgezeichnet.
00:33:48: Wirklich?
00:33:49: Weil wir ein so genanter, sofortiger Hit, zwei tausend fünfundzwanzig sind.
00:33:56: Und außerdem noch eine zweite Trophäe als eine der meist geteilten Shows.
00:34:01: Nice!
00:34:02: Ich gratuliere dir so viel.
00:34:03: Danke,
00:34:03: ich gratuliere auch dir zurück.
00:34:06: Meinst du, dass wir uns darauf wirklich was einbilden können oder dass Spotify uns einfach extrem motivieren will?
00:34:14: Ja, das mag sein, aber ich mag es trotzdem schön.
00:34:17: Ich finde das auch schön.
00:34:17: Es hat mir ein bisschen die Seele gestreichelt und es hat vielleicht ein Stück weit gut gemacht, was Spotify mir in diesem Jahr angehtan hat, denn wir kriegen ja nicht nur als Creatorinnen einen Jahresrückblick, sondern auch als Privatpersonen.
00:34:30: Und?
00:34:31: Wie alt warst du?
00:34:33: Mein musikalisches Alter, damit komme ich noch klar, ist siebenundsechzig Jahre.
00:34:38: Ich bin sechsundsechzig!
00:34:40: Na schau, deswegen harmonieren wir so gut.
00:34:42: Meine Top Shores sind Soul.
00:34:45: Lass ich mir eingen.
00:34:46: Deutscher Pop?
00:34:47: Halt mich kurz gewundert, denke ich.
00:34:50: Bei deutscher Pop muss ich immer sofort dann so was wie Rosenstolz oder Tokyo Hotel denken und das höre ich halt gar nicht.
00:34:56: Und dann ist mir eingefallen, aber gut.
00:34:57: Es
00:34:57: gibt ja auch so Sachen
00:34:58: wie Annemarie Cantereis
00:35:00: oder so was hier.
00:35:00: Ja, der deutsche Pop-Markt ist riesig mittlerweile, alle auch
00:35:04: gekommen.
00:35:05: Das ist weit weg von da.
00:35:06: Dann, mein dritt Meis gehörtes Shore ist ItaloDance.
00:35:10: Das hätte ich gedacht, dass auf Platz eins ist.
00:35:13: Ach komm.
00:35:15: Dann Nummer vier, Funk.
00:35:17: Lass ihn mir auch eingehen.
00:35:18: Und jetzt kommt Platz fünf.
00:35:22: Schlager.
00:35:25: Geil.
00:35:26: Sehr schön.
00:35:27: Das find ich gut.
00:35:28: Da hab ich dann schon kurz geschluckt und hab mir gedacht, okay, die Liste paust ich jetzt nicht in meine Story.
00:35:35: Wirklich?
00:35:35: Du eidle Person.
00:35:37: Gut,
00:35:37: dich erzählst jetzt im Podcast.
00:35:39: Ja, okay.
00:35:40: Aber jetzt kommt's.
00:35:42: Man kriegt ja dann immer ein Grußvideo, gell?
00:35:44: Und die letzten zwei Jahre habe ich mein Grußvideo von Roy Bianco und den Abrunzati Boys gekriegt und dachte mir, ja, die sind wahrscheinlich dieses Jahr auch wieder dabei.
00:35:53: Mein Grußvideo kam dieses Jahr von jemand anderem.
00:35:56: Jetzt bin ich gespannt, wer hat dich gegrüßt?
00:35:58: Wer war's?
00:35:59: Roland Kaiser.
00:36:02: Dein Crush.
00:36:04: Und am Ende sagt er... Also, vielen Dank, macht's gut.
00:36:10: Euer Roland, tschau.
00:36:11: Also ich würde sagen, wir sind jetzt per Du.
00:36:13: Ich
00:36:13: glaube auch.
00:36:14: Das kann doch natürlich sein dir per Du.
00:36:17: Ja, was sagt dein Spotify-Jahres-Rückblick?
00:36:20: Also ich muss gestehen, es gibt bei mir ein Problem.
00:36:24: Echt?
00:36:24: Ja.
00:36:26: Tatsächlich gibt es nicht nur eins.
00:36:28: Aber in Bezug auf Spotify gibt es folgendes Problem, dass ich mir diesen Account mit einer achtjährigen Teile.
00:36:34: Okay, so.
00:36:35: Das heißt, mein meistgehörter Song war Kapitel forty-seven von der drei Fragezeichenfolge, die drei Fragezeichen und der Klappautermann.
00:36:47: Und da war das Kapitel forty-seven, das war der meistgehörte Song.
00:36:52: Geil.
00:36:53: Gibt ja einen richtigen, richtig guten Einblick.
00:36:56: Meine Videobotschaft habe ich von Philipp Fleiter bekommen, weil ich angefangen habe, dieses Jahr Verbrechen von nebenan zu hören.
00:37:01: Recht fleißig.
00:37:03: Grüße gehen raus an Philipp und dann Podcast-Kollegen.
00:37:06: Ich mag den.
00:37:07: Ich mag deinen True-Crime-Podcast sehr gerne.
00:37:09: Danke für die nette Nachricht.
00:37:11: Ich bin sechsundsechzig Jahre alt, was meinen, meinen, meinen Hördings angeht.
00:37:15: Da hat dich dein Kind rausgerissen wahrscheinlich.
00:37:17: Da hat mich
00:37:17: mein Kind rausgerissen, sonst glaube ich wäre ich irgendwo bei den, mit, mit achtzig oder so gewesen.
00:37:21: Und dann muss ich auch dazu sagen, ich werde da oft falsch eingeschätzt, Menschen, die mich kennen, denken immer, dass ich einen recht versigierten Musikgeschmack habe und irgendwie viel kennen und gute Musik höre.
00:37:32: Komm.
00:37:33: Blätter Bullshit, absolute Lügenpresse,
00:37:37: ich höre
00:37:38: quer durch und ich höre zum, also vor allem höre ich ganz oft das gleiche so und nutze mittlerweile viel die Radiofunktion von Spotify, weil ich einfach nichts kenne, such dann einen Song den ich gut finde, lasst das Radio laufen, aber ich höre sehr, sehr wenig explizit oder ausgewählt Musik und wenn dann ist es immer der gleiche Kram.
00:38:03: Das finde ich nicht cool von mir.
00:38:06: Es fühlt sich aber nach Arbeit an, das zu verändern und dann lebe ich auch mit jemandem zusammen, der einen sehr versierten Musikgeschmack hat sehr viel Kent und gerne Musik auflegt und auch recht sensibel ist, wenn es um Musik geht.
00:38:23: Das heißt, wenn ich Musik laufen lasse... kommt gerne die Frage, hey, ist es okay, wenn ich den Lautsprecher übernehme?
00:38:31: Und das ist für mich fast immer in Ordnung, weil ich weiß, dass es nicht schlechter wird als das, was gerade passiert.
00:38:38: Und im besten Falle, ich liege Hörer, die ich geil finde, mir dann nicht irgendwo merke und mir später denke, sowas würde ich gern hören.
00:38:45: Wie hieß das noch mal?
00:38:46: Was war das noch mal?
00:38:47: Ach, keine Ahnung.
00:38:48: Na gut, dann höre ich eben, dass Jail nach ihm Album zum dreihundertzechsundzwanzigtausendsten Mal ist ja wurscht.
00:38:56: So, so bin ich.
00:38:59: Die Person, die dann irgendwann den Lautsprecher übernimmt, das bin ich.
00:39:06: Du bist die Lautsprecher-Übernehmerin.
00:39:07: Aber ich muss sagen, dass ich ab und zu... Das ist immer so ein schmaler Grad, auf dem ich wandere.
00:39:12: Ich bin manchmal die sehr unangenehme Person dieser Charakter auf Weihnachtsfeiern, der irgendwann zu viele guten Glühwein getrunken hat, der sich dann gar nicht mehr spürt und denkt, er muss dem DJ zuflüstern, und zwar permanent und nervig.
00:39:30: Ja, das stimmt, das kann ich unterschreiben, ich weiß das.
00:39:32: Aber manchmal bist du einfach die Jukebox des Himmels, die Kuratorin der Playlist auf die wir alle gewartet haben.
00:39:40: Ich erinnere mich an eine Party dieses Jahr im Januar, als du situativ uns einen Banger nach dem anderen reingezaubert hast, um eine Uhrzeit, wo die DJs, die auf der Party engagiert waren, nicht mehr so weiter wussten.
00:39:55: Nicht mehr so weiter wussten.
00:39:57: und da hast du das Tanzbein gerettet.
00:40:00: Du hast beide Seiten.
00:40:01: Danke, genau.
00:40:02: Ich hab beide Seiten.
00:40:03: Ich muss immer schauen, dass ich auf der richtigen Seite, dass ich nicht auf der dunklen Seite der Macht unterwegs bin, sondern auf der Sonnenseite.
00:40:10: Und dass du easy bleibst, dass du cool bleibst.
00:40:12: Aber das ist tatsächlich was, was mich massiv aggressiv macht, wenn du irgendwo bist und die Person, die die Musik bedient.
00:40:26: Entweder nicht die Fähigkeit besitzt, das Publikum zu lesen oder mit einer absolut überzeugten Ignoranz, dem Publikum gegenüber auftritt und sich weigert.
00:40:42: So, und wenn du eine Person bist, die sich DJ nennt.
00:40:47: Bei der Formulierung DJ'n bin ich mir immer nie so ganz sicher.
00:40:50: Ich mir auch nicht.
00:40:52: Ob das überhaupt gewollt ist oder nicht.
00:40:54: Ich frage meine Freundin Johanna, die weiß das.
00:40:57: Wenn du eine Person bist, die sich mit dem Kürzel DJ identifiziert.
00:41:03: Und dann spielst du ein Song und da kommt jetzt Publikum und dann gehen die auf die Tanzfläche, gehen vollkommen ab.
00:41:09: Dann denkst du dir, jetzt wechsle ich rapide das Genre, komplett anders.
00:41:13: Und dann gehen die alle ab.
00:41:15: Dann sag ich, du lass ich mir mal eingehen, damit du Publikum antestest.
00:41:19: Dann wechselst du wieder und es kommt was und alle gehen wieder auf die Tanzfläche und dann machst du das wieder.
00:41:25: Dann sag ich im zweiten Mal, okay, hast du vielleicht beim ersten Mal nicht richtig hingeguckt, lass ich mir eingehen.
00:41:30: Wenn du es ein drittes Mal machst, dann werde ich langsam schnupfig.
00:41:35: Okay.
00:41:35: Dann, wenn du vor allem in einem Laden bist, wo nur diese eine große Gruppe existiert und davon hängt alles ab.
00:41:44: Und ich erzähle eine wahre Geschichte aus diesem Sommer.
00:41:47: Mhm.
00:41:47: Dann gehe ich bewusst, entscheide ich mich für die dunkle Seite der Macht.
00:41:52: Geh bewusst zu die J-Person und sage, pass mal auf.
00:41:58: Pass mal auf.
00:41:59: Excusé
00:42:00: moi.
00:42:01: Pass mal auf.
00:42:02: Tatsächlich ist es so.
00:42:04: Ich erzähle dir jetzt mal.
00:42:05: Ich freu mich früher über Nacht gemacht.
00:42:06: Pass mal auf.
00:42:07: Hey, so glissbelt.
00:42:08: Nein, aber sie hat mich immer so nachgewerft.
00:42:10: Ich war gesagt, pass mal auf.
00:42:11: Ja.
00:42:13: So, dann gehe ich dahin und sage, pass mal auf.
00:42:16: Jetzt ist es ja so, wir sind jetzt hier die einzigen Gästinnen.
00:42:20: Wir sind fünfzehn Leute.
00:42:21: Wir sind gewollt, hier viel Geld zu lassen.
00:42:24: Wir sind alle motiviert.
00:42:26: Und die Menschen, deine Kolleginnen an der Theke werden es dir danken, wenn die Musik so ist.
00:42:33: Es ist ja auch einfach eine wirtschaftliche Überlegung.
00:42:37: Wenn die DJ-Person so Musik spielt, dass die Leute tanzen, schwitzen, dann trinken sie mehr, dann macht es barpersonal mehr Umsatz als es ist ja ein Kreislauf.
00:42:46: Das sind wir wieder bei der Kreislaufwirtschaft.
00:42:47: Das ist ein
00:42:48: System,
00:42:48: ja.
00:42:49: So, das ist ein in sich geschlossenen System.
00:42:51: Und dann sage ich, schau her, du hast jetzt gespielt, Michael Jackson, Billie Jean.
00:42:56: Alle gehen ab.
00:42:58: Du hast danach gespielt.
00:43:01: Haftbefehl.
00:43:03: Alle verlassen die Tanzfläche.
00:43:06: Was denkst du?
00:43:08: Bin ja auch Quizmaster.
00:43:10: Was denkst du?
00:43:11: Ist der Vibe.
00:43:12: Das könnte die Lösung für diese Situation sein.
00:43:15: Genau.
00:43:15: Und dann schaut mich die Person an.
00:43:17: Und du merkst, sie ist vollkommen beratungsresistent.
00:43:21: Und du merkst, sie sagt mir mit allem, wie sie mich anblickt.
00:43:25: Go fuck yourself.
00:43:26: Ich kenne keine Lösung, aber das Problem fasziniert mich.
00:43:30: Das macht
00:43:30: mich wütend.
00:43:32: Das ist mein Glühwein.
00:43:34: Verstehe ich.
00:43:34: Das macht mich wütend.
00:43:36: Man muss sich auch manchmal für die nervige Seite entscheiden.
00:43:40: Ich weiß, ich habe beide Sachen in mir.
00:43:42: Aber wenn dann da Leute sind, die die Macht über die Musik haben und die Musik entscheidet oftmals das Gelingen für eine Masse von Leuten, das entscheidet.
00:43:53: Ist der Abend Hop-Top oder Flop?
00:43:57: Hop-Top oder Flop?
00:43:59: Wie war der Abend denn?
00:44:00: War er Hop-Top?
00:44:02: Oder war er Flop-Schlopp?
00:44:03: Der Abend ist gefloppt.
00:44:05: Okay.
00:44:06: Für die Location, für den Beratungs-
00:44:09: resistenten Menschen.
00:44:11: Genau.
00:44:12: Und am Ende auch für unsere Gruppe.
00:44:15: Weil wir dort einfach irgendwann vollkommen enttäuscht abgezogen sind.
00:44:20: Und das ist einfach
00:44:21: ... Das ist blöd.
00:44:22: Aber D.J.-Person sein ist, glaube ich, einer der schwierigsten Jobs der Welt.
00:44:27: Weil die Crowd
00:44:28: zu fühlen... Aber das hat schon auch was mit Sozialkompetenz zu tun, Sophie.
00:44:32: Und dann muss ich auch ganz ehrlich sagen, ich habe ein Zitterproblem in meinen Händen.
00:44:37: Und wenn ich das weiß und das habe, dann kann ich auf dieser Gotteserde halt auch einfach nicht kirurgeln werden.
00:44:50: Das
00:44:50: war schön,
00:44:52: aber reicht.
00:44:55: Bis zum nächsten Mal.
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